Mobile-Menu

Trenching-, Fräs- und Pflugverfahren sollen Standard werden Norm-Entwurf für minimalinvasiven Glasfaserausbau

Von Bernhard Lück

Anbieter zum Thema

Der DIN-Entwurf für „Trenching-, Fräs- und Pflugverfahren zur Legung von Leerrohrinfrastrukturen und Glasfaserkabeln für Telekommunikationsnetze“ wird von der Deutschen Glasfaser begrüßt. Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) möchte noch die Praxistauglichkeit prüfen.

Die Deutsche Glasfaser bevorzugt das Fräsverfahren.(Bild:  Deutsche Glasfaser)
Die Deutsche Glasfaser bevorzugt das Fräsverfahren.
(Bild: Deutsche Glasfaser)

Der vom Deutschen Institut für Normung (DIN) veröffentlichte Entwurf der Norm 18220 sei ein wichtiger Schritt für den Glasfaserausbau in Deutschland und für die Erreichung der der Ausbauziele der Bundesregierung – darin sind sich Andreas Pfisterer, CEO der Deutsche Glasfaser Unternehmensgruppe, und Sven Knapp, Leiter des Breko-Hauptstadtbüros, einig.

Die Deutsche Glasfaser sehe in dem DIN-Entwurf eine Bestätigung des eigenen Ansatzes, schließlich bevorzuge das Unternehmen das Fräsverfahren und setze in unbefestigten Oberflächen außerhalb geschlossener Ortschaften auch auf den Pflug. Mithilfe der minimalinvasiven Verlegemethoden mit geringerer Tiefe und Breite als beim traditionellen Tiefbau sei es möglich, bis zu fünf Mal schneller auszubauen. Außerdem seien die übertragenen Lichtsignale auch bei einer geringeren Verlegetiefe nicht von äußeren Einflüsse wie Frost, Feuchtigkeit oder Blitzschlägen abhängig.

Bis zum 18.01.2023 ist es möglich, den Entwurf zu kommentieren und Änderungsanträge einzubringen. Der Breko hat angekündigt, die Einspruchsfrist zu nutzen. Gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen werde geprüft, ob der vorliegende DIN-Entwurf praxistauglich genug sei, um dem Ziel einer deutlich verstärkten Anwendung moderner Verlegemethoden gerecht zu werden, oder ob Korrekturen erforderlich seien. Ob die DIN 18220 in Zukunft tatsächlich zur Beschleunigung des Glasfaserausbaus beitragen werde, so der Breko, hänge neben den konkreten Inhalten der Norm maßgeblich von den Kommunen ab, die den neuen Standard so bald wie möglich in ihren Genehmigungsverfahren berücksichtigen und bestehende Vorbehalte gegenüber modernen Verlegemethoden abbauen müssten. Zudem erwarte der Bundesverband, dass Teile der Bauindustrie ihre bestehende Blockadehaltung gegenüber diesen Verlegemethoden aufgeben und ihren Beitrag zu einem schnellen, effizienten und ressourcenschonenden Ausbau leisten.

(ID:48759061)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Netzwerktechnik, IP-Kommunikation und UCC

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung