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LTE oder WiMAX
Doch LTE ist nicht die einzige Funktechnik, die das bieten kann; an WiMAX 802.16m wird bereits gefeilt. KDD war bisher einer der größten Fürsprecher für WiMAX 802.16e; denn das Unternehmen hat im vergangenen Jahr entsprechende Lizenzen gekauft. Insofern sorgt die Bekanntgabe von Plänen, LTE im kommenden Jahr quasi über das bestehende CDMA-Netz zu legen (CDMA = Code Division Multiplex Access), weltweit für Aufmerksamkeit.
Nach Einschätzung von Rethink-Analysten waren CDMA-Betreiber bisher die Hauptadressaten für WiMAX-Anbieter. Doch diesen fehlt derzeit ein Migrationspfad, der zur kommenden Mobilfunkgeneration, 4G, führt, Qualcomm etwa stellte im vergangenen Monat die Entwicklung seiner der UMB-Techik (Ultra Mobile Broadband) ein.
So sagt auch Gartner-Analystin Carolina Milanesi, dass das Ende von UMB, das der Nachfolger für die Übertragungstechnologie CDMA2000 werden sollte, LTE zugute kommt, dem schnelleren Nachfolger von UMTS. Der LTE-Standard stellt Download-Geschwindigkeiten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde statt derzeit gängiger HSDPA-Raten von 3,6 Megabit pro Sekunde in Aussicht.
„Sogar China stehe hinter LTE. Als Chiphersteller kann man diese Technologie nicht ignorieren.“ Nachdem der zweitgrößte US-Mobilfunkanbieter Verizon Wireless ebenfalls angekündigt habe, künftig auf LTE zu setzen, komme das aus für UMB aus ihrer Sicht wenig überraschend.
LTE Advanced
Nun schwenken offenbar auch Bell Canada und NTT DoCoMo auf LTE ein. Allerdings setzt das japanische Telekommunikationsunternehmen, das schon einmal mit seinen eigenen Wegen al La „i-Mode“ und „Foma“ in der mobile Datenwelt für Furore sorgte, erst einmal auf „Super 3G“, das dem LTE ähnlich ist und 2010 live gehen soll.
Doch eine semi-proprietäre LTE-Entwicklung wolle der Mobilfunkbetreiber dieses Mal vermeiden, sagen Unternehmenssprecher. Das Core-Netz soll von Fujitsu bestückt werden und NEC sorgt für das Radio Access network (RAN) und die Terminals.
Darüber hinaus künigt sich mit „LTE Advabced“ beziehungsweise „True 4G“ bereits der nächste Performance-Sprung an. Hier geht es um bis zu 1 Gigabit pro Sekunde im stationären Umfeld.
Siemens Networks hat schon eine Relay-Technik vorgestellt, die es Netzbetreibern erlaubt, zusätzliche Relay-Stationen zu errichten ohne neue Backhaul-Installationen vornehmen zu müssen. Das Marktforschungsunternehmen Rethink zitiert Siemens-CTO Stephan Scholz: „Die Demonstration, dass wir sowohl die Leistung von Mobilfunkzellen als auch den Empfang in den Gebäuden verbssern könnne, ist ein wichtiger Meilenstein, wenn es um eine flächendeckende Abdeckung geht.“ Zudem stärke das die Position der LTE-Befürworter.
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