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Mit neuer Technik in den Ring
Über einen Zeitraum von nur drei Monaten entstand ein Ringnetzwerk, das die vier Standorte mit einer Bandbreite von 10 GBit untereinander verbindet. Je ein ProCurve Switch 5412zl bildet das Backbone in den Rhein-Main-Hallen und im Kurhaus.
In der Marketing GmbH sowie der Touristen-Information ist es je ein 5406zl. Über 200 Büroangestellte sowie die IT in den Veranstaltungsräumen sind mit Edge Switches der Serie 2600 angebunden. Insgesamt besteht das Netzwerk aus etwa 40 Switches, deren redundanter Aufbau für hohe Ausfallsicherheit sorgt.
Die Chassis-basierenden Layer-3- und Layer-4-Switches der Serie 5400zl vereinen die Vorteile modularer mit denen fest installierter Switches. Ein von HP ProCurve entwickelter, programmierbarer Netzwerk-Chipsatz, der ProVision ASIC, ermöglicht skalierbare Funktionen wie Quality of Service (QoS) oder Authentifizierung am Netzwerk-Rand.
Dank zahlreicher Gigabit-Schnittstellen, integriertem Power over Ethernet (PoE) auf allen Ports sowie 10-GbE-Fähigkeit lässt sich die Switch-Familie 5400zl flexibel einsetzen und garantiert damit Investitionsschutz. Zudem können Administratoren das Netzwerk so schnell an sich ändernde Geschäftsanforderungen anpassen.
Aufgrund der knappen Zeitvorgabe war ein Test der geplanten Infrastruktur nicht möglich. „Viele Arbeiten mussten in Wochenend- oder Nachtschichten erfolgen, immer wenn es gerade keine Veranstaltung gab. Das war für alle Beteiligten natürlich eine Herausforderung. Auch dank der Hilfe von Urano haben wir es geschafft, das Projekt genau im vorgesehenen Zeitraum umzusetzen“, erzählt Achenbach.
Ein Netzwerk, viele virtuelle LANs
Bei aller neuen Technik durfte aber auch der sichere Betrieb nicht zu kurz kommen. Deshalb teilten die IT-Verantwortlichen das Netzwerk in 30 vorkonfigurierte virtuelle LANs (VLANs). Dadurch entstanden für den Event-Betrieb verschiedene, sicher voneinander getrennte Netzbereiche, beispielsweise für die Gebäudesteuerung, die Videoüberwachung oder die bereits vorhandene VoIP-Telefonie (Voice over IP). Hier sorgten die auf offenen Standards basierende Technologie und die PoE-Fähigkeit der Switches für eine reibungslose Integration der bestehenden Geräte.
Zusätzlich bieten insgesamt 70 Radio Ports einen sicheren, auf dem Standard 802.11 b/g basierenden WLAN-Zugang mit 54 MBit über das gesamte Veranstaltungsgelände hinweg. Auch dieser Zugang ist durch ein eigenes VLAN vom Rest des Netzwerks abgegrenzt. Mehr als 1.000 Besucher können sich dadurch über das drahtlose Netz kostenlos ins Internet, ins eigene Firmennetz sowie in gesicherte Teile des Intranets der TriWiCon einwählen. Hierfür erhalten sie einen so genannten Voucher, eine Art Eintrittskarte, die temporäre Passwort- und Login-Daten enthält. Dadurch können Aussteller auch auf den firmeneigenen Server zugreifen und beispielsweise Zugangskontrollen mit Barcode-Scannern nutzen.
„Erst nachdem wir alle Radio Ports implementiert hatten und das neue WLAN voll funktionsfähig war, haben wir die alten Drahtlos-Komponenten entfernt und Redundanzen geschaffen“, erklärt Meisenheimer die Vorgehensweise. Durch den Parallel-Betrieb des neuen und alten WLANs konnte der Veranstaltungsbetrieb während der gesamten Umstellungsphase uneingeschränkt weiterlaufen.
weiter mit: Drahtloses Netzwerk-Management
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