Mit Cockpit steht Admins eine kostenlose, webbasierte Verwaltungsoberfläche für Linux-Server zur Verfügung. Die Lösung ermöglicht zentrale Überwachung und Steuerung über den Browser – auch für weniger terminalerfahrene Nutzer.
Mit Cockpit lassen sich Linux-Server zentral über den Webbrowser verwalten – ideal für Admins, die ohne Terminal arbeiten wollen. So gelingt die Installation unter Ubuntu 24.04 und die Nutzung im Alltag.
(Bild: Joos / Ubuntu)
Cockpit ist eine kostenlose Web-Konsole zur zentralen Verwaltung von Linux-Servern. Die browserbasierte Oberfläche ermöglicht einen schnellen Überblick über Systemzustand, Auslastung, Netzwerke, Dienste und Benutzerkonten. Die Funktionalität ist vergleichbar mit dem Windows Admin Center – mit dem Unterschied, dass Cockpit speziell für Linux konzipiert ist.
Cockpit eignet sich besonders für Umgebungen, in denen auch weniger erfahrene Admins mit möglichst geringem Terminaleinsatz Linux-Server administrieren sollen.
Die Installation des Cockpits erfolgt am Beispiel von Ubuntu am schnellsten mit
sudo apt install cockpit -y
Im Anschluss erfolgt die Installation des Podman-Moduls:
sudo apt-get install cockpit-podman -y
Anschließend wird der Dienst aktiviert und gestartet:
systemctl start cockpitsystemctl enable cockpit
Ob der Dienst aktiv ist, lässt sich mit dem folgenden Befehl überprüfen:
systemctl status cockpit
Standardmäßig hört das Cockpit auf den Port 9090. Ob das funktioniert, lässt sich im Terminal mit dem folgenden Befehl in Erfahrung bringen:
ss -antpl | grep 9090
Wenn auf dem Server eine Firewall aktiv ist, zum Beispiel die UFW in Ubuntu, ist es notwendig den Port für den Zugriff auf diese Firewall freizuschalten:
ufw allow 9090ufw allow 80
Mit dem Cockpit arbeiten
Sobald das Cockpit aktiv ist, steht es über die URL https:<IP-Adresse>/:9090 zur Verfügung. Im Anschluss erscheint die Anmeldemaske für die Weboberfläche. Für die Anmeldung reichen generell herkömmliche Benutzerrechte aus. Allerdings zeigt die Oberfläche die eingeschränkten Rechte nach der Anmeldung an. Im Anschluss ist es möglich Root-Rechte über einen Klick auf „Turn on administrative access“ zu erreichen. Nach der Eingabe des Root-Kennwortes erhält der Admin vollständige Rechte.
Direkt auf der Hauptseite zeigt das Cockpit Fehler des Servers an, die Auslastung der Ressourcen und wichtige Systeminformationen wie Zeit, Name, SSH-Schlüssel oder die Domänenmitgliedschaft. Mehr Informationen zu den Datenträgern ist über den Menüpunkt „Speicher“ zu finden und die Netzwerkauslastung zeigt das Cockpit über den Menüpunkt „Netzwerke“ an.
Auf der linken Seite sind verschiedene Menüpunkte zur Steuerung des Servers zu finden. Zeigt die Startseite Fehler bei Diensten auf dem Server an, ist es möglich, über den Menüpunkt „Dienste“ die laufenden Dienste zu überprüfen und bei Bedarf auch Dienste zu starten. Oben rechts erfolgt der Wechsel zwischen Systemdiensten und Diensten, die unter dem Kontext des Benutzers laufen. Darüber hinaus sind über „Protokolle“ weitere Informationen zum Betrieb des Servers und zu verschiedenen Fehler zu sehen.
Linux-Server mit dem Cockpit verwalten
Neben der Überwachung der einzelnen Bereiche ist es auch möglich, den Server zu verwalten. Über „Konten“ können Admins zum Beispiel Einstellungen von Benutzern anpassen und neue Benutzer anlegen. Das Erstellen von Gruppen ist an dieser Stelle ebenfalls möglich. Das Aktualisieren der installierten Pakete ist mit dem Cockpit ebenfalls möglich. Dazu steht der Menüpunkt „Aktualisierungen“ zur Verfügung. Nach dem Aufrufen des Menüpunktes scannt der Server, ob es Updates für die installierten Pakete gibt. Hier erfolgt auch die Anzeige, wann auf dem Server das letzte Mal Updates installiert wurden und ob ein Neustart notwendig ist.
Die Installation erfolgt über „Alle Aktualisierungen installieren“. Im Rahmen der Installation lässt sich auch gleich festlegen, ob der Server nach Abschluss der Aktualisierung automatisch neu starten soll. Generell lassen sich Linux-Server oben rechts über „Neustart“ bei „Überblick“ neu starten. Auch die installierten Anwendungen und Workloads lassen sich im Cockpit anzeigen und bei Bedarf entfernen. Das erfolgt über den Menüpunkt „Anwendungen“.
Über den Menüpunkt „Podman-Container“ ist es möglich, die Container und deren Images auf dem jeweiligen Container zu verwalten, zu starten und zu beenden. Auch das Erstellen von neuen Containern ist an dieser Stelle möglich.
Terminal im Webbrowser öffnen
Mit dem Cockpit können Admins über den Menüpunkt „Terminal“ auch eine Terminal-Sitzung auf dem Server initiieren. Dabei erfolgt der Zugriff nicht per SSH remote vom zugreifenden Rechner aus, sondern direkt auf dem Server über den Webbbrowser mit dem Cockpit. Die Verwendung des Cockpits entspricht der lokalen Verwendung auf dem Server oder bei einer SSH-Verbindung
Stand: 08.12.2025
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Mehre Linux-Server mit dem Cockpit verwalten
Neben der lokalen Verwaltung von Linux-Servern, lassen sich am Cockpit noch mehr Server anbinden. Dazu erfolgt ein Klick auf das jeweilige Benutzerkonto oben links. Über den Menüpunkt „Neuen Host hinzufügen“ können sich Admins an weiteren Linux-Servern anmelden. Bei der Anmeldung ist es auch möglich ein Benutzerkonto anzugeben. Für die Verbindung muss auf dem jeweiligen Server aber ebenfalls das Cockpit installiert sein. Das ist ein Nachteil im Vergleich zum Windows Admin Center.