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KI-basierter Mobilfunk Rohde & Schwarz tritt der AI-RAN-Alliance bei

Von Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Mit seiner Expertise will Rohde & Schwarz sein messtechnisches Know-how in die neue Allianz einbringen. Die Allianz hat sich zum Ziel gesetzt, künstliche Intelligenz in den Mobilfunk zu integrieren. Die Funkzugangsnetze (RAN) sollen mit Blick auf 6G leistungsfähiger und effizienter werden.

Testumgebung für KI/ML-basierten neuronalen Empfänger mit NVIDIA auf dem MWC Barcelona.(Bild:  Rohde & Schwarz)
Testumgebung für KI/ML-basierten neuronalen Empfänger mit NVIDIA auf dem MWC Barcelona.
(Bild: Rohde & Schwarz)

Funkzugangsnetze sind ein unverzichtbarer Bestandteil der modernen Kommunikation. Sie ermöglichen die drahtlose Verbindung von Endgeräten wie Mobiltelefonen, Tablets und IoT-Geräten mit dem Kernnetz eines Mobilfunkbetreibers. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz in diesen Netzen sollen sie effizienter und leistungsfähiger werden und sich gleichzeitig schneller an die wachsende Nachfrage anpassen. Insbesondere im Hinblick auf die kommenden Generationen 5G und 6G.

Der Messtechnikspezialist Rohde & Schwarz tritt der im Februar 2024 gegründeten AI-RAN Alliance bei. Die Organisation bündelt die Kompetenzen ihrer Mitglieder, um Forschung und Entwicklung in drei Schlüsselbereichen für die kommende 6G-Ära voranzutreiben:

  • AI for RAN: Weiterentwicklung der RAN-Technik mit KI zur Verbesserung der Spektrumeffizienz.
  • AI and RAN: Integration von KI- und RAN-Prozessen für eine effizientere Nutzung der Infrastruktur und Erschließung neuer KI-basierter Umsatzmöglichkeiten.
  • AI on RAN: Implementierung von KI-Diensten am Netzwerkrand durch RAN zur Steigerung der Betriebseffizienz und Entwicklung neuer Dienste für Mobilfunknutzer.

Vor dem Beitritt zur Allianz arbeitete Rohde & Schwarz bereits mit dem 6G-Forschungsteam von Nvidia zusammen. Aus dieser Kooperation ging eine Testumgebung zur Analyse neuronaler Empfänger hervor, die durch eine verbesserte Performance und Netzwerkeffizienz die Luftschnittstelle revolutionieren soll. Der strategische Beitritt zur Allianz unterstreicht das Engagement von Rohde & Schwarz für die Weiterentwicklung des Mobilfunks durch weiterentwickelte Technik in Zusammenarbeit mit der weiteren Branche.

Die Rolle von künstlicher Intelligenz in Funkzugangsnetzen

Mit künstlicher Intelligenz lässt sich die Netzwerkkapaztiät und -leistung optimieren. Dazu gehört eine dynamische Ressourcenallokation, indem KI-Algorithmen in Echtzeit analysieren, welche Teile des Netzwerks stärker ausgelastet sind. Dank der Algorithmen können dann dynamisch Ressourcen zugewiesen werden. Ebenfalls verbessert sich die Energieeffizienz der Basisstationen.

Störungen in den Netzen lassen sich ebenfalls im Netz schneller erkennen und beheben. Die Algorithmen lernen aus den vergangenen Daten und verbessern kontinuierlich die Entstörung. Zudem verbessern die Algorithmen die Nutzung des verfügbaren Spektrums, indem Frequenzressourcen intelligent zuteilt und Interferenzen minimiert werden.

Wer hinter der AI-RAN-Alliance steht

Die AI-RAN Alliance ist eine wichtige neue Allianz, die sich auf die Integration künstlicher Intelligenz (KI) in die Mobilfunktechnologie, insbesondere in Funkzugangsnetze (RAN), konzentriert. Zu den Gründungsmitgliedern gehören führende Technologieunternehmen wie Amazon Web Services (AWS), Arm, DeepSig, Ericsson, Microsoft, Nokia, Northeastern University, Nvidia, Samsung, SoftBank und T-Mobile USA (Investopedia) (Mobile Europe).

Die Allianz konzentriert sich dabei auf drei Hauptbereiche: die Verbesserung der RAN-Funktionalität durch KI, die Integration von KI und RAN zur Optimierung der Infrastruktur und die Bereitstellung von KI-Diensten am Netzwerkrand (Edge), um die Betriebseffizienz zu steigern und neue Dienste für mobile Nutzer zu ermöglichen.

Dieser Beitrag stammt von unserem Schwesterportal Elektronikpraxis.

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