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Studie von Pegasystems Frust am Arbeitsplatz – Wenn es an der IT scheitert

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Mainframes mit grünem Bildschirm, Desktop-Anwendungen ohne Webbrowser-Integration, träge ERP-Systeme: Legacy-Technologie ist in vielen Unternehmen noch fest verankert, und das mit spürbaren Folgen für Motivation und Produktivität der Belegschaft.

Fachkräftemangel, hohe Fluktuation, Erschöpfung: Das sind laut Pegasystems direkte Folgen von schlechten IT-Systemen. So bremst Legacy-Technoloigie die Arbeit aus.(Bild: ©  Zamrznuti tonovi - stock.adobe.com)
Fachkräftemangel, hohe Fluktuation, Erschöpfung: Das sind laut Pegasystems direkte Folgen von schlechten IT-Systemen. So bremst Legacy-Technoloigie die Arbeit aus.
(Bild: © Zamrznuti tonovi - stock.adobe.com)

Die Folgen veralteter Legacy-Systeme zeigt eine Studie von Pegasystems (PEGA), für die das Marktforschungsinstitut YouGov knapp 2.600 Berufstätige in Großbritannien und den USA befragt hat.

Weniger als die Hälfte der Teilnehmer (41 Prozent) bezeichnet die eigene Arbeitstechnologie als effektiv. Nur ein Drittel (33 Prozent) empfinden sie als hilfreich. Als frustrierend empfinden 24 Prozent der Befragten ihre Tools, als langsam 23 Prozent und als veraltet 18 Prozent.

Mitarbeiter sind frustriert und fühlen sich erschöpft

Das schlägt sich auch im Arbeitsalltag emotional nieder: Fast die Hälfte der Befragten (42 Prozent) fühlen sich von ihrer IT frustriert, 21 Prozent erschöpft, 18 Prozent demotiviert – und 12 Prozent geben an, Aufgaben deswegen ganz aufzugeben.

Besonders auffällig: 31 Prozent der Befragten nutzen oder nutzten nachweislich veraltete Technologie. Da 69 Prozent hier keine klare Einschätzung abgeben konnten, dürfte die tatsächliche Verbreitung von Legacy-Systemen deutlich höher liegen. Nicht webbasierte Desktop-Anwendungen sind noch in 18 Prozent der Unternehmen im Einsatz, Mainframe-„Green Screen“-Systeme in 10 Prozent. Diese Infrastruktur zwingt Beschäftigte zu umständlichen Workarounds, erhöht den Einarbeitungsaufwand und begrenzt die Integrationsfähigkeit mit neueren Plattformen.

Die IT behindert Produktivität am Arbeitsplatz

Hinzu kommt: Nur 49 Prozent der Befragten glauben, dass ihr Arbeitgeber moderne Technologie bereitstellt. 26 Prozent geben an, dass ihre Tools die Produktivität oft oder immer behindern. Das ist kein Randproblem, denn über ein Viertel der Belegschaft arbeitet also strukturell gegen die eigene IT.

Interessant ist, wo der Schmerz sitzt: Fast drei Viertel (70 Prozent) der Befragten gewöhnen sich innerhalb eines Monats an ihren Tech-Stack. Das Onboarding ist also nicht die Schwachstelle. Dennoch glaubt nur gut die Hälfte (53 Prozent), dass ihre Tools gute Arbeit überhaupt ermöglichen. Das deutet darauf hin, dass die Systeme im Tagesbetrieb versagen: Also nach der Einarbeitung, nicht während ihr.

Was sich Beschäftigte wünschen, ist konkret: mehr Geschwindigkeit (46 Prozent), stärkere Automatisierung repetitiver Aufgaben (28 Prozent) und weniger Fehleranfälligkeit (23 Prozent).

Mitarbeiter erwägen einen Jobwechsel

Das Thema hat eine personalpolitische Dimension, die Unternehmen aufhorchen lassen sollte: 36 Prozent der Befragten würden einen Jobwechsel in Betracht ziehen, wenn ihre Technologiebedürfnisse nicht erfüllt werden. Damit wird Legacy-Infrastruktur vom IT-Problem zum Retentionsproblem, also zur Schwierigkeit, Mitarbeiter langfristig an ein Unternehmen oder eine Organisation zu binden.

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