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Grundlagen moderner Netzwerktechnologien im Überblick – Teil 34

Fluss- und Überlastkontrolle in Wide Area Networks (WANs) am Beispiel HDLC

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High Level Data Link Control im Detail

HDLC ist eine codeunabhängige, bitorientierte synchrone Datenübertragungsprozedur. Dies bedeutet, dass es kaum einschränkende Festlegungen über die Verwendung von Zeichen in dem Teil des Paketes gibt, der für die Nutzinformationen reserviert ist.

Die Übertragung von Datenpaketen wird durch Nummerierung und Prüfsummentests wie oben beschrieben gesichert. In HDLC muss nicht jedes Paket einzeln quittiert werden, bevor das nächste geschickt werden darf, sondern man kann „Gruppenquittungen“ ausstellen.

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Die Pakete einer Gruppe müssen dabei aber nummeriert werden, um feststellen zu können, ob auch alle Pakete einer Gruppe vollständig angekommen sind, oder noch welche fehlen.

Um entsprechende Leitungen gut auszunutzen, erlaubt HDLC einen Vollduplex-Betrieb. Das bedeutet, dass gleichzeitig in beiden Richtungen Pakete unterwegs sein dürfen. Die Pakete einer Richtung werden durch entsprechende Kontrollfelder sogar dazu genutzt, Empfangsbestätigungen für Pakete der jeweils anderen Richtung zu transportieren.

Quittierungsmechanismus Flusskontrolle

Der Quittierungsmechanismus sorgt für die Flusskontrolle. Es gibt eine bestimmte Anzahl von Paketen, die ein Sender verschicken darf, ohne eine Bestätigung vom Empfänger erhalten zu haben. Ist diese Anzahl aufgebraucht, darf er erst dann wieder Pakete senden, wenn die letzte Gruppe bestätigt wurde. Es steht einem Empfänger allerdings frei, eine Bestätigung so frühzeitig zu schicken, dass ein kontinuierlicher Betrieb gewährleistet ist.

Es gibt drei Typen von Paketen: so genannte I-Frames für die Übertragung von Nutzinformationen, Unnumbered Frames für Funktionen bei Verbindungsauf- und -abbau sowie Supervisory Frames für Fehler- und Flusskontrolle.

Alle Frames haben prinzipiell den gleichen Aufbau und werden von Flags zur Synchronisation umgeben. Bei HDLC wird nur eine Zieladresse angegeben, da der Sender eigentlich immer klar ist, bei LAN-LLC gibt es abweichend auch eine Quelladresse. Das mit 8 Bit kleine Kontrollfeld enthält alle Informationen, die das Protokoll zur Steuerung benötigt. Datenfelder mit max. 132 Byte und CRC-Feld sind weitere Nutz- und Kontrollelemente.

weiter mit: Flusskontrolle im Detail

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