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CeBIT 2011: Live-Demo eines LTE-Netzwerks Erster Business-LTE-Router für den europäischen Markt

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Netzwerkspezialist Lancom, LTE-Modemhersteller Sierra Wireless und Rohde & Schwarz, ein Anbieter von Funkmesstechnik, haben auf der CeBIT in Hannover die erste öffentliche Live-Demonstration eines Business-LTE-Routers mit integriertem Multimode-Funkmodul gezeigt.

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Im Zentrum der Live-Demonstration stand ein Vorserienmodell des LTE-Routers Lancom 1681-4G. Für den Test nutzte das Gerät ein integriertes Multimode-LTE-Modem vom Typ Sierra Wireless MC 7700 (LTE 700). Das Serienmodell des Lancom 1681-4G soll Mitte des Jahres auf den Markt kommen und alle europäischen Frequenzbänder einschließlich LTE 800, LTE 1.800 und LTE 2.600 unterstützen.

Simulation mit Mehrkanal-Mobilfunkverbindung

Als LTE-Gegenstelle fungierte der Wideband Radio Communication Tester R&S CMW500 von Rohde & Schwarz. Die Multi-Technologie-Plattform unterstützt neben LTE-FDD und TD-LTE auch die aktuell verfügbaren 3G- und 2G-Standards sowie leitungsgebundene Technologien. In der Demonstration emulierte der R&S CMW500 eine LTE-FDD-Basisstation. Um ein realistisches Netzwerkszenario zu simulieren, wurde zwischen dem Lancom 1681-4G und dem R&S CMW500 eine Mehrkanal-Mobilfunkverbindung (2 mal 2 MIMO) aufgebaut. Darüber wurden Nutzerdaten ausgetauscht, wie sie beim normalen Gebrauch einer Internetverbindung auftreten, beispielsweise FTP-Uploads und -Downloads, Videostreaming sowie das Surfen auf einer Website. Über die End-to-End-Verbindung zum R&S CMW500 ließen sich die erzielbaren LTE-Datenraten des Routers im Upstream und Downstream messen.

Fünf IPsec-VPN-Kanäle ab Werk

Der 1681-4G ist laut Lancom der erste Business-LTE-Router für den europäischen Markt, der öffentlich präsentiert wurde. Im Gegensatz zu bereits vorgestellten Consumer-Modellen bietet er ein integriertes Multimode-LTE-Modul mit Fallback-Möglichkeiten auf langsamere Mobilfunkstandards wie HSPA+ oder UMTS sowie VPN-Funktionen. Ab Werk unterstützt der Router fünf IPsec-VPN-Kanäle (optional 25) sowie AES-Verschlüsselung und digitale Zertifikate. Mit VRRP (Virtual Router Redundancy Protocol) können für höhere Ausfallsicherheit zwei Geräte virtuell zusammengefasst werden.

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