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Nachhaltigkeitsfokus der Telekommunikationsbranche Ericsson steigert Energieeffizienz von Open-RAN-Architekturen

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Mit den rApps „RAN Energy Control“ und „RAN Energy Cockpit“ von Ericsson sollen Mobilfunknetzbetreiber ihre Open-RANs intelligent automatisieren können. Die Branche habe Bedarf an Lösungen, die den Energieverbrauch reduzieren, aber gleichzeitig die Netzleistung steigern.

Ericsson (hier die Firmenzentrale im Stockholmer Stadtteil Kista) stellt Automatisierungsanwendungen für energieeffizientere Open-RANs zur Verfügung.(Bild:  Michael Perlmutter / Ericsson)
Ericsson (hier die Firmenzentrale im Stockholmer Stadtteil Kista) stellt Automatisierungsanwendungen für energieeffizientere Open-RANs zur Verfügung.
(Bild: Michael Perlmutter / Ericsson)

Mit der Einführung von 5G und einer zunehmenden Vielfalt von Netzdiensten mit datenintensiven Anwendungen wird der Netzbetrieb immer komplexer. Die Funkzugangsnetze müssen mit den verschiedenen Anwendungsfällen und Geräten zurechtkommen und gleichzeitig in jeder Situation das beste Nutzererlebnis bieten. Um diese Komplexität zu bewältigen, müssen Mobilfunkanbieter die begrenzten Ressourcen effizient nutzen. Die rApps, so Ericsson, haben sich als eine Lösung etabliert, da sie die hierfür notwendigen Tools und Anwendungen bereitstellen können. Eine rApp ist eine Anwendung, die auf dem intelligenten Nicht-Echtzeit-RAN-Controller (Non-RT-RIC) ausgeführt wird. Sie führt verschiedene RAN-Automatisierungs- und Management-Anwendungsfälle aus und nutzt Regelkreise mit einer Zeitskala von einer Sekunde und länger.

Die rApp „RAN Energy Control“ biete autonome Funktionen, die Technologien der künstlichen Intelligenz (KI) und des maschinellen Lernens (ML) einsetzen. Ericsson zufolge legen diese Funktionen regelbasiert fest, welche Energiesparfunktionen pro Antenneneinheit alle 15 Minuten im gesamten Netz aktiviert oder deaktiviert werden sollten. Dabei würden auch die Auswirkungen auf den Datenverkehr mithilfe von ML analysiert und berücksichtigt, um sicherzustellen, dass die Netzwerkleistung konstant bleibt. Dadurch werde der tägliche Energieverbrauch des Funknetzes um bis zu 25 Prozent gesenkt, ohne die Netzleistung zu beeinträchtigen.

Die rApp „RAN Energy Cockpit“ habe die Aufgabe, die Energieaufnahme jeder einzelnen Antenneneinheit und des gesamten Netzes zu überwachen. Dabei werde der Fokus auf einen verbesserten Energieverbrauch und die Netzeffizienz gelegt – mittels Visualisierung der Energieeffizienz des gesamten Netzes, heruntergebrochen auf die einzelnen Standorte. Sie könne automatisch Ursachen für Ineffizienzen identifizieren und isolieren und dann Lösungen empfehlen.

Ericsson stellt die rApps zunächst in seiner Intelligent Automation Platform bereit. Beide Anwendungen seien darüber hinaus plattformunabhängig und ausgestattet mit Funktionen für offene RAN-Architekturen, die die R1-Schnittstelle der O-RAN Alliance nutzen. Dies gebe Mobilfunkanbietern die Flexibilität, das eigene Netz nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten und gleichzeitig durch intelligente Automatisierung energiesparender zu betreiben.

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