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Windows Server 2016/2019/2022 planen – Was ist mit Windows Server 2025? Ende des Mainstream-Supports für Server 2019

Von Thomas Joos 4 min Lesedauer

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Windows Server 2019 wird ab 10. Januar 2024 zwar weiterhin Sicherheitsupdates erhalten, aber keine neuen Funktionen oder Anpassungen an neue Produkte mehr. Dies ist vor allem im Zusammenhang mit der Migration von Windows Server 2016 interessant.

Damit weder Admins noch Anwender in den Tisch beißen oder den Kopf hängen lassen müssen, sollten Server-Upgrades sinnvoll geplant werden.(Bild:  © alphaspirit - stock.adobe.com)
Damit weder Admins noch Anwender in den Tisch beißen oder den Kopf hängen lassen müssen, sollten Server-Upgrades sinnvoll geplant werden.
(Bild: © alphaspirit - stock.adobe.com)

Wenn Windows Server 2019 am 09. Januar 2024 aus dem Mainstream Support fällt, hat das zunächst keine gravierenden Auswirkungen. Schließlich erhält das Betriebssystem über den Extended Support noch bis zum 09. Januar 2029 Sicherheitsupdates. Was die Serverversion allerdings nicht mehr erhält, sind neue Funktionen und Anpassungen an andere Produkte. Das kann durchaus problematisch und am Ende teuer werden.

Windows Server 2019 erschien übrigens am 13. November 2018. Damit hat die Serverversion immerhin schon 5 Jahre ihres Lebenszyklus hinter sich. Wir haben das Thema bereits im Artikel "Support-Ende von Server 2012 und Server 2016/2019" behandelt.

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Migration von Server 2012/2012 R2 und Server 2016 auf Server 2019 besser nicht durchführen

Microsoft empfiehlt für den Betrieb von Produktivservern, dass sich das eingesetzte Betriebssystem möglichst im Mainstream-Support befindet. Ist dies nicht der Fall, wird die Version bei neuen Produkten oder Updates bestehender Produkte nicht mehr berücksichtigt. Planen Unternehmen also die Nutzung von Azure-Diensten oder wollen neue Serverprodukte wie SharePoint oder Exchange lokal installieren, kann es durchaus passieren, dass diese auf der veralteten Version nicht mehr offiziell unterstützt werden. Eine Installation kann zwar noch möglich sein, aber bei Problemen gibt es dann keinen Support mehr von Microsoft.

Auch bei der Aktualisierung von Software-Agenten, neuen Office-Versionen, Backup-Tools und anderen Diensten, werden veraltete Versionen nicht mehr zwingend berücksichtigt. Es ist also zwar nicht unbedingt notwendig, bestehende Server mit Windows Server 2019 umgehend auf Windows Server 2022 zu aktualisieren, aber es ist auch nicht sinnvoll, Windows Server 2012/2012 R2 oder Windows Server 2016 jetzt noch auf Windows Server 2019 zu aktualisieren. Der direkte Weg zu Windows Server 2022 ist oft die bessere Variante.

Für Windows Server 2012/2012 R2 endete der Extended Support am 10. Oktober 2023. Spätestens jetzt sollte ein Update also bereits erfolgt sein, da seit einigen Tagen Oktober keine Sicherheitsupdates mehr für das Produkt erscheinen. Ausnahme ist der Abschluss eines (teuren) Vertrages für Extended Security Updates (ESU).

Für Windows Server 2016 endete der Mainstream Support wiederum am 11. Januar 2022. Der Extended Support für Windows Server 2016 endet am 12. Januar 2027. Spätestens dann ist ein Update sinnvoll, besser aber vorher.

Windows Server 2022 ist besser als Windows Server 2019

Wer von älteren Serverversionen updaten möchte, sollte daher besser gleich auf Windows Server 2022 umsteigen. Diese Serverversion ist zunächst bis zum 13. Oktober 2026 im Mainstream-Support, also bis kurz vor dem Ende des Extended Supports für Windows Server 2016 am 12. Januar 2027 und nach dem Erscheinen von Windows Server vNext/2025. Das bedeutet, dass Windows Server 2022 auch weiterhin Unterstützung für neue Serverprodukte, Tools und Dienste von Microsoft erhält.

Darüber hinaus bietet Windows Server 2022 gegenüber Windows Server 2019 zahlreiche Neuerungen, insbesondere im Bereich der Sicherheit. Auch diese Themen haben wir bereits ausführlich behandelt, zum Beispiel im Artikel "Einstieg in Windows Server 2022". Es lohnt sich also, die aktuelle Version einzusetzen, nicht nur wegen der neuen Funktionen, der höheren Sicherheit und des aktiven Supports, sondern auch wegen der Investitionssicherheit.

Für KMU kann in diesem Fall auch der Einsatz von Windows Server 2022 Essentials sinnvoll sein. Dabei handelt es sich nicht um eine eigene Serverversion, sondern um eine spezielle Lizenz von Windows Server 2022 Standard. Dieses Thema haben wir im Artikel "KMU-Edition mit vollem Funktionsumfang - Windows Server 2022 Essentials" behandelt https://www.ip-insider.de/windows-server-2022-essentials-a-1091101.

Wenn Windows Server 2019 eingesetzt werden soll, dann besser mit Windows Server 2022 Lizenzen

Soll aus verschiedenen Gründen dennoch Windows Server 2019 zum Einsatz kommen, sollten Unternehmen darauf achten, besser Windows Server 2022-Lizenzen zu erwerben und das Downgrade-Recht auf Windows Server 2019 zu nutzen. Damit können die Server in Zukunft bei Bedarf legal und ohne weitere Kosten auf Windows Server 2022 aktualisiert werden. In vielen Fällen ist dies mit einem In-Place Upgrade möglich. Beim Einsatz von Windows Server 2019 auf VMs ist dies sogar der empfohlene Weg.

Wie In-Place-Upgrades funktionieren haben wir im Beitrag "So geht das In-Place Upgrade auf Server 2022" behandelt. Damit lässt sich übrigens auch Windows Server 2016 direkt zu Windows Server 2022 aktualisieren. Auch hier ist das vor allem dann sinnvoll, wenn die Server als VM im Einsatz sind.

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Wer auf Exchange Server setzt, sollte Windows Server 2019 meiden

Die aktuelle Version 2019 von Exchange kann auch auf Windows Server 2022 installiert werden. Wenn aber 2025 der Nachfolger erscheint, ist damit zu rechnen, dass sich diese neue Version nicht mehr auf Windows Server 2019 installieren lässt, aber problemlos auf Windows Server 2022. Hier endet der Mainstream-Support erst am 13.10.2026, sodass sich das Produkt bei Erscheinen von Exchange noch im Mainstream-Support befindet. Dies gilt natürlich auch für andere Serverprodukte wie Microsoft SQL-Server oder SharePoint.

Wann kommt der Nachfolger von Windows Server 2022?

Grundsätzlich basieren Windows Server 2019 und Windows Server 2022 auf dem gleichen Kernel wie Windows 10. Erst der Nachfolger von Windows Server 2022 mit dem Entwicklungsnamen Windows Server vNext wird den gleichen Kernel wie Windows 11 verwenden. Daher sollten die meisten Anwendungen, die mit Windows Server 2019 kompatibel sind, auch mit Windows Server 2022 funktionieren.

Windows Server vNext kann übrigens bereits getestet werden. Im Artikel "Windows Server vNext zum Ausprobieren" haben wir uns bereits mit der neuen Version befasst. Der Nachfolger von Windows Server 2022 wird voraussichtlich 2025 zusammen mit der neuen Exchange-Version erscheinen.

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