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Breitbanddatentransfer für künstliche Intelligenz Echtzeitfeldversuch: 800G auf dem transatlantischen Amitié-Kabel

Von Bernhard Lück 1 min Lesedauer

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Cisco ist es eigenen Angaben zufolge in einem mit Microsoft durchgeführten Echtzeitfeldversuch gelungen, 800 GBit/s über das transatlantische Kommunikationskabel Amitié zu übertragen. Dieses verläuft 6.234 Kilometer von Boston (Massachusetts, USA) nach Bordeaux (Frankreich).

Zuverlässige und schnelle Netzwerkverbindungen sind im KI-Zeitalter wichtiger denn je.(Bild:  © – Sashkin – stock.adobe.com)
Zuverlässige und schnelle Netzwerkverbindungen sind im KI-Zeitalter wichtiger denn je.
(Bild: © – Sashkin – stock.adobe.com)

Cloud-Services, Videokonferenzen und KI-Dienste erfordern immer größere Leistungen bei der Datenübertragung. Das erhöht auch den Bedarf an Unterseenetzwerkkapazitäten. Entsprechend sind neue Übertragungssysteme nötig, die eine höhere Leistung bieten. In Zusammenarbeit mit Microsoft hat Cisco darum einen Test durchgeführt, um die Datenübertragung und den Durchsatz per Unterseekabel zu verbessern.

Der Echtzeitfeldversuch habe bisherige DWDM-Tests (Dense Wavelength Division Multiplexing) mit 800G übertroffen, so Cisco. Bei dem Feldversuch sei ein sehr effizienter Kanalabstand von nur 150 GHz genutzt worden. Dies entspreche einer Spektraleffizienz von 5,33 Bit/s pro Hz und einer maximalen Spektraleffizienz von 5,6 Bit/s pro Hz. Darüber hinaus habe man auch 600G über 12.469 Kilometer in einer transatlantischen Loopback-Konfiguration übertragen sowie ein 140-GBaud-Single-Carrier-Signal live demonstrieren können – dies sei die längste jemals gemeldete Strecke für eine Single-Carrier-600G-DWDM-Übertragung.

Beim Test habe Cisco 800G über Nacht unter voller WDM-Belastung in beiden Richtungen fehlerfrei betreiben können. Auch 600G-Loopback sei für mehrere Stunden durchgeführt worden, ebenfalls fehlerfrei. „Fehlerfreiheit“ sei die Kernmetrik für den erfolgreichen Test gewesen.

Beim Amitié-Seekabel komme die SDM-Technologie (Space Division Multiplexing) mit 16 Faserpaaren zum Einsatz – mehr als bei herkömmlichen Unterseekabeln. Dabei werde die Repeater-Leistung auf die Faserpaare verteilt, um die optimale Kabelkapazität zu erreichen. Das transatlantische Unterseekabel zwischen USA, Großbritannien und Frankreich sei nun Teil des globalen Netzwerks von Microsoft.

Den Versuch habe man mit der Cisco-NCS-1014-Plattform durchgeführt, auf Basis des Coherent Interconnect Module 8 (CIM 8) der Cisco-Tochter Acacia. Dieses nutze wiederum den digitalen Signalprozessor Jannu und fortschrittliche Silizium-Photonik. Beide Produkte seien bereits verfügbar und würden in zahlreichen Netzwerken eingesetzt.

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