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Von IPv4 zu IPv6 – Status quo eines dringend erforderlichen Wechsels

Die Migration auf das neue Internetprotokoll IPv6 erfordert eine Punktlandung

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Kleine Nischenplayer treiben neue Lösungen voran

„Die Migration kostet zunächst aber einmal nur Geld und bringt keine unmittelbar nachweisbaren Effekte“, gibt Yves Poppe, IT-Spezialist bei der indischen Tata Communications zu bedenken. Deshalb sieht der Experte IPv6 „nur als eine Art Fußnote in der Geschichte des Internetverkehrs“ an, die noch keinen Business-Case zu definieren in der Lage sei.

Auch das angebliche Ende der IPv4-Adresslandschaft stelle noch keinen Grund für Unternehmen dar, vorschnell zu reagieren, so Poppe weiter: „Reich wird das Unternehmen durch Applikationen und nicht durch die Infrastruktur um IPv6.“ Für die Anwender geht es deshalb zunächst einmal darum, die für sie spannenden und sinnvollen Anwendungen überhaupt zu identifizieren und deren Mehrwert konkret ins Auge zu fassen bzw. mit konkreten betriebswirtschaftlichen Argumenten auszustatten.

Wie das komplexe Thema sich dennoch bewältigen lässt, demonstrieren oftmals statt der großen und behäbigen Flaggschiffe in der IT-Industrie vielmehr innovative kleine Unternehmen, wie der regionale Internet-Service-Provider IKS in Jena. Dort treiben vor allem die Kundenbedürfnisse die technische Weiterentwicklung voran, bestätigt Geschäftsführer Lutz Donnerhacke.

Die Spezialisten mussten bei IKS bereits vor zwei Jahren auf die zunehmende Adressenknappheit bei IPv4 reagieren und migrierten kurzerhand das ganze Netz komplett auf den neuen Standard IPv6. Aus Kundensicht erfordern unterschiedliche Nutzungsmodelle sowie komplexe Webentwicklungen und damit verbundene Zugriffsbeschränkungen, etwa beim Laptop Roaming, nämlich vor allem stabile und sichere Verbindungen.

weiter mit: Die Flaggschiffe als Nachhut

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