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Künftige Versionen von SQL-Server, Windows Server, System Center und Office Server

Die aktuelle Server Roadmap von Microsoft

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Windows Server 8 (bzw. Windows Server 2012)

Microsoft hat auf einer Konferenz im September die „Developer preview“ für die nächste Generation des Windows Server vorgestellt. Ziel ist es, eine „cloud-optimierte“ Server-Plattform anzubieten. Eine zentrale und in der Wettbewerbssituation mit VMware & Co. wichtige Position nimmt in der neuen Produktgeneration Hyper-V ein. Die Windows-Server-8-Hyper-V-Technologie soll eine dynamische IT-Umgebung unterstützen (=ermöglichen), welche sich schnell an wechselnde geschäftliche Anforderungen und Szenarien anpassen lässt. Hyper-V stellt die Tools zur Verfügung und unterstützt Prozesse mit dem Ziel, die Automatisierung zu erhöhen und dabei gleichzeitig die Gesamtkosten der Infrastruktur zu reduzieren. Durch die angestrebte vollumfassende Entkopplung der physischen Infrastruktur von den logischen Workloads soll ein weiterer Schritt in Richtung Cloud getan werden. Durch ein flexibles Pooling von Rechenleistung, Netzwerk und Speicher soll größere Elastizität einhergehen. Bei diesen Zielen ist es kein Wunder, dass Windows Server 8 als eine dynamische, mandantenfähige Infrastruktur positioniert wird, deren Fähigkeiten über die eigentliche Virtualisierungstechnologie hinaus gehen soll. Windows Server 8 soll und wird im Microsoft-Universum das zentrale Produkt – respektive die zentrale Plattform - zum Aufbau einer Private Cloud Infrastruktur werden.

Die Stärke des Microsoft-Private-Cloud-Ansatzes im Allgemeinen und der Virtualisierungsstrategie im Besonderen liegt gegenwärtig noch in der Kombination von Windows Server 2008, dem Active Directory und dem Systemcenter. Hierdurch lassen sich für den Anwender in gewohnten Umgebungen Mehrwerte erzielen. Mit Windows Server 2012 legt Microsoft noch „eine Schippe“ drauf und wird besonders durch die Live-Migration-Funktionalitäten auf Basis der Virtualisierungstechnik Hyper-V auf VMware-Kunden abzielen. Dieser Ansatz soll den Umzug virtueller Maschinen im Ganzen oder partiell quer durch Rechenzentrum oder über Kontinente hinweg ermöglichen.

Nach Einschätzung der Experton Group wird eine Beta-Version im ersten Quartal 2012 folgen. Der Status des „Release Candidate“ wird für März 2012 – respektive im zweiten Quartal 2012 – erwartet. Dieser Ausbaustufe folgt regelmäßig eine RTM-Version (Release to Manufacturing), bevor sich dann die „General Availability“ (GA / allgemeine Verfügbarkeit) anschließt. Aktuell gehen wir davon aus, dass die nächste Windows-Server-Generation gemeinsam mit der neuen Client-Generation von Windows (für x86-Rechner) im dritten Quartal 2012 eingeführt wird.

Je nach eingesetztem Release-Stand im Unternehmen und der eigenen IT-Roadmap gilt es, einen Migrationsweg zu definieren. Hierzu gilt es auch, den Nutzen der neuesten Server-Generation für das eigene Unternehmen zu validieren. Für Unternehmen die im Bereich Windows Server noch auf der Version 2003 stehen und eine Umstellung auf 2012 planen, gilt zu validieren, ob ein Zwischenschritt über 2008 R2 wertvoll ist.

weiter mit: Die Wahl der richtigen Edition am Beispiel des Windows Server 2008 R2

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