Eine Studie von Reichelt Elektronik offenbart, dass zuverlässige Verbindungsstandards zwar die Basis darstellen, aber schnellere Protokolle wie 5G an Zuspruch gewinnen. Hier die Ergebnisse.
Reichelt Elektronik hat sich bei einem halben Tausend deutscher Unternehmen umgehört, wie sie es mit der Datenübertragung handhaben. Lesen Sie hier, was sich bei der Umfrage für ein Bild ergeben und welche Wünsche die Industrie hat.
(Bild: G. Nallschirmer)
Automatisierte Produktionsstraßen, fahrerlose Transportsysteme und Mensch-Maschine- oder Maschine-Maschine-Kommunikation beruhen auf einer reibungslosen Datenübertragung, die idealerweise in Echtzeit ablaufen soll, wie Reichelt Elektronik sagt. Sind deutsche Unternehmen in Bezug auf Verbindungsstandards aber gut genug ausgestattet, um diese Herausforderungen zu meistern? Wo liegt mögliches Verbesserungspotenzial? Diesen Fragen ging das Unternehmen in einer aktuellen Umfrage auf den Grund, indem es bei 500 deutschen Unternehmen nachgefragt hat.
Das nutzen deutsche Firmen in puncto Konnektivität und Sicherheit
Durch verschiedene Verbindungsstandards wird die Integration von Maschinen, Sensoren, Aktoren und Steuerungen optimiert, was zur Effizienzsteigerung, Optimierung von industriellen Prozessen und schnellerer Fehlerdiagnose beiträgt. Konnektivität spielt deshalb eine entscheidende Rolle. Vor diesem Hintergrund überrasche es kaum, dass deutsche Unternehmen eine hohe Zuverlässigkeit (52 Prozent) und eine hohe Sicherheit (49 Prozent) als besonders wichtig ansehen. Spezielle Fähigkeiten, wie die Übertragung von besonders großen Datenpaketen (15 Prozent) oder eine besonders weite Netzabdeckung (21 Prozent), sind dagegen weniger gefragt, wie die Befragung ergab.
Deshalb setzen hiesige Unternehmen vor allem auf weit verbreitete, drahtlose Netzwerke wie Wi-Fi (63 Prozent) und Bluetooth (48 Prozent). Doch auch der noch relativ neue Mobilfunkstandard 5G ist bereits bei knapp der Hälfte (49 Prozent) im Einsatz. 5G hat damit seinen Vorgänger 4G (nur noch 37 Prozent Nutzung) abgehängt.
Um aber alle technischen Spezifikationen abdecken zu können, greifen die Unternehmen auf Hardware zurück, die sie dabei unterstützt, ihre Verbindungsstandards optimal auszunutzen, wie es weiter heißt. Anforderungen an die Hardware, die den Unternehmen dabei besonders wichtig sind, betreffen die Staub- (50 Prozent) und Wasserdichte (43 Prozent) sowie eine gute Hitzebeständigkeit (35 Prozent).
Am häufigsten kommt in den Unternehmen der WLAN-Router zum Einsatz (64 Prozent). An zweiter Stelle steht der Server (46 Prozent). Auf Platz drei findet sich das LAN-Kabel (42 Prozent der Befragten). Für mehr Sicherheit setzen 36 Prozent Firewalls ein, die unerlaubte Zugriffe auf das eigene Netzwerk verhindern sollen.
Die Umfrageergebnisse von Reichelt Elektronik zur Datenübertragung bei deutschen Unternehmen im Überblick.
(Bild: Allison+Partners / Reichelt Elektronik)
Unternehmen trennen sich kaum von alter Hardware
Außer Cyberattacken gibt es bei den verschiedenen Schnittstellen für die Verbindung zwischen den Geräten und Komponenten weitere Herausforderungen, mit denen die Unternehmen sich auseinandersetzen müssen. So geben 81 Prozent der Befragten an, Probleme bei der Datenübertragung zu haben. Zum Beispiel dann, wenn der Datentransfer noch zu langsam ist (25 Prozent). Das Problem trete auch dann auf, wenn das System generell mit der Datenmenge überfordert sei (23 Prozent). Auch wenn die Verbindung zwischen den verschiedenen Geräten nicht aufrechterhalten werden kann (20 Prozent) oder die Verbindung immer wieder abbricht (18 Prozent), strapaziert das die Nerven.
Dennoch planen 51 Prozent innerhalb der nächsten zwei Jahre keine neuen Investitionen in moderne Hardware. Der Grund dafür ist demnach vor allem, dass neue Hardware und der dafür notwendige Ausbau, wie etwa das Verlegen von neuen Leitungen, für viele schlichtweg zu teuer sind (67 Prozent). Wenn neue Technik aber angeschafft werden kann, achten Unternehmen vor allem auf eine bessere Kompatibilität zwischen unterschiedlichen Geräten (47 Prozent) und auf eine schnellere Datenübertragung (41 Prozent).
Mit dem Mobilfunkstandard 5G braucht es neue Hardware
Bei einer Investition sehen 45 Prozent der Befragten im Mobilfunkstandard 5G die Zukunft und würden hier auch investieren, wie die Befragung ergab. Sie erhoffen sich dadurch eine Leistungssteigerung der Datenübertragung – ein Trend, den 43 Prozent in den kommenden fünf Jahren erwarten. Außer der besseren Datenübertragung wird laut der Umfrage auch das Thema Sicherheit noch mehr in den Fokus rücken (45 Prozent). Deshalb würden 31 Prozent in den Ausbau von Cybersecurity investieren. Und in Bezug auf die Hardwareausstattung sehen 32 Prozent eine bessere Interoperabilität zwischen den einzelnen Komponenten auf sich zukommen.
„Das Thema Konnektivität darf nicht unterschätzt werden“, kommentiert Thomas Kruse, Produktmanager Netzwerktechnik bei Reichelt Elektronik. Die Unternehmen sind heute zwar gut aufgestellt und schätzen zuverlässige Datenübertragungen, doch das ist erst der Anfang, führt der Experte weiter aus. In den nächsten Jahren würden in diesem Bereich große Veränderungen kommen, angeführt von der flächendeckenden Nutzung von 5G. Diese Datenübertragungsprotokolle eröffneten den Unternehmen dann viele neue Perspektiven, aber forderten sie gleichzeitig auch dazu auf, die eigene Infrastruktur samt Hardware noch einmal zu überdenken.
Stand: 08.12.2025
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