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Grundlagen moderner Netzwerktechnologien im Überblick – Teil 45

Das Synchronous Optical Network (SONET) im Detail – eine Einführung

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SONET im Überblick

SONET definiert so genannte Optical Carrier Level (OC) und elektrisch äquivalente synchrone Transportsignale (STS) für die glasfaserbasierte Übertragungshierarchie.

Natürlich gab es auch schon vor SONET Fiberoptic-Übertragungssysteme im öffentlichen Telefonnetz. Diese nutzten allerdings proprietäre Architekturen, Geräte, Line Codes, Multiplexformate und Wartungsprozeduren. Die Benutzer dieser Einrichtungen, regionale Telefongesellschaften und Interexchange Carrier in den USA, Canada, Korea, Taiwan und Hong Kong verlangten jedoch nach Standards, die es ihnen erlaubten, Geräte unterschiedlicher Hersteller zu mischen. Die Standardisierung wurde 1984 begonnen.

Um die Konzepte und Details von SONET richtig zu verstehen, ist es wichtig, die Begriffe synchron, asynchron und plesiochron auseinanderzuhalten. In einer Menge synchroner Signale geschehen die digitalen Transitionen innerhalb der Signale exakt mit der gleichen Taktrate. Es darf aber eine Phasendifferenz zwischen den Transitionen der zwei Signale geben, solange diese innerhalb spezifizierter Grenzen liegt.

Diese Phasendifferenzen können sich Verzögerungen in der Ausbreitung des Signals oder Jitter zeigen, der im Übertragungsnetz entsteht. In einem synchronen Netz können alle Uhren (Takte) auf eine zentrale Referenzuhr (Takt) PRC zurückgeführt werden. Die Genauigkeit der PRC wird von einer Cäsium-Atomuhr abgeleitet.

Bei zwei plesiochronen Signalen geschehen die Transitionen meist mit der gleichen Rate, wobei jede Abweichung in Grenzen liegen muss. Das tritt z.B. dann auf, wenn zwei Netze zusammenarbeiten müssen, die auf verschiedenen Referenzuhren basieren. Obwohl diese Uhren extrem genau sind, gibt es Unterschiede zwischen ihnen. Dies ist als plesiochrone Differenz bekannt. Man kann sich das auch anders merken: im Altgriechischen heißt plesiochron „vieluhrig“.

Bei asynchronen Signalen müssen die Transitionen der Signale nicht notwendigerweise in den gleichen Nominalraten geschehen. Asynchron bedeutet in diesem Fall, dass die Differenz zwischen zwei Uhren wesentlich größer ist als im plesiochronen Fall. Das ist .B. der Fall, wenn zwei Uhren von verschiedenen freilaufenden Quartsoszillatoren abgeleitet werden.

weiter mit: Sonet – eine Technologie-Definition

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