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Grundlagen moderner Netzwerktechnologien im Überblick – Teil 44

Das Schichtenmodell für DWDM-basierte Wide Area Networks (WAN)

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Die Funktionalitäten der einzelnen Sublayer

Wir gehen jetzt die Funktionalitäten der einzelnen Sublayer durch. Der Fiber Section Sublayer (Glasfaser-Abschnitt-Teilschicht) beschreibt ein Stück Glasfaser in seinen Spezifikationen und, falls anwendbar, die Spezifikation eines optischen Verstärkers, Optical Amplifier, OA.

Die Ausdehnung eines Glasfaser-Abschnittes beträgt einige wenige Meter bis mehrere Hundert Kilometer, abhängig vom Fasertyp und der Übertragungstechnologie. Der optische Verstärker ist in den meisten Fällen ein so genannter Inline-Verstärker, der das optische Signal verstärkt ohne dass es in ein elektrisches Signal und zurück verwandelt werden muss. Solche Inline-Verstärker sind z.B. Erbium-dotierten Verstärker. Die Transporteinheit im Glasfaser-Abschnitt sind die gesamten Wellenlängenbänder. Verstärker in diesem Zusammenhang sind i.d.R. Breitbandverstärker.

Der Fiber Link Layer

Der Fiber Link ist die Verbindung zwischen zwei optischen Netzknoten ONN. Der Fiber Link Sublayer (Glasfaser-Verbindungs-Teilschicht) beschreibt hintereinandergeschaltete Glasfaser-Abschnite mit Zwischenverstärkern. Bei einem WAN kann die Länge der so entstandenen Fiber Links mehrere Tausend Kilometer betragen, während bei einem LAN normalerweise Link und Section zusammenfallen, weil hier auf wenigen Hundert Metern ganz ohne Zwischenverstärker gearbeitet wird. Die Transporteinheit sind auch in dieser Teilschicht die gesamten Wellenlängenbänder.

Optische Netzknoten (ONN)

Optische Netzknoten ONNs routen und switchen Wellenlängen-Kanäle. ONNs bündeln die aus anderen Netzen, Endgeräten und Zubringerkoten kommenden Signale zu DWDM-Signalströmen und packen sie wieder aus.

Im Gegensatz zu den Abbildungen kann es in der Realität mehrere ONNs in Reihe geben, bevor zu einem NAS verzweigt wird. Der Optical/Waveband Path Sublayer (Optische Wellenlängen Teilschicht) beinhaltet eine innere und eine äußere Sichtweise. Die innere Sichtweise ist die der Netzwerk Verbindung, Network Link. Die Transporteinheit in diesem Link sind DWDM-Ströme.

Die äußere Sichtweise ist die der Zugriffsverbindung, Access Link. Die Zubringerknoten erzeugen optische Signale, aber wie bereits weiter oben ausgeführt ggf. mit einer anderen Kanalaufteilung und einer anderen Kanaldichte als im inneren DWDM-System, z.B. mit einem CWDM-System. Die ONNs sind in der Lage, dies ineinander umzusetzen und letztlich den gewünschten optischen Wellenlängenweg zwischen den Access Links zu realisieren.

weiter mit: Das optische Kernnetz

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