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Das Intranet ist Groupware 2.0
Teamarbeit ist wichtig, bei bestimmten Dingen ist allerdings das ganze Unternehmen das Team. Die Größe eines Teams spielt für ein Intranet keine Rolle, ganz im Gegensatz zu Groupware, die hier deutliche Grenzen hat. Alle können (potentiell) die gleiche Information benutzen. Nicht alle werden dies aber auf den gleichen Wegen tun. Vielmehr sind es gerade die unterschiedlichen Wege, die zu neuen Schlüssen führen.
Der Mitarbeiter muss im Idealfall seine Arbeit nicht unterbrechen, um zu lernen, sondern das Lernen ist Bestandteil des Umgangs mit dem System (in Analogie zum Autofahren). Zum ersten Mal können wir damit einer größeren Anzahl von Benutzern Systeme anbieten, in denen sie bei längerer Benutzung Erfahrung im engeren Sinne erlangen können.
Wir haben bislang die Änderungen in der Philosophie hinsichtlich des Umgangs mit Information besprochen. Hier wollen wir nun stärker konkretisieren, was ein Intranet ist:
Ein Intranet ist ein logisches Kommunikationsmedium
- für jede Plattform – PC, Unix, Mac, Mainframe
- einfach und billig in der Implementierung
- verwendet Standardkomponenten
- verwendet billige Server Software
- arbeitet sofort auf existierenden Netzen
Ein Intranet kann mit anderen Netzen in Unternehmen, Universitäten, Regierungseinrichtungen und anderen Organisationen auf der ganzen Welt über das Internet kombiniert werden und alle benutzen den TCP/IP Protokollstack
Ein Intranet verbessert den Zugang zu Information
- es kann Kommunikationsbarrieren durchbrechen
- es kann Mitarbeiter auf allen Ebenen unterstützen
- es kann Information an eine große „Hörerschaft“ verteilen
- es kann informationsgestützte Entscheidungen unterstützen
- es kann die Produktivität verbessern
- es kann die Kosten erheblich senken
Ein Intranet bietet vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten mit allen anderen bekannten Diensten wie E Mail, Remote Login auf anderen Rechnern, File Transfer, Netzwerk News, Chat, IP Telefonie, Suchhilfen, WWW usw.
Eine weitere Frage, die sich schnell stellt, ist das Verhältnis zwischen einem Intranet und Groupware. Man kann es basierend auf heute lieferbarer Technologie grob folgendermaßen zusammenfassen:
Groupware eignet sich gut für
- Anwendungen mit einem langen Leben, weil die Erstellung, Einführung, Pflege und Verwaltung der Anwendungen recht teuer und komplex sind. Groupware Funktionen legen die Verwendung von Workflow Modellen nahe, auf deren Basis die abgestufte Abbildung von Bearbeitungsvorgängen auf Dokumente und Rechte an diesen zu erfolgen hat. Dies benötigt eine relativ sorgfältige Planung, die ihrerseits wieder ein tiefgreifendes Wissen um die abzubildenden Vorgänge voraussetzt.
- Hohe Sicherheitsanforderungen. Die Sicherheitskonzepte m Rahmen der verteilten Dokumente sind sehr ausgeprägt und man kann die gesamte Umgebung nur starten, wenn man vorher eine Sicherheitspolitik definiert hat.
- Vielfach differenzierten Zugriff aufgrund unterschiedlicher Möglichkeiten für die Definition von Arbeitsumgebungen
- Replikation von Daten und Vorgängen in kontrollierter Weise
- Mission Critical Anwendungen
- prozessorientierte Anwendungen
- Anwendungen mit geschlossener Benutzergruppe
Für jeden einzelnen Schritt im Rahmen der Groupware sind vielfältige Überlegungen vonnöten.
Intranet Lösungen eignen sich gut für
- Anwendungen mit kurzem Leben. Quick & Dirty, mal schnell irgendwo her geladen und ausgeführt, sofern dies mit den Sicherheitsanforderungen vereinbar ist. Gerade die Java Applets werden ein heute noch unabsehbares Potential in dieser Hinsicht bilden. Ein Vorteil ist aber auch, dass nicht immer jeder alle Anwendungen horten muss, von denen er vielleicht glaubt, sie irgendwann noch einmal zu benötigen.
- Anwendungen, die weniger Sicherheitsfunktionen verlangen.
- Offener Zugriff/Zugang – eigentlich kann jeder, der einen Browser hat, auch alles benutzen, es sei denn, die Benutzung ist explizit untersagt. Das ist das inverse Modell zu demjenigen, wo nur das gemacht werden kann, was explizit erlaubt ist. Das Intranet Modell ist viel einfacher zu planen und zu implementieren.
- Anwendungen, die im Moment der Benötigung von den Leuten, die sie brauchen, schnell zusammengebastelt werden. Auch hier werden die Java Applets unglaubliche Möglichkeiten eröffnen.
- Einfache Standardanwendungen
- Unterstützungs- und Verwaltungsfunktionen, Netz Management
- Verteilen von Information an viele Benutzer
- Große Informationsvolumina
- Anwendungen, die an den Bedarfen durchschnittlicher Personen orientiert sind
- Kommunikation mit der Außenwelt
Beide Welten ergänzen sich also, wie man sieht, zu einem konvergierenden Spektrum. Deshalb bieten Groupware-Produkte auch einen praktisch nahtlosen Übergang, in dem es möglich wird, die Vorzüge beider Welten zu verbinden.
Tatsache ist, dass Intranet-Technologien das Potential haben, bestehende Systemgrenzen vollständig zu überwinden. Das ist Grundlage für ihre Wirtschaftlichkeit, aber auch ein Gefahrenpotential.
weiter mit: Vorteile und Gefahren des Intranets
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