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Gefahr durch gefälschte Gmail-Adressen Sicherheitslücke in Zimbra wird aktiv ausgenutzt

Von Melanie Staudacher 1 min Lesedauer

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Über gefälschte Gmail-Adressen schleusen Cyberangreifer Schadecode ein und nutzen somit eine Sicherheitslücke (CVE-2024-45519) im Kollaborationstool Zimbra aus, für die aber bereits ein Patch schon bereitsteht.

Cyberkriminelle nutzen die Schwachstelle CVE-2024-45519 aus, indem sie mithilfe gefälschter Gmail-Adressen Schadcode versenden.(Bild:  NicoElNino - stock.adobe.com)
Cyberkriminelle nutzen die Schwachstelle CVE-2024-45519 aus, indem sie mithilfe gefälschter Gmail-Adressen Schadcode versenden.
(Bild: NicoElNino - stock.adobe.com)

Die Analysten des Security-Anbieters Proofpoint verzeichnen seit dem 28. September Cyber-Angriffe auf die Zimbra Collaboration Suite. Dabei wird die Sicherheitslücke CVE-2024-45519 ausgenutzt, die in der Remote-Codeausführung in Mailservern von Zimbra gefunden wurde.

Bei den Angriffen verschicken die Cyberakteure E-Mails, in denen sie das cc-Feld als Wirt für schädlichen Code nutzen. Auf den Zielservern soll dann eine Webshell eingerichtet werden, die Befehle ausführt.Project Discovery analysiert die Zimbra-Schwachstelle und zeigt Hinweise für Exploits auf. Allerdings seien die Angriffe nur erfolgreich, sofern die postjournal-Funktion in Zimbra aktiviert ist.

Einschleusen durch gefälschte Mail-Adressen

Für ihre Angriffsversuche nutzen die Kriminellen gefälschte Gmail-Adressen. Dem BSI zufolge ist jedoch davon auszugehen, dass auch andere Mail-Anbieter für das Einschleusen von Schadcode missbraucht werden. Dazu käme, dass durch die Veröffentlichung der Schwachstellendetails mit weiteren Attacken der Akteuren zu rechnen sei.

IT-Verantwortliche sollten schnell reagieren und den bereitgestellten Hersteller-Patch installieren, um einer Kompromittierung zuvor zu kommen. Die aktualisierten Versionen von Zimbra sind:

  • 9.0.0 Patch 41
  • 10.0.9
  • 10.1.1
  • 8.8.15 Patch 46

Des Weiteren sollte der postjournal-Dienst deaktiviert werden. Ebenfalls empfiehlt es sich, dafür zu sorgen, dass die Liste vertrauenswürdiger Clients über die mynetworks-Komponente korrekt konfiguriert ist.

Bereits im Oktober 2022 wurde die Zimbra Collaboration Suite Ziel von Cyber-Attacken. Damals nutzten die Akteure eine Schwachstelle aus, um mithilfe manipulierter E-Mails Schreibrechte auf dem Zielsystem zu erlangen und eine Shell zu installieren.

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