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E-Mails in Google Workspace verschlüsseln Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in Gmail

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Google integriert die Möglichkeit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in Gmail. Damit sollen sich in Zukunft auch E-Mails zu externen Empfängern verschlüsseln lassen.

Google implementiert Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in Gmail.(Bild:  Joos - Google)
Google implementiert Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in Gmail.
(Bild: Joos - Google)

Google gibt bekannt, dass sich in Zukunft E-Mails sehr viel einfacher verschlüsseln lassen. Im ersten Schritt können Anwender mit Gmail ihre Gmail-internen E-Mails verschlüsseln. Google plant, dass diese Funktion bald auch für externe Empfänger gelten soll. Nutzer von Gmail müssen beim Lesen nichts beachten.

Verschlüsselte E-Mails erhalten ein Schloss-Icon. Nutzt ein Empfänger eine andere Mail-Lösung, erhält eine verschlüsselte E-Mail einen Link zu einem Gmail-Gastkonto. Admins können vorgeben, dass auch die Antwort der E-Mail verschlüsselt werden muss. Die Verschlüsselung erfolgt vor dem Übertragen zu Google, sodass auch Google selbst keinen Zugriff auf die Daten hat. Angesichts der weltweiten, politischen Lage, nutzen vor allem Unternehmen immer mehr die Möglichkeit ihre E-Mails zu verschlüsseln, um Informationen vor Zugriffen unfreundlicher Akteure zu schützen.

Clientseitige Verschlüsselung für mehr Sicherheit

Hinter dem Konzept steht die clientseitige Verschlüsselung (Client-side Encryption, CSE). Dabei werden Nachrichten direkt auf dem Endgerät des Absenders verschlüsselt. Die Schlüssel verbleiben vollständig unter Kontrolle der Organisation und liegen außerhalb der Infrastruktur von Google. Auf diesem Weg erfüllt Gmail Anforderungen, wie sie etwa in HIPAA oder exportkontrollierten Umgebungen verlangt werden. Die übertragene Nachricht ist für Google und Dritte nicht lesbar.

Die technischen und organisatorischen Hürden der bisherigen S/MIME-Implementierungen fallen weg. Komplexe Zertifikatsverwaltungen und der vorherige Austausch kryptografischer Informationen entfallen. Google will damit eine gleichwertige, aber nutzerfreundlichere Alternative zu etablierten Standards bieten.

Administratoren können Verschlüsselung als Standard für bestimmte Gruppen erzwingen, etwa in Rechtsabteilungen oder bei der Verarbeitung personenbezogener Daten. Klassifikationskennzeichen für Nachrichten ermöglichen eine gezielte Steuerung des Umgangs mit vertraulichen Inhalten. Datenverlustprävention (DLP) sorgt auf technischer Ebene dafür, dass sensible E-Mails je nach Einstufung blockiert oder eingeschränkt weitergeleitet werden.

Künstliche Intelligenz schützt vor Phishing

Ein neu entwickeltes KI-Modell soll zudem Phishing- und Spam-Angriffe frühzeitig erkennen. Es analysiert Absenderverhalten, Kontext und Inhalt anhand von Milliarden Signalen und ergänzt bestehende Heuristik- und ML-Mechanismen. Damit soll die Erkennungsrate gegenüber klassischen Ansätzen deutlich steigen.

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