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Bandbreitenkapazität zwischen USA und Europa Colt baut transatlantische Netz­werk­strecke aus

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Colt erweitert Kapazitäten zwischen US-Ostküste und Europa. Dafür kommen Anteile am Unterseekabel ‚Marea‘, neue Glasfaserstrecken zwischen Landestationen und zusätzliche Backbones rund um Ashburn, der ‚Data Center Alley‘ in Virginia, zum Einsatz.

Colt baut seine transatlantische Verbindung aus: Der Kapazitätenausbau beinhaltet auch eine Verwendung des Unterseekabels Marea.(Bild: ©  Unic - stock.adobe.com / KI-generiert)
Colt baut seine transatlantische Verbindung aus: Der Kapazitätenausbau beinhaltet auch eine Verwendung des Unterseekabels Marea.
(Bild: © Unic - stock.adobe.com / KI-generiert)

Colt Technology Services kündigt zusätzliche Netzwerkrouten zwischen der US-Ostküste und Europa an. Das Unternehmen nennt als Treiber datenintensive Workloads aus Künstlicher Intelligenz (KI), Cloud-Services und Streaming. Der Ausbau soll mehr Kapazität und zusätzliche Routing-Optionen für Kunden bereitstellen, die transatlantische Verbindungen mit niedriger Latenz und Redundanz benötigen.

Colt baut hierzu seine Kapazitäten auf dem Unterseekabelsystem „Marea“ aus. Die Route verbindet Virginia Beach an der US-Ostküste mit Bilbao in Nordspanien. Colt will Glasfaser im Kabel anmieten und diese mit dem eigenen Netz verbinden. Marea verläuft südlicher als andere Transatlantiksysteme. Colt verweist auf niedrige Latenz und hohe übertragbare Kapazität. Zusätzlich investiert Colt in neue Glasfaserstrecken mit hoher Bandbreite zwischen zentralen Landestationen transatlantischer Kabel. Ziel ist, die Anbindung zwischen den Anlandepunkten und den Rechenzentrumsregionen an der Ostküste zu stärken, sowie Ausweichwege für Störungen bereitzustellen.

Neben dem transatlantischen Ausbau setzt Colt auf einen Ausbau an der Ostküste von New York nach Ashburn, Virginia, sowie die Anbindung von Ashburn an Virginia Beach. Ashburn gilt als ‚Data Center Alley‘, weil sich dort eine Vielzahl an Rechenzentren konzentriert. Damit rückt die Verbindung zwischen Kabelanlandung und den großen Rechenzentrumsknoten enger zusammen.

100 und 400 Gbit pro Sekunde über optische Wellenlängen

Für die Ende-zu-Ende-Konnektivität zwischen den USA und Europa nennt Colt 100 und 400 Gbit pro Sekunde als Wellenlängenoptionen. Gemeint sind optische Übertragungskanäle im Wellenlängenmultiplex, also mehrere parallele Lichtkanäle auf einer Faser.

Für Unternehmen, die Workloads zwischen US-Ostküste und Europa verteilen, zählt am Ende die Kombination aus Kapazität, Redundanz und planbarer Latenz. Zusätzliche Routing-Optionen und ein dichterer Backbone rund um Ashburn können Designentscheidungen beeinflussen, etwa bei Active-Active-Setups, Content-Verteilung oder Backup-Pfaden über getrennte Trassen. Colt ordnet den Ausbau als Reaktion auf stark steigenden transatlantischen Datenverkehr ein und verweist auf eine deutliche Zunahme der global genutzten Bandbreite seit 2020.

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