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Wofür eignet sich die Client-Virtualisierung nicht?
Die Desktop- oder Client-Virtualisierung ist zurzeit nicht für große Datenmengen oder eine hohe Rechenkapazität geeignet. Aufgaben wie CAD oder Foto/Video-Bearbeitung sollten auf einem leistungsfähigen Computergerät laufen. Auch kann eine schmalbandige WAN-Verbindung ein Hinderungsgrund sein.
Aufwand
Die Client-Virtualisierung benötigt einen leistungsstarken Server, der den Clientgeräten die Arbeit abnehmen muss. Hierbei sind folgende Bauteile besonders gefragt:
- Schnelle Speicher (RAM) und Festplatten (I/O-Zugriffe)
- Ausreichend Plattenplatz
- Ausfallsichere Speicher und Festplatten, da im Fehlerfall kein Mitarbeiter mehr arbeiten könnte. (Ausnahme: Clients, bei denen das Betriebssystem und die Anwendungen offline zur Verfügung stehen)
- Ein schnelles Netzwerk (100 Mbit/Duplex oder 1000 MBit)
- Die Arbeitsplatzrechner können als so genannte Thin Clients ausgeführt werden und sind damit billiger als leistungsstarke PCs.
Was kostet Client-Virtualisierung?
Virtualisierung hat viele Vorteile, doch kleine Unternehmen müssen stärker als Mittelständler die Kostenseite berücksichtigen. Man bedenke, dass zusätzlich zu den Lizenzen der Clientprogramme auch die der Virtualisierungs-Software erworben werden müssen.
Neben der Hardware fallen somit folgende Kosten bzw. Lizenzen an:
- Virtualisierungs-Lizenz der Virtualisierungssoftware, pro Server
- Virtualisierungs-Lizenz der Virtualisierungssoftware, pro Arbeitsplatz oder Benutzer
- Lizenz für das Gast-Betriebssystem (Windows XP oder 7) auf Benutzer oder Clientbasis
- Lizenz für jede Anwendung auf Benutzer oder Clientbasis
- Eine zusätzliche Lizenz für die Clientsoftware, die auf dem Server installiert werden muss.
Nach einer vorsichtigen Kalkulation würde eine Desktop-Virtualisierung für 10 Clients ab rund 1.500 € und eine Applikations-Virtualisierung etwa 5.000 € kosten (Preise netto; Preisempfehlung VMware).
Bewegung im Markt wird es auch in Zukunft geben, denn Microsoft möchte auch hier Marktanteile gewinnen und hat den Preis seiner Lösung schon mal gesenkt. Bereits für 340 € (netto) ist ein 5-Benutzer-Paket Terminal-Services (Version 2008 R2, auch Microsoft Remotedesktop-Dienste genannt) bei einigen Internethändlern zu haben.
weiter mit: Die Bilanz: Ist Clientvirtualisierung auch für kleine Unternehmen interessant?
Artikelfiles und Artikellinks
Link: Fachbeitrag: Remoteanbindung von Heimarbeitsplätzen (Teil 2 dieser Serie)
Link: Fachbeitrag: Die grundsätzliche Funktionsweise der Virtualisierung im Überblick
Link: Fachbeitrag: Im Vergleich: VMware View und Citrix XenDesktop
Link: Produktinformationen Citrix XenDesktop
Link: Produktinformationen Microsoft Enterprise Desktop Virtualization
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