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Shoretel-Equipment unterbietet Cisco-Angebote mit Watt-Zahlen Cisco-Switches und -IP-Telefone verschlingen zu viel Strom

Redakteur: Ulrike Ostler

Weltweit benötigen Rechenzentren 1 bis 3 Prozent der gesamten Energie. Das kostet und ist umweltschädlich. Unternehmen wollen und müssen den Energieverbrauch ihrer Informations- und Kommunikationstechnik senken. Shoretel, Anbieter von VoIP-Equipment, ließ den Energiehunger seiner Telefone und TK-Anlagen überprüfen – im Vergleich zu Cisco-Produkten. Letztere erwiesen sich dabei als Stromfresser.

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Im Vergleich zu den Cisco-Produkten benötigten die IP-Telefone und VoIP-Switches von Shoretel im Schnitt 45 Prozent weniger Energie, fand das Testlabor The Tolly Group im Sommer dieses Jahres heraus. Gemessen wurde der Verbrauch von „Shoregear“-Voice-Switches und Shorephone-Endgeräten sowie Cisco Unified Communication Manager in verschiedenen Szenarien.

Für die Messungen nahmen die Tester ein Gerät mit der Bezeichnung „Extech Power Analyzer“ her. Damit wurden Proben erstellt, die dann hochgerechnet und mit den Herstellerangaben verrechnet wurden. Auf diese Weise simulierte das Labor eine Umgebung für große Installationen mit 1.500 Nutzern, eine mittelgroße für 350 Anwender und eine kleine für 65 Benutzer.

Test-Highlights, Quelle: The Tolly Group (Archiv: Vogel Business Media)

Die 1.500er Simulation ging von 200 Benutzern aus, die ein remotes System-Management und Voice-Mail-Applikationen benutzten sowie 50 Anwendern in Außenstellen. Die Shoretel-Telefone konsumierten im Ruhezustand 6,05 Watt, die Cisco-Telefone 6,3 Watt. Unter Benutzung steigerte sich der Energiebedarf bei den Shoretel-Clients auf 6.8 Watt, der von den Cisco-Devices stieg auf 7,05 Watt.

Im einzelnen ergab sich folgende Gegenüberstellung:

  • Shorephone IP 230 contra Cisco IP 7940G
  • Shorephone IP 560 G contra Cisco IP 7961GE
  • Shorephone IP 265 contra IP 7970 G
  • Shorephone IP 565G contra Cisco IP 7975G

Die Ergbnisse

Neben den 1.500 IP-Telefonen kamen in der großen Umgebung 62 Shoregear-Switches (SG-90) und sieben Rack-Mount-BM-Servern (x3250 mit Windows 2003 Server Edition und Shoretel 8) zum Einsatz. Der Counterpart im Test, die Cisco-Installation, bestand aus vier Appliances, auf denen Linux und Unified Communications Manager 6.1 installiert waren, ein Unified Operations Manager und Provisioning Manager, sechs integrierte Services Router 2821 sowie ISR 2821 für die remote angebundenen Standorte und ein ISR-3825-Gerät von Cisco für simulierte Außenstellen.

Das Ergebnis: Die UC-Lösung von Shoretel benötigte 6.377 Watt, die Cisco-Lösung 10.127 Watt.

Der Vergleich von Shoretel- zu Cisco-VoIP-Equipment in puncto Energiebedarf zeigt auch bei mittelgroßen Installationen einen Vorteil für die Shoretel-Produkte. „Mittelgroß“ definiert The Tolly Group als 350 User an 20 Standorten. (Archiv: Vogel Business Media)

Auch die Ergebnisse aus den anderen Simulationen sprechen laut Tolly ebenfalls für Shoretel. In mittelgroßen Umgebungen stellt das Labor einen Stromverbrauch von 2.122 Watt fest, während Cisco-Komponenten im selben Zeitraum 3.985 Watt verbraucht haben.

Beim Shoretel-Cisco-vergleich zeigt sich, dass die VoIP-Telefone von Cisco in Bezug auf den Stromverbrauch leicht besser abschneiden. In kleinen Installationen von bis zu 65 Nutzern kann das bedeutsam sein. In der Regel dürfte jedoch stärker ins Gewicht fallen, dass die Shoretel-Server und -Switches erheblich enegieeffizienter arbeiten als die Konkurrenz-Produkte. (Archiv: Vogel Business Media)

In kleinen Umgebungen sieht das Verhältnis wie folgt aus: die Shorertel-Lösung braucht 504 Watt, die von Cisco 907 Watt.

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(ID:2017099)