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Checkmk Conference #11 2025 Checkmk bringt Struktur ins Monitoring-Chaos

Von Berk Kutsal 3 min Lesedauer

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Auf der Checkmk Conference #11 in München hat das Unternehmen die neue Version 2.4 seiner Monitoring-Plattform vorgestellt. Die Änderungen folgen einem klaren Kurs: mehr Struktur, einfachere Integration und neue Perspektiven auf hybride IT.

Jan Justus, CEO bei Checkmk: „Die Checkmk Conference ist mehr als eine Informationsplattform – sie ist der zentrale Ort, an dem wir gemeinsam mit unserer Community die Zukunft unseres Produkts gestalten“.  (Bild:  Checkmk)
Jan Justus, CEO bei Checkmk: „Die Checkmk Conference ist mehr als eine Informationsplattform – sie ist der zentrale Ort, an dem wir gemeinsam mit unserer Community die Zukunft unseres Produkts gestalten“.
(Bild: Checkmk)

Vom 20. bis 22. Mai 2025 fand im Münchner Paulaner am Nockherberg die elfte Ausgabe der Checkmk Conference statt. Über 450 Teilnehmer vor Ort sowie weitere 900 online verfolgten das Programm, bei dem Checkmk die Version 2.4 seiner Monitoring-Software präsentierte und zeigte, wohin die Reise beim IT-Monitoring geht.

Martin Hirschvogel, CPO bei Checkmk, während seiner Keynote "Checkmk 2.4 at a glance". (Bild:  Checkmk)
Martin Hirschvogel, CPO bei Checkmk, während seiner Keynote "Checkmk 2.4 at a glance".
(Bild: Checkmk)

IT-Monitoring heiße heute weit mehr als Server und Netzwerke zu überwachen. Moderne Unternehmen benötigen vollständige Transparenz über ihre komplexen Infrastrukturen – vom einzelnen Host, über Cloud-Plattformen bis hin zu den Anwendungen und Nutzererfahrungen.

Chief Product Officer Martin Hirschvogel präsentierte die neue Version und setzte dabei bewusst den Fokus auf klare Strukturen, intuitive Nutzung und konsequente Integration.

Hybrid IT im Fokus

Die neue Version will Monitoring für hybride Infrastrukturen greifbar machen. Auf der Bühne sprach CEO Jan Justus von einer Welt, in der klassische Rechenzentren neben Cloud-Diensten existieren, oft sogar in einem Dienst miteinander verzahnt.

CEO Jan Justus betonte auf der Checkmk Conference #11, dass modernes Monitoring weit mehr ist als bloße Alarmierung – es schafft Transparenz und verbindet komplexe IT-Welten.(Bild:  Checkmk)
CEO Jan Justus betonte auf der Checkmk Conference #11, dass modernes Monitoring weit mehr ist als bloße Alarmierung – es schafft Transparenz und verbindet komplexe IT-Welten.
(Bild: Checkmk)

Checkmk 2.4 binde AWS, Azure und Google Cloud per Quick Setup ein. Die Benutzeroberfläche führe Administratoren Schritt für Schritt durch den Prozess.

Komplexe technische Abläufe geschehen dabei automatisiert im Hintergrund, wodurch Multi-Cloud- und Hybrid-Umgebungen übersichtlich und einheitlich dargestellt würden.

So würden heterogene IT-Landschaften ihre Komplexität verlieren und zu einem durchgängigen, transparenten Monitoring-System werden.

Sichtbarkeit in der Tiefe

Mit dem neuen Release lassen sich OpenTelemetry-Daten integrieren. Die Funktion ist noch im Beta-Stadium, aber das Prinzip sei klar: Checkmk will nicht nur Alarm schlagen, sondern auch erklären, wo und warum es hakt. Dazu kommen synthetische Tests, die Anwendungen aus Nutzersicht beobachten sollen. Testroboter sollen über die Weboberfläche verwaltet und in dedizierten Umgebungen ausgeführt werden – auch ohne Internetverbindung.

Benachrichtigen statt nerven

Ein weiterer Baustein war der Notification Hub. Was früher fragmentiert und technisch wirkte, präsentiere sich nun gebündelt: Suchfelder, Drop-down-Menüs und ein geführter Modus sollen dabei helfen, Benachrichtigungen sinnvoll zu steuern. Statt E-Mail-Flut gäbe es Zielgerichtetheit. Gerade in Umgebungen mit vielen Systemen könne dies den Unterschied machen zwischen Reaktion und Blindflug. Ergänzt werde das überarbeitete Benachrichtigungssystem durch eine modernisierte Benutzeroberfläche, die die Bedienung intuitiver und visuell klarer strukturiert.

Dokumentation auf Zuruf

Ein KI-basierter Chatbot soll Anwender künftig bei Fragen zur Produktdokumentation unterstützen. Das System greife dabei auf die offizielle Dokumentation zurück, liefere fundierte Antworten samt Quellenangabe und soll insbesondere neuen Nutzern die Einarbeitung erleichtern.

Architektur unter der Haube

Lars Michelsen, CTO von Checkmk, sprach in seinem Vortrag über die Arbeit am Fundament. Performance-Tuning und bessere Skalierung standen im Mittelpunkt. Besonders in Kubernetes-Umgebungen soll das neue Release dynamisch reagieren: Hosts werden automatisch eingebunden oder entfernt, Statusdaten sauber synchronisiert. Neue Kommunikationsverfahren wie das „Piggyback unleashed“ sollen auch verteilte Umgebungen stabiler machen. Die technischen Änderungen zielen auf optimierte Antwortzeiten, bessere Lastverteilung und höhere Stabilität.

SaaS als Produktlinie

Ein weiterer Punkt auf der Agenda war die Ankündigung der SaaS-Version von Checkmk. Die Cloud-Edition ergänzt das bestehende Portfolio aus Enterprise, MSP und self-hosted. Im Live-Betrieb demonstrierte das Team, wie Checkmk in verschiedenen Betriebsmodellen läuft und welche Erfahrungen aus den ersten Kundenprojekten gesammelt wurden. Die Idee: Monitoring als Service, ohne Installationsaufwand, aber mit voller Kontrolle.

Anwender sowie Partner nutzten die Checkmk Conference #11 nicht nur zur Wissensvermittlung, sondern auch für intensiven Austausch und aktive Mitgestaltung der Produktstrategie.(Bild:  Checkmk)
Anwender sowie Partner nutzten die Checkmk Conference #11 nicht nur zur Wissensvermittlung, sondern auch für intensiven Austausch und aktive Mitgestaltung der Produktstrategie.
(Bild: Checkmk)

Community als Entwicklungsfaktor

Die Atmosphäre war offen, die Community sichtbar eingebunden. Eine Q&A-Runde mit dem Produktteam, Deep-Dive-Vorträge und praxisnahe Workshops am dritten Tag sorgten für den Austausch auf Augenhöhe.

Die Entwickler zeigten sich aufgeschlossen gegenüber Feedback und luden dazu ein, eigene Anforderungen in die Roadmap einzubringen.

Checkmk, einst als Fork aus dem Nagios-Umfeld hervorgegangen, profitiert bis heute von einer aktiven Open-Source-Community mit zehntausenden Nutzern weltweit.

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