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Dual-Slice-Campus-Netz als Basis Campus-Netz-Lösung mit 5G-Industriefrequenz

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Die Vorteile eines rein privaten 5G-Netzes, auch ohne Investitionen in ein eigenes 5G-Kernnetz – dies verspricht die Deutsche Telekom ihren Geschäftskunden mit „Campus-Netz M mit Industriefrequenzen“. Das Angebot wurde im 5G-Campus-Netz des Maschinenbauers Arburg getestet.

Die Deutsche Telekom setzte das neue Campus-Netz-Produkt mit eigener 5G-Frequenz erstmals im Kundencenter des Maschinenbauers Arburg ein.(Bild:  Arburg / Deutsche Telekom)
Die Deutsche Telekom setzte das neue Campus-Netz-Produkt mit eigener 5G-Frequenz erstmals im Kundencenter des Maschinenbauers Arburg ein.
(Bild: Arburg / Deutsche Telekom)

Die neue Lösung baue auf dem bestehenden Geschäftskunden-Produkt „Campus Netz M“ auf, einem so genannten Dual-Slice-Campus-Netz, das über den öffentlichen 3,6-GHz-Frequenzbereich im 5G-Netz der Telekom betrieben wird. Da hierbei die Stärken des öffentlichen 5G-Netzes mit der Exklusivität eines virtuellen privaten Netzes kombiniert würden, könnten Unternehmen einerseits von einer optimalen und stabilen Versorgung über das öffentliche 5G-Netz der Telekom profitieren – etwa für Mitarbeitende, Zulieferbetriebe oder Kunden. Andererseits laufe gleichzeitig der unternehmenskritische Datenverkehr, beispielsweise von Maschinenparks, logisch getrennt hiervon über ein virtuelles privates Netz und könne zudem priorisiert werden.

Eigene 5G-Frequenz – auch ohne eigenes Kernnetz

„Campus-Netz M mit Industriefrequenzen“ gehe einen Schritt weiter. Ohne den Aufbau zusätzlicher Infrastruktur und den damit verbundenen Kosten würden Unternehmen von der Exklusivität des lokalen 5G-Spektrums im Bereich 3,7 bis 3,8 GHz profitieren. Anders als beim öffentlichen 3,6-GHz-Frequenzspektrum der Telekom handelt es sich dabei um von der Bundesnetzagentur eigens bereitgestellte 5G-Frequenzen für industrielle Anwendungen. Um diese rein privaten Frequenzen nutzen zu können, mussten Unternehmen bisher vor Ort eine eigene 5G-Kernnetzinfrastruktur installieren. Die neue Lösung biete Kunden dagegen eigene Kernnetzkomponenten innerhalb des Telekom-Netzes. Kritische Daten würden damit weiterhin logisch getrennt vom öffentlichen Netz laufen – mit hohen Bandbreiten und unbeeinflusst vom öffentlichen Datenverkehr.

Exklusiver 5G-Datenverkehr

Das Angebot ermögliche den Einsatz exklusiver SIM-Karten für vernetze Geräte und garantiere volle private 5G-Netzleistung mit bis zu 1 GBit/s im Download, so die Telekom. Gleichzeitig bleibe die öffentliche 5G-Versorgung parallel dazu vollständig erhalten. Dem Kunden stünden demnach zwei 5G-Frequenzbänder und insgesamt rund 190 MHz Bandbreite zur Verfügung.

Arburg als Innovationspartner

Die Telekom hatte das neue Produkt Anfang 2023 erfolgreich im Campus-Netz der Arburg-Unternehmenszentrale integriert. Für die Nutzung der Industriefrequenzen habe man die Maschinen im Arburg-Kundencenter in Loßburg mit speziellen Routern und exklusiven SIM-Karten ausgerüstet. Losgelöst vom öffentlichen Datenverkehr könne Arburg damit innovative Anwendungen erproben – etwa automatisierte Produktionsprozesse. Im Kundencenter könnten darüber hinaus auch Kunden der verschiedenen kunststoffverarbeitenden Branchen, wie der Automobil-, Elektro- und Verpackungsindustrie oder der Medizintechnik, digitale Fertigungskonzepte auf Basis von 5G testen.

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