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Active-Directory-Domänencontroller mit Azure Backup in die Cloud sichern Backups in Azure schützen AD-Datenbanken vor Verlust

Von Thomas Joos 5 min Lesedauer

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Um sicher zu gehen, dass Active-Directory-Datenbanken vor Verlust geschützt sind, kann es sinnvoll sein, diese mit Azure Backup direkt und verschlüsselt in die Cloud zu sichern. Dadurch lassen sich wichtige Anmeldedaten auch im Katastrophenfall wiederherstellen.

Mit Azure Backup ist es möglich, komplette Server mit allen Daten und inklusive Active-Directory-Datenbanken in die Cloud zu sichern – und das bis zu drei Mal täglich.(Bild:  © Deemerwha studio - stock.adobe.com)
Mit Azure Backup ist es möglich, komplette Server mit allen Daten und inklusive Active-Directory-Datenbanken in die Cloud zu sichern – und das bis zu drei Mal täglich.
(Bild: © Deemerwha studio - stock.adobe.com)

Azure Backup ist ein Dienst von Microsoft, mit denen sich Daten lokaler Server oder sogar komplette Betriebssysteme in die Cloud sichern und von dort auch wiederherstellen lassen. Der Einsatz ist durchaus parallel zu anderen Sicherungslösungen interessant. Dabei ist es nicht notwendig alle Domänencontroller in die Cloud zu sichern, bereits die Sicherung eines einzelnen Servers stellt sicher, dass die AD-Datenbank automatisch räumlich getrennt gesichert wird.

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Active Directory & Domain Networking im Fokus

Active Directory & Domain Networking ist seit vielen Jahren ein Schwerpunktthema bei IP-Insider. Neben zahlreichen Fachartikeln finden Sie auch viele Definitionen und Begriffserklärungen aus diesem Themenkomplex auf unserer Website. Am Artikelende der Begriffserläuterung „Was ist Active Directory?“ haben wir als Service für Sie jetzt alle auf IP-Insider erschienenen Artikel rund um die Themen Active Directory, Entra ID und Domain Networking für Sie zusammengefasst. Viel Spaß beim Schmökern!

In kleinen Unternehmen ist es über diesen Weg sogar möglich, einen kompletten Server mit allen Daten in die Cloud zu sichern. Im Notfall, zum Beispiel bei einem Ransomware-Befall, lässt sich so der komplette Server mit allen Daten – inklusive Active Directory – aus dem Backup wiederherstellen. Wir zeigen in diesem Beitrag wie das geht.

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Windows Admin Center mit Azure verbinden

Die Verwaltung von Azure Backup ist auch für weniger geübte Admins möglich. Am einfachsten erfolgt die Einrichtung über das Windows Admin Center. Hier lassen sich in einer Oberfläche alle notwendigen Aktionen verwalten. Für die Einrichtung ist ein Azure-Abonnement notwendig, das sich zunächst aber auch kostenlos abschließen lässt, um die Umgebung zu testen. Die Preise für die Sicherung in der Cloud sind in der Azure Backup-Dokumentation zu finden. Nach der Einrichtung ist die Sicherung mit Azure Backup in die Verwaltungsoberfläche der Windows Server-Sicherung eingebunden und lässt sich darüber steuern. Die Einrichtung erfolgt im Windows Admin Center.

Azure Backup kann Daten drei Mal am Tag in die Cloud zu sichern, auch die AD-Datenbank. Um mit dem Windows Admin Center On-Premises Funktionen aus Azure im lokalen Rechenzentrum zu nutzen, muss das Windows Admin Center-Gateway beim jeweiligen Azure-Abonnement registriert werden. Das erfolgt nach der Installation über den Bereich „Azure Hybrid Center“ und dem Link „Registrieren Sie Ihr Windows Admin Center-Gateway“. Wenn Azure und das Windows Admin Center miteinander verknüpft sind, stehen im Windows Admin Center bei „Azure-Hybrid Center“ die verschiedenen Dienste zur Verfügung, mit denen sich Ressourcen aus Azure im lokalen Rechenzentrum nutzen lassen. Dazu gehört auch Azure Backup.

Azure Backup im Windows Admin Center einrichten

Über den Menüpunkt „Azure Hybrid Center“ und die Schaltfläche „Einrichten“ bei „Azure Backup“ erfolgt die Anbindung des Servers an Azure Backup. Mit der Schaltfläche „Azure Backup einrichten“ startet die Einrichtung. Bei „Schritt 2: Einrichten von Azure Backup“ wird festgelegt, in welcher Region die Daten gesichert werden sollen. Hier kann auch eine neue Ressourcengruppe und ein neuer Tresor für die Sicherung ausgewählt werden. Als Standort bietet sich „West Europe“ an. Danach wird bei „Schritt 3: Auswählen von Sicherungselementen und -zeitplan“ festgelegt, welche Daten in Azure Backup gesichert werden sollen. Eine vollständige Sicherung eines kompletten Domänencontrollers ist durchaus sinnvoll. Hier lässt sich darüber hinaus auswählen, in welchem Abstand die Daten in die Cloud gesichert werden sollen. Eine tägliche Sicherung, deren Daten mindestens zwölf Monate aufbewahrt werden, ist hier sinnvoll.

Wichtig ist an dieser Stelle auch das Kennwort für die Verschlüsselung der Daten. Ohne die Kenntnis dieses Kennwortes können keine Daten wiederhergestellt werden. Das stellt sicher, dass keine unbefugten Anwender, Microsoft oder andere Dritte Zugriffe auf die Daten nehmen können. Mit der Schaltfläche „Anwenden“ beginnt die Einrichtung. Diese kann einige Minuten dauern. Für die Einrichtung der Sicherung wird auf dem Server der Agent für die Anbindung an Azure Backup installiert. Dieser stellt das Bindeglied zwischen dem Server und Azure dar. Sobald die Einrichtung erfolgt ist, lässt sich die Sicherung und auch die Wiederherstellung über das Windows Admin Center steuern, aber auch über das Azure Backup Center direkt im Azure-Portal.

Manuelle Einrichtung und Verwaltung von Azure Backup

Im Rahmen der Anbindung wird auf dem Server der „Azure Recovery Services Agent“ installiert. Dieser dient der Verwaltung der Sicherung mit Azure Backup. Im Rahmen der Installation wird normalerweise eine Verknüpfung für den Assistenten auf dem Server installiert. Es wird aber auch eine Programmgruppe angelegt. Funktioniert die Anbindung an Azure Backup über das Windows Admin Center nicht wie geplant, kann die Konfiguration über den Azure Recovery Services-Agent erfolgen. Bei der Auswahl der Sicherung sollten in jedem Fall mindestens die Optionen „Systemstatus“ und „Bare-Metal-Recovery“ ausgewählt werden. Sobald Azure Backup eingerichtet ist, können Admins die Cloud-Sicherung parallel im Windows Admin Center über den Menüpunkt „Azure Backup“ verwalten

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Sicherungsplan für die Datensicherung zu Azure Backup erstellen

Über den Link „Sicherung planen“ können Administratoren einen Zeitplan für die Sicherung der Daten in Azure Backup erstellen. Im Assistenten zur Konfiguration der Sicherung wird dazu „Elemente hinzufügen“ ausgewählt. Mit dem Backup-Assistenten lassen sich bis zu drei Zeitpunkte täglich auswählen, an denen Azure Backup die Daten sichern soll. Im Fenster wird auch ausgewählt, wie lange die gesicherten Daten in Azure Backup aufbewahrt werden sollen. Der Zeitplan und dessen Sicherungen sowie der Zeitplan der nächsten Sicherung sind nach Abschluss der Aktion im Fenster zu sehen. Auf der rechten Seite kann mit „Jetzt sichern“ die Datensicherung gestartet werden.

Daten mit Azure Backup wiederherstellen

Um Daten mit Azure Backup wiederherzustellen, wird entweder das Verwaltungsprogramm der Windows Server-Sicherung, der Menüpunkt für die Verwendung von Azure Backup im Windows Admin Center oder der Agent von Azure Backup auf dem System verwendet. Durch einen Klick auf „Daten wiederherstellen“ und die Auswahl des Ziels der Wiederherstellung, lassen sich die Daten wiederherstellen. Neben allen Daten lassen sich hier auch gezielt einzelne Dateien, Ordner, Laufwerke bzw. Volumes oder der Systemstatus des Servers wiederherstellen – also auch das Active Directory. Nach der Auswahl des Datums der Dateien, die wiederhergestellt werden sollen, öffnet der Azure Backup-Agent die entsprechende Datensicherung aus der Cloud und zeigt an, welche Daten auf Basis dieser Sicherung wieder hergestellt werden können.

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Active Directory & Domain Networking ist seit vielen Jahren ein Schwerpunktthema bei IP-Insider. Neben zahlreichen Fachartikeln finden Sie auch viele Definitionen und Begriffserklärungen aus diesem Themenkomplex auf unserer Website. Am Artikelende der Begriffserläuterung „Was ist Active Directory?“ haben wir als Service für Sie jetzt alle auf IP-Insider erschienenen Artikel rund um die Themen Active Directory, Entra ID und Domain Networking für Sie zusammengefasst. Viel Spaß beim Schmökern!

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