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Das Ende des renommiertesten PC-Betriebssystems naht

8 erstaunliche Fakten zu Windows XP

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7. Netbooks bringen den zweiten Frühling für XP

Mit dem EEE PC (das Kürzel stand für "easy to learn, easy to work, easy to play") schuf der taiwanische Hersteller Asus 2008 die Kategorie der sogenannten Netbooks – ein kleiner, leichter Laptop mit den Abmessungen eines schmalen Buches, mit dem die Benutzer ohne Schnickschnack im Internet surfen sowie E-Mails abrufen und beantworten können.

Stylisch: Wie den Stylistic ST4110 von Fujitsu Siemens stellte man sich vor zehn Jahren einen Tablet-PC vor. Als Betriebssystem diente die Tablet-Version von Windows XP.
Stylisch: Wie den Stylistic ST4110 von Fujitsu Siemens stellte man sich vor zehn Jahren einen Tablet-PC vor. Als Betriebssystem diente die Tablet-Version von Windows XP.
(Bild: Fujitsu)
Die erste Netbook-Welle war mit der Linux-Variante Xandros ausgestattet. Viele Marktexperten erwarteten, dass die kleinen Laptops nun endlich den Durchbruch für das freie Betriebssystem im Heimbereich bringen würden. Stattdessen tauchten im Herbst 2008 die ersten preiswerten Netbooks auf, auf denen Windows XP installiert war.

Eigentlich war XP ja bereits durch Vista abgelöst worden. Ein Netbook, auf dem Vista zufriedenstellend lauffähig war, wäre jedoch preislich nicht mehr attraktiv gewesen. Deswegen erlaubte Microsoft den Netbook-Herstellern, Windows XP auf sogenannten Ultra-Low-Cost-PCs auszuliefern. Allerdings erlegte Redmond den Hardwarepartnern gewisse Grenzen auf, denn die Netbooks sollten den mit Vista ausgestatteten Serien-Laptops keine Konkurrenz machen dürfen. So war zum Beispiel der Hauptspeicher der XP-Netbooks auf ein Gigabyte gedeckelt.

In der Praxis wurde diese Begrenzung jedoch häufig ignoriert. Dank der Netbooks erfuhr das bereits abgekündigte XP letztlich einen zweiten Frühling und erlangte zusätzliche Popularität.

8. Windows XP war ein Tablet-Pionier

Wer heute an einen Tablet-PC denkt, hat meist Apples iPad oder ein Android-Tablet im Kopf. Tatsächlich existierte von Windows XP eine Tablet Edition, die zwischenzeitlich für viel Aufsehen sorgte, dann aber wieder in den Dornröschenschlaf zurückfiel.

Die Tablet-Edition von XP verfügte über eine Handschriftenerkennung und unterstützte die Bildschirmrotation – wurde das Display gedreht, dann passte sich das System an die neue Ausrichtung an. Anders als bei den modernen Tablets ging man bei der XP-Tablet-Edition aber davon aus, dass der Stift das bevorzugte Eingabegerät sein würde.

Es gab durchaus namhafte Hersteller, die das Konzept des Tablet-PCs unterstützten. Der CAD/CAM-Spezialist Dassault Systèmes kündigte zum Beispiel eine Tablet-Version seiner Konstruktionssoftware Catia an. Und der amerikanische Hardwarehersteller OQO machte mit seinen ultraportablen Notebooks Schlagzeilen, auf denen die Tablet-Edition von XP lief.

Allerdings hielt die Begeisterung für Tablet-PCs auf XP-Basis gerade mal einen gefühlten Sommer an. Und erst Apples iPad brachte das Tablet-Konzept wieder aus der Versenkung.

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