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Einschätzung des Softwareherstellers DC Smarter Wird 2024 das Jahr der Augmented Reality?

Von Bernhard Lück 4 min Lesedauer

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Entwicklungsteams haben das Potenzial von Augmented Reality (AR) längst erkannt. Apple Vision Pro könnte für die großflächige Anwendung in der Industrie entscheidend werden. Ismar Efendic, CTO von DC Smarter sieht darin revolutionäre Chancen – auch für Betreiber von Rechenzentren.

Die Schnittstelle zwischen der Apple Vision Pro und DC Vision sei schon vorbereitet. DC Smarter zufolge laufen derzeit die finalen Tests.(Bild:  DC Smarter)
Die Schnittstelle zwischen der Apple Vision Pro und DC Vision sei schon vorbereitet. DC Smarter zufolge laufen derzeit die finalen Tests.
(Bild: DC Smarter)

Marktforschungsunternehmen wie Exactitude Consultancy prognostizieren dem globalen Augmented-Reality-Markt jährliche Wachstumsraten von 30 Prozent. In einer im Januar 2024 veröffentlichten Studie geht das Unternehmen davon aus, dass der Markt für Augmented Reality und Mixed Reality von 57,26 Mrd. US-Dollar im Jahr 2023 auf 361,43 Mrd. US-Dollar im Jahr 2030 wachsen wird. Gerade im industriellen Umfeld bietet Augmented Reality (Erweiterte Realität) enorme Chancen: Prototypen können schneller entwickelt und getestet werden, Remote Learning wird vereinfacht und Fertigungssysteme lassen sich optimieren. Viele Anwendungen entfalten ihre Vorteile allerdings nur mit einer entsprechenden AR-Brille und genau hier sahen bislang viele Unternehmen die größte Hürde. Ismar Efendic, CTO von DC Smarter, einem Entwickler von Lösungen für das Management und die Wartung der IT-Infrastruktur und von Rechenzentren, erläutert: „Anwender profitieren dann am meisten, wenn sie möglichst natürlich agieren und gleichzeitig die zusätzlichen Informationen über die Brille erhalten können. Der Tragekomfort und eine einfache Bedienbarkeit sind entscheidend für die Akzeptanz von Augmented Reality. Apple Vision Pro steht für die nächste Generation der AR-Brillen und zeigt in mehreren Bereichen deutliche Weiterentwicklungen.“

Erhöhter Tragekomfort

Ismar Efendic ist Co-Gründer und CTO von DC Smarter.(Bild:  DC Smarter)
Ismar Efendic ist Co-Gründer und CTO von DC Smarter.
(Bild: DC Smarter)

Wenn es darum geht, über längere Zeit mit einer AR-Brille zu arbeiten, müsse diese angenehm zu tragen sein und dürfe nicht einschränkend wirken. Gerade hier zeigten sich in den letzten Jahren Schwächen: Die in die Brillen integrierten Akkus erzeugen direkt am Kopf Wärme, was viele Tragende als unangenehm empfänden. Zudem seien die Brillen durch die integrierten Batteriepacks recht schwer. Vision Pro von Apple löse dieses Problem durch eine USB-Schnittstelle und ein Ladepack, das separat am Gürtel getragen werden könne. Eine weiche Beschichtung an der Innenseite der Brille sorge zusammen mit einem austauschbaren Trageband für einen angenehmen Sitz der Brille. Ismar Efendic hält dies für einen wichtigen Schritt: „Wir nutzen die Brillen für die Optimierung des Infrastrukturmanagements in Rechenzentren. Sprich die IT-Teams tragen die Brille teilweise über Stunden, da machen sich diese Unterschiede schnell bemerkbar.“

Komfortable Bedienung

Ebenso wichtig im täglichen Umgang mit AR im Arbeitsumfeld sei die einfache und dennoch präzise Bedienung der Navigation. Apple gehe auch hier neue Wege und stelle mit visionOS ein eigenes Betriebssystem vor, das speziell für die Anforderungen räumlicher Anwendungen mit niedrigen Latenzzeiten entwickelt worden sei.

Allein Augen- und Handbewegungen sowie die Stimme seien für die Bedienung ausreichend. „Bisherige AR-Brillen erfordern eine längere Trainingsphase, um präzise und schnell agieren zu können. Die dreidimensionale Benutzeroberfläche der Apple Vision Pro ist intuitiver und reagiert aus unserer Erfahrung direkt auf Blicke oder das Zusammentippen der Finger, um Funktionen auszuwählen. Auch das Scrollen mit der Hand oder das Diktieren per Stimme funktioniert löst direkt die entsprechende Aktion direkt aus“, so Ismar Efendic.

Hohe Leistungsfähigkeit

Neben Tragekomfort und Bedienbarkeit gibt erst die Leistungsfähigkeit der gesamten Brille als räumlicher Computer den Ausschlag, sich im Markt wirklich zu etablieren. Apple setzt bei Vision Pro auf zwei integrierte Prozessorchips sowie zwei Displays in Micro-OLED-Technologie, die trotz Briefmarkengröße 23 Mio. Pixel abbilden könnten. Für den CTO von DC Smarter sind das beeindruckende Zahlen: „Für uns ist es wichtig, dass der digitale Zwilling möglichst präzise dargestellt wird. Mit Vision Pro ist die Überlagerung aus virtuellen Informationen und echtem Bild aufgrund der enormen Schärfe und Klarheit perfekt zur Darstellung der technischen Details und erleichtert den Teams die Arbeit vor Ort.“

Durchbruch erwartet

DC Smarter habe die von Apple zur Verfügung gestellte API (Application Programming Interface) im Vorfeld genutzt, sodass die Software DC Vision direkt mit der neuen AR-Brille verwendet werden könne. Der Markt sei in enormer Bewegung und Apple beschleunige die Innovation mit der Vision Pro, ist Ismar Efendic überzeugt. Spannend seien aber durchaus auch anderen Unternehmen und Produkte, wie die jüngst vorgestellte AR-Brille air² Ultra von Xreal, die durch ihr unauffälliges, schlankes Design mehr wie eine Sonnenbrille wirke.

Am Puls der Zeit zu bleiben sei längst nicht nur für Entwickler von Lösungen im AR-Umfeld entscheidend, ist sich Ismar Efendic sicher: „Wir sehen den AR-Markt insgesamt in immenser Bewegung. Auf der Consumer Electronics Show 2024 in Las Vegas wurde eine Vielzahl innovativer Produkte im Bereich AR vorgestellt. Die Anwender in Unternehmen können von den Entwicklungen enorm profitieren, um Prozesse zu optimieren oder die Aus- und Weiterbildung zu flexibilisieren. Die Innovation von Apple wirkt als zusätzliche Beschleunigung, es lohnt sich am Ball zu bleiben.“

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