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Preview des LTSC-Nachfolgers von Windows Server 2022 Windows Server vNext zum Ausprobieren

Von Thomas Joos

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Windows Server vNext ist die Bezeichnung des LTSC-Nachfolgers von Windows Server 2022. Hier sind neue Funktionen verfügbar, die nicht in Windows Server 2022 integriert sind. Die neue Version kann bereits in einem recht frühen Stadium getestet werden, um sich mit den Neuerungen vertraut zu machen.

Die GUI in Windows Server vNext entspricht bereits dem Erscheinungsbild von Windows 11. Das gilt auch für das mittige Startmenü und die Einstellungen.(Bild:  Microsoft / Joos)
Die GUI in Windows Server vNext entspricht bereits dem Erscheinungsbild von Windows 11. Das gilt auch für das mittige Startmenü und die Einstellungen.
(Bild: Microsoft / Joos)

Windows Server 2022 ist die aktuelle Server-Version von Microsoft. Die Redmonder arbeiten aber natürlich bereits am Nachfolger, der in den nächsten Jahren Windows Server 2022 als Long Term Servicing Channel (LTSC) ablösen soll. Die Neuerungen hat Microsoft im Einzelnen noch nicht veröffentlicht, Windows Server vNext baut aber auf den Windows 11-Kernel auf, das gilt auch für die Previews. Diese nutzen den Kernel der jeweiligen Windows 11 Developer-Insider-Preview.

Die neue Version steht als Insider-Preview bei Microsoft kostenlos zur Verfügung. Um Insider Previews nutzen zu dürfen, ist eine Mitgliedschaft im Windows Insider Programm for Windows Server nötig. Die Registrierung dazu ist kostenfrei.

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Bei den Insider-Previews handelt es sich um Builds der kommenden Version von Windows Server. Der offizielle Name der nächsten Version ist noch nicht definiert, sodass derzeit vor allem die Begriffe „Windows Server nVext“ und „Windows Server 2022 22H2“ zum Einsatz kommen. Zusammen mit der Preview von Windows Server vNext erscheint auch jeweils eine Preview für das Windows Admin Center. Das Windows Admin Center 2110.2 kann zur Verwaltung von Windows Server vNext genutzt werden.

Windows Admin Center 2110.2, PowerShell 7.3 und .NET 7 mit Windows Server vNext nutzen

Noch in diesem Jahr soll auch die neue Version 7.3 der PowerShell erscheinen, die ebenfalls Funktionen aus Windows Server vNext unterstützen soll. Auch .Net 7 wird bereits in 2022 erwartet und lässt sich mit Windows Server 2022 testen.

Windows Server vNext in der Praxis

Nach dem Download der ISO-Datei von Windows Server vNext lässt sich die neue Serverversion genauso installieren, wie Windows Server 2022. Für die Preview-Versionen stellt Microsoft Produktschlüssel zur Verfügung, die im Rahmen der Installation zum Einsatz kommen dürfen. Diese gelten natürlich nur für die Previews:

Windows Server VNext Standard Edition:
MFY9F-XBN2F-TYFMP-CCV49-RMYVH

Windows Server VNext Datacenter Edition:
2KNJJ-33Y9H-2GXGX-KMQWH-G6H67

Die einzelnen Previews laufen ab, sodass immer die aktuelle Preview installiert werden sollte. Auch eine Aktualisierung von vorhergehenden Previews ist möglich.

An einigen Stellen erscheint die Version noch als „Windows Server 2022“. Das liegt daran, dass Microsoft noch nicht überall die Version aktualisiert hat. Die Version trägt aktuell die Bezeichnung Windows Server Version 22H2, die aktuelle Buildnummer ist 25179. Diese führt Microsoft aber ständig fort, sodass bei Tests natürlich die jeweilige aktuelle Buildnummer zum Einsatz kommen sollte.

Der Server steht bereits mit deutscher Oberfläche zur Verfügung. Während sich die Oberfläche von Windows Server 2022 noch an Windows 10 orientiert, entspricht die GUI in Windows Server vNext bereits der von Windows 11. Das gilt auch für das mittige Startmenü und die Einstellungen.

Windows Server vNext Datacenter: Azure Edition

Parallel zu den ISOs und SDKs für die On-Premises-Installation von Windows Server vNext, stellt Microsoft auch VHDX-Dateien zum Download und virtuelle Server in Microsoft Azure zur Verfügung. Die neue Version „Windows Server vNext Datacenter: Azure Edition“ lässt sich über „Microsoft Server Operating Systems Preview“ auch ohne lokale Installation direkt in Microsoft Azure testen. Dazu ist lediglich das Buchen der Edition und anschließend die Konfiguration der jeweiligen VM in Azure notwendig. Danach steht Windows Server: Azure Edition in der gewünschten Version zur Verfügung.

Windows Server: Azure Edition erhält jährliche Aktualisierung

Windows Server: Azure Edition (WSAE) erscheint jährlich in einer neuen Version. Hier sind Funktionen enthalten, die nicht in der LTSC-Version verfügbar sind. Die Aktualisierung der Edition kann auch über Windows-Update erfolgen. Ab dem Frühjahr gibt es jedes Jahr Previews und im Herbst erscheint dann die fertige Version der jeweiligen Edition.

Im Beitrag „Cloud-Funktionen vor Ort mit Windows Server 2022 Datacenter Azure Edition und Azure Stack HCI“ sind wir darauf eingegangen, welche Neuerungen die Azure Edition im Vergleich zu anderen Editionen hat. Das gilt auch für Windows Server vNext. Hier sind weitere Neuerungen angekündigt.

Neben der Hotpatching-Funktion, SMB-over-QUIC und flexibleren Netzwerkeinstellungen, erhält die Windows Server: Azure Edition noch weitere Automanage-Funktionen, welche den automatisierten Betrieb von Windows-Servern in Cloud und in hyperkonvergenten Umgebungen weitergehend unterstützen.

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Windows Admin Center 2110.2 mit Windows Server vNext nutzen

Die Verwaltung von Windows Server vNext kann noch immer über den Server-Manager, die verschiedenen GUI-Tools und auch durch die PowerShell erfolgen. Es steht aber mit dem Windows Admin Center 2110.2 auch eine WAC-Version zur Verfügung, die für die Verwaltung von Windows Server vNext zum Einsatz kommen kann.

Die Installation des Admin-Center-Gateways kann direkt auf dem Computer mit Windows Server vNext erfolgen. Die neue Version des Admin Centers unterstützt zum Beispiel die Erstellung von Clustern besser.

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