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Flexible Kostenstruktur für Serverinstanzen Windows Server 2025: Bezahlen nach tatsächlicher Nutzung

Von Thomas Joos 3 min Lesedauer

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Mit Windows Server 2025 führt Microsoft eine neue Lizenzierungsvariante ein, mit der Unternehmen einzelne Server nutzungsbasiert lizenzieren betreiben und damit sehr flexibel einsetzen können. Der Beitrag zeigt die Vorteile.

Mit Windows Server 2025 führt Microsoft die Pay-as-you-Go-Lizenzierung ein – ideal für temporäre Serverauslastungen. Die Abrechnung erfolgt nutzungsbasiert über Azure Arc, ähnlich wie bei Cloud-VMs.(Bild:  Microsoft)
Mit Windows Server 2025 führt Microsoft die Pay-as-you-Go-Lizenzierung ein – ideal für temporäre Serverauslastungen. Die Abrechnung erfolgt nutzungsbasiert über Azure Arc, ähnlich wie bei Cloud-VMs.
(Bild: Microsoft)

Während der Installation von Windows Server 2025 steht als Lizenzierungsvariante auch "Pay-as-you-Go" zur Verfügung. Die Lizenzierungsvariante ist aber nur in der Retail-Version von Windows Server 2025 verfügbar, nicht im Rahmen der Evaluierung oder bei den verschiedenen Volumenlizenzen.

Die Lizenzierung erfordert außerdem keine Clientzugriffslizenzen (CALs). Beim Betreiben spezieller Serverdienste, die eigene Lizenzen erfordern sind allerdings CALs notwendig. Beispiele dafür sind Remotedesktop-Dienste und die Active Directory-Rechteverwaltung.

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Pay-as-you-Go bringt Vorteile für kurzzeitige Einsätze von Windows Server 2025

Im Rahmen der lokalen Installation von Servern ist es dadurch möglich keine feste Lizenzierung durchführen zu müssen, sondern nur die tatsächliche Nutzungszeit zu bezahlen. Dadurch erfolgt die Lizenzierung lokal installierter Server wie bei Azure-VMs. Als Einsatzszenario sieht Microsoft die kurzzeitige Skalierung, wenn zum Beispiel kurzfristig und übergangsweise mehr Serverpower notwendig ist, zum Beispiel bei Projekten, Lastspitzen, die vorübergehend sind.

Die Lizenzierungsvariante kann auf physischer Hardware erfolgen, aber auch in VM. Grundsätzlich macht die Lizenzierungsvariante nur bei temporär eingesetzten Servern Sinn. Soll ein Server dauerhaft in Betrieb sein, machen die vorhandenen Lizenzen mehr Sinn und sind auch günstiger.

Es ist möglich Pay-as-you-Go sieben Tage kostenlos zu nutzen. Danach erfolgt die Abrechnung über Azure. Wenn ein Server nicht mehr in diesem Verfahren lizenziert werden soll, muss der Server aus Azure Arc und aus Azure entfernt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Server weiter berechnet wird.

So funktioniert die Lizenzierung mit Pay-as-you-Go

Um physische Server oder VMs mit dem Pay-as-you-Go-Verfahren zu lizenzieren, besteht der erste Weg darin, den Server mit einem Installationsmedium zu installieren, das dieses Lizenzierungsverfahren anzeigt. Ohne diese Anzeige lässt sich diese Lizenzierungsvariante nicht nutzen. Sobald die Installation abgeschlossen ist, erfolgt die Anbindung des Servers über Azure Arc an das Azure-Abonnement, mit dem die Abrechnung erfolgen soll. In diesem Fall rechnet Microsoft die Nutzung der lokal betriebenen Pay-as-you-Go-Server genauso ab, wie Azure-VMs, die in Betrieb sind.

Produktschlüssel sind im Rahmen der Installation nicht notwendig. Es ist aber nicht möglich einen Hyper-V-Host mit Pay-as-you-Go zu lizenzieren und darauf dann unbegrenzt VMs zu betreiben. Generell erfordert Pay-as-you-Go die Lizenzierung jeder Instanz. Betreiben Unternehmen einen Hyper-V-Host im Pay-as-you-Go-Verfahren, werden die VMs weder automatisch lizenziert, noch wird das Betriebssystem aktiviert.

Die Einrichtung von Azure Arc erfordert die Installation des Azure Connected Machine-Agenten auf dem jeweiligen Server. Das erfolgt im Rahmen der Einrichtung von Azure Arc. Es ist bei der Pay-as-you-Go-Lizenzierung auch möglich den Server mit Hotpatches zu versorgen.

Das erfolgt ebenfalls über die Azure Arc-Anbindung. Im Azure-Portal steht außerdem das Windows Admin Center zur Verfügung. Dieses ermöglicht die Verwaltung von Pay-as-you-Go-Servern im lokalen Rechenzentrum über das Windows Admin Center im Azure-Portal. Dadurch können Admins Server remote verwalten, ohne dass die Einrichtung und der Betrieb eines VPNs notwendig ist. Die Verbindung erfolgt über den Azure Connected Machine-Agenten, auch über Firewalls hinweg.

Azure Arc-verbundene Server erscheinen im Azure-Portal

Sobald ein Server mit Azure Arc an Azure angebunden ist, erscheint er als Objekt im Azure-Portal. Hier lassen sich verschiedene Dienste aktivieren, zum Beispiel Hotpatching. Außerdem zeigt der Server hier auch das Pay-as-you-Go-Verfahren an. Das sollte nach der Installation im Azure-Portal über die entsprechende Kachel überprüft werden.

Hier ist es auch möglich das Lizenzverfahren für den Server zu deaktivieren. Die Einstellungen dazu sind bei "Lizenzen -> Windows Server" im Bereich "Pay-as-you-go" zu finden. Wenn ein Server nicht mehr nach dieser Variante lizenziert werden soll, ist es wichtig zu überprüfen, dass die Lizenzierung für den Server an dieser Stelle nicht mehr aktiv ist.

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