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Tasks schneller beenden, Entwicklerlaufwerk Dev Drive, Geräteportal Windows-Entwicklermodus: Verstecke Einstellungen in Windows 11

Von Thomas Joos 4 min Lesedauer

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Windows 11 bietet eine spezielle Einstellung, mit der sich verschiedene, ansonsten nicht verfügbare Optionen aktivieren lassen. Der Beitrag zeigt, wo die Einstellung aktiviert wird, und welche Möglichkeiten danach zur Verfügung stehen.

Mit dem Entwicklermodus lassen sich in Windows 11 zahlreiche versteckte Features und Einstellungen freischalten, die besonders für Admins und Power-User interessant sind.(Bild:  Thanh - stock.adobe.com / KI-generiert)
Mit dem Entwicklermodus lassen sich in Windows 11 zahlreiche versteckte Features und Einstellungen freischalten, die besonders für Admins und Power-User interessant sind.
(Bild: Thanh - stock.adobe.com / KI-generiert)

Im Rahmen der Aktivierung des Entwicklermodus können erfahrene Anwender in Windows 11 verstecke Funktionen freischalten. Beispiele dazu sind das Beenden von Tasks direkt über die Taskleiste, die Verwendung eines schnelleren Laufwerks für den Zugriff auf Dateien und einiges mehr. Die Optionen richten sich vor allem an Entwickler, da diese in Windows Zugriff auf Funktionen brauchen, die „normale“ Anwender nicht benötigen. Allerdings sind die Funktionen nicht nur für Admins, sondern auch für erfahrene Power-User nützlich.

Entwicklermodus aktivieren und Tasks schneller beenden

Die Entwickleroptionen sind in den Windows-Einstellungen zu finden, die zum Beispiel mit der Tastenkombination Windows + i starten. Über „System -> Für Entwickler“ kann hier zunächst die Einstellung „Entwicklermodus“ aktiviert werden. Da die zur Verfügung stehenden Einstellungen durchaus umfassende Auswirkungen auf das Betriebssystem haben können, erscheint vor der Aktivierung eine Warnung, die man erst bestätigen muss, um den Modus tatsächlich zu aktivieren.

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Einige Optionen lassen sich an dieser Stelle aber auch ohne den Entwicklermodus aktivieren, zum Beispiel „Task beenden“. Durch die Aktivierung dieser Option steht im Kontextmenü von gestarteten Anwendungen der neue Menüpunkt „Task beenden“ zur Verfügung. Damit lassen sich Tasks genauso beenden, wie ansonsten nur im Taskmanager.

Geräteerkennung und Geräteportal

Durch Aktivierung des Entwicklermodus stehen die Einstellungen für das Geräteportal und die Geräteerkennung zur Verfügung. Das Windows Device Portal (WDP) dient zum Troubleshooting von PCs, deren Einstellungen, und den darauf betriebenen Apps. Der Zugriff ist auch über das Netzwerk möglich. Für die Aktivierung ist auf dem PC noch das WDP-Paket notwendig, das nach einer Bestätigung auf dem System installiert wird. Ist das Geräteportal aktiviert, zeigt Windows in den Einstellungen die Links an, wie man über das Netzwerk oder im Browser auf den PC zugreifen kann.

Das WDP hat eine eigene Anmeldung, die über die Schaltfläche „Bearbeiten“ bei „Geben Sie Benutzernamen und Kennwort an“ gesteuert wird. Nachdem Admins oder Entwickler die IP-Adresse mit dem entsprechenden Port über das Netzwerk geöffnet haben, oder lokal mit einem Browser das WDP öffnen, erfolgt zunächst eine Anmeldung. Danach öffnet sich das Portal und stellt verschiedene Einstellungen und Informationen bereit. Über den Menüpunkt „Power“ oben rechts kann der entsprechende PC über das Netzwerk mit wenigen Klicks heruntergefahren oder neu gestartet werden.

Wir gehen nachfolgend vor allem auf die Bereiche ein, die für Admins interessant sind. Über „Running Processes“ können alle laufenden Prozesse des PCs angezeigt werden, genauso wie im Task-Manager. Da die Informationen so aber auch über das Netzwerk zur Verfügung stehen, ist dieser Bereich für das Troubleshooting sehr hilfreich. Bei „Performance“ zeigt das WDP die aktuelle Auslastung des PCs grafisch an.

Der Gerätemanager mit den installierten Treibern ist über den Menüpunkt „Device Manager“ zu erreichen. Hier lassen sich wichtige Informationen über Treiber, deren Dateien und weitere Einstellungen für die Geräte anzeigen. Informationen über die verbundenen Bluetooth-Geräte sind über den Menüpunkt „Bluetooth“ zu sehen. Hier finden sich auch Informationen der angebundenen Geräte selbst, wie zum Beispiel der Ladezustand des Akkus oder der Batterie eines Gerätes.

Über „Networking“ können die WLANs angezeigt werden, die sich in der Nähe des Gerätes befinden. Es ist hier aber auch möglich, die IP-Einstellungen der Geräte anzuzeigen und auch anzupassen. Über „Location“ lassen sich die Einstellungen für den Standort anpassen, den die installierten PCs nutzen können. Mit dem „Registry Reader“ können Admins über das Netzwerk die Registry von Windows anzeigen und durchsuchen. Das Geräteportal lässt sich jederzeit wieder deaktivieren.

Windows Device Portal mit webmanagement.exe skripten

In größeren Umgebungen lassen sich die Einstellungen des Windows Device Portals auch mit einem Skript steuern. Dazu steht das Tool „webmanagement.exe“ zur Verfügung. Damit das funktioniert, muss der Entwicklermodus aber bereits aktiviert sein. Mehr dazu zeigt Microsoft in der Dokumentation des Windows Device Portal.

Entwicklerlaufwerk in Windows 11 nutzen

Nach der Aktivierung des Entwicklermodus lässt sich in Windows ein Entwicklerlaufwerk (Dev Drive) erstellen. Dieses bietet sehr schnellen Zugriff auf die darin gespeicherten Daten. Gedacht ist das Laufwerk für Entwickler, damit diese hier ihren Code und andere Dateien speichern können, auf die sie sehr performant zugreifen wollen. Als Dateisystem wird ReFS verwendet, mit speziellen Optimierungen des Dateisystems. Auch hierzu stellt Microsoft umfangreiche Informationen in der Dokumentation zur Verfügung.

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Mit „Ein Dev Drive erstellen“ beginnt die Einrichtung des Laufwerks in Windows 11. Die Erstellung läuft über einen Assistenten. Neben der Verwendung eines physischen Datenträgers lassen sich auch virtuelle Festplatten nutzen. Alternativ können Entwickler ein Dev-Drive-Laufwerk neu formatieren oder eine vorhandene Partition in ein Dev Drive umwandeln Das geht in der Befehlszeile zum Beispiel mit „Format D: /DevDrv /Q“ und in der PowerShell mit „Format-Volume -DriveLetter D -DevDrive“. Microsoft Defender Antivirus in Windows 11 überprüft auch Dev Drive-Laufwerke, stuft diese aber als vertrauenswürdig ein. Dazu wird die Einstellung „Leistungsmodus“ für diese Laufwerke verwendet.

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