Virtueller Unterricht, Weiterbildung in Digital Education Skills oder der reibungslose digitale Zugang zu Lehr- und Lernmaterial: Durch die Corona-Pandemie sahen sich Hochschulen und Universitäten neuen Herausforderungen gegenüber. Christopher Mendoza erklärt, warum bereits heute nachhaltig für eine erfolgreich digitalisierte Hochschule gesorgt werden muss – auch über die Coronakrise hinaus.
Christopher Mendoza ist Senior Director Sales Acceleration bei CommScope und erläutert, wie Hochschulen mithilfe von IoT für eine erfolgreiche Digitalisierung sorgen können.
(Bild: CommScope)
Der Digitalisierungsprozess nahm Corona-bedingt von heute auf morgen an Fahrt auf und zwang Studierende und Personal gleichermaßen, sich schnell an das neue, digitale Lehrumfeld zu gewöhnen. Die Mehrheit der Hochschulleitungen zeigt sich optimistisch https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/umfrage-hochschulen-brauchen-mehr-geld-fuer-das-digitale-corona-sommersemester/25750156.html, diese Hürden in kommenden Semestern stemmen zu können.
Die Studierenden der Digital-Natives-Generation stellen hohe Erwartungen an die Vernetzung und Konnektivität von Hochschulen und Universitäten. Das Internet muss schnell, stabil (auch für viele gleichzeitige Anwender), sicher und überall auf dem Campus erreichbar sein. Von diesem Service kann es abhängen, für welche Institution sie sich letztendlich entscheiden. Denn damit ist ein gewisser Grad an „Lifestyle“ und Bildungsniveau verbunden, den Studierende und Hochschulpersonal nicht missen wollen.
Eine Möglichkeit, diesen „Lifestyle“ zu erreichen und den Erwartungen der Studierenden zu begegnen, ist die Implementierung von IoT-Technologie (Internet of Things). Über eine gemeinsame IoT-Infrastruktur werden sämtliche Geräte, Anwendungen und Anwender miteinander vernetzt. Der daraus entstehende Smart Campus gestaltet Betriebsprozesse nicht nur effizienter, ressourcenschonender und ökologischer, sondern verwandelt das Hochschulgelände in einen bildungs-, kollaborations- und produktivitätsfördernden Ort.
Das intelligente Uni-Gelände: Produktiver, grüner, ressourcenschonender
Der vernetzte Campus bietet eine digitale Grundlage, die die Implementierung neuer Services begünstigt, die das Leben, Lernen und Arbeiten von Studierenden und Uni-Personal wesentlich effizienter und einfacher gestalten. So kann die Verwendung von Campus-ID-Karten, die im Netzwerk angemeldet sind, die Anwesenheit bei Veranstaltungen bestätigen, in denen diese verpflichtend vorausgesetzt wird. Dadurch umgehen Dozenten den Prozess, die Anwesenheit abzufragen oder Listen durchzureichen, die die Studierenden unterzeichnen müssen. Des Weiteren lassen sich die Campus-IDs mit Smart Payment kombinieren, wodurch Bezahlvorgänge in der Mensa oder im Uni-Buchhandel wesentlich schneller vonstattengehen.
Über die IoT-Infrastruktur lassen sich sowohl Kosten als auch der ökologische Fußabdruck reduzieren, da ein Großteil der Prozesse im Gebäudemanagement automatisiert werden kann. Beispielsweise überwachen Sensoren, die an das Netzwerk angeschlossen sind, sowohl die Raum- als auch die übergreifende Gebäudenutzung, wodurch Anpassungen am Strom- und Heizverbrauch automatisch vorgenommen werden. Gleiches ist auch für einen bewussteren, ökologischeren Wasserverbrauch anwendbar. Je mehr Geräte und Anwendungen Teil der IoT-Infrastruktur sind, desto effizienter können Betriebsprozesse verschlankt und automatisiert werden.
Flexiblere Lehr- und Lernumgebungen
Durch den digitalen Wandel des 21. Jahrhunderts, den die Pandemie derzeit beschleunigt, erweitert sich das Bild des Dozenten, der im Hörsaal vor einer Gruppe Studierender steht, um die Teilnahme an virtuellen Seminaren. Mithilfe von IoT-Technologie, einer allgegenwärtigen Netzwerkverbindung und Videokonferenztools ist es für Dozenten und Studierende möglich, an universitären Veranstaltungen teilzunehmen, ohne physisch anwesend zu sein. Stattdessen können sie sich andernorts auf dem Campus befinden und trotzdem den Livestream problemlos nutzen. Der Vorteil dabei: die Möglichkeit, Veranstaltungen aufzuzeichnen.
Auf Online-Plattformen können die Aufzeichnungen on-demand zur Verfügung gestellt werden, um versäumte Veranstaltungen nachzuholen oder vor einer Prüfung noch einmal den Stoff durchzugehen. Ob in der Bibliothek, in der Mensa oder im Studentencafé: Über diese Learning Management Systems (LMS) haben die Studierenden dank IoT-Infrastruktur und Netzabdeckung auf dem gesamten Uni-Gelände Zugriff auf sämtliche Kursmaterialien in Echtzeit. Gepaart mit kollaborativer Software und der Möglichkeit, die eigenen Geräte im Netzwerk einzubinden und somit Daten zu teilen, eröffnen sich für Studierende neue Wege des Lernens. Die Zusammenarbeit in Lern- und Projektgruppen wird dadurch wesentlich flexibler gestaltet.
Chris Mendoza.
(Bild: CommScope)
Fazit
Mithilfe von IoT lassen sich viele Prozesse auf dem Campus langfristig effizienter, kostensparender und „grüner“ gestalten. Das ist nicht nur für die Hochschule selbst, sondern auch für Studierende attraktiv, die noch nach der für sie richtigen Uni suchen. Die digitale, bildungs- und kollaborationsfördernde Lernumgebung kommt den Erwartungen der Digital Natives entgegen und schließt auch nach dem Lockdown an das „Neue Normal“ an, an das sich Studierende und Lehrpersonal bereits gewöhnt haben.
Stand: 08.12.2025
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Christopher Mendoza ist Senior Director Sales Acceleration bei CommScope.