Weg mit den Störungen!

Das Verfahren von Broadband United kommt dort zum Einsatz, wo neue Glasfaserleitungen nicht unbedingt nötig sind, da sich die bestehenden Kupferleitungen mit IFC hinreichend entstören lassen. Es basiert auf der so genannten „Interference Cancellation Technik“ (IFC).
Diese hat das Unternehmen zusammen mit der Vierling Communications GmbH, Ebermannstadt, dem Lehrstuhl für Informationsübertragung, Erlangen, und weiteren Partnern entwickelt. Für DSL-Signale die weitgehend von Nebensprechstörungen auf Telefonkabeln befreit werden, ermöglicht dies bis zu 100 Prozent mehr Reichweite und Übertragungsrate sowie eine signifikant höhere Kabelbelegung und Stabilität, so der Anbieter.
Georg Herrmann, Geschäftsführer von Broadband United, erklärt die Funktionsweise: „Die Kompensation der Störungen basiert auf demselben Effekt, der bei hochwertigen Kopfhörern oder Pilotenhelmen zum Einsatz kommt: Ein exakt berechnetes Kompensationssignal hebt unerwünschte Störgeräusche auf.“
Christian Kuhlmann, Geschäftsführer von Ecore, verspricht: „Wir werden in der Lage sein, allen Haushalten der Gemeinde Simmelsdorf abhängig von der Leitungslänge Breitbandanschlüsse zwischen einem und 25 Megabit pro Sekunde anzubieten.“
Bis zum Sommer 2010
Simmelsdorf ist die erste Gemeinde in Deutschland, in der die neuartige IFC-Technologie zum Einsatz kommt. Der Freistaat Bayern fördert das mit rund 320.000 Euro veranschlagte Pilotprojekt mit 200.000 Euro aus dem Budget der Breitbandinitiative Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.
„Wir sind stolz, der Vorreiter bei der IFC-Technologie zu sein“, sagt Perry Gumann, Erster Bürgermeister von Simmelsdorf. „Wir profitieren von der Pilotförderung und geben ein Beispiel für weitere Gemeinden. Unser Ziel ist es, bis Sommer 2010 einhundert Prozent Breitbandversorgung für die gesamte Gemeinde zu erreichen.“
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