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5G-Nutzung im Millimeterwellenbereich bei 26 GHz Telekom bietet 5G-mmWave für Industriekunden

Von Bernhard Lück 3 min Lesedauer

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Die Deutsche Telekom hat 5G-Frequenzen im Millimeterwellenbereich (mmWave) bei 26 GHz erfolgreich mit Anwendungsfällen aus der Industrie verprobt und bietet diese ab sofort kommerziell für Industriekunden an. Die 5G-mmWave-Kommunikation wird von Telit Cinterion ermöglicht.

5G-Millimeterwellen eignen sich besonders für datenintensive Anwendungen – etwa in der Fertigungsindustrie.(Bild:  © Deutsche Telekom / iStock/onurdongel; Montage: Evelyn Ebert Meneses)
5G-Millimeterwellen eignen sich besonders für datenintensive Anwendungen – etwa in der Fertigungsindustrie.
(Bild: © Deutsche Telekom / iStock/onurdongel; Montage: Evelyn Ebert Meneses)

Für den Kunden Ger4tech Mechatronik Center wurden autonom fahrende Industriemaschinen und -roboter in dem 5G-Campus-Umfeld des Berliner Werner-von-Siemens Centre for Industry and Science mit einem Router vernetzt. Dieser unterstützt neben 5G-Standalone im Industriespektrum bei 3,7 GHz erstmals auch das sogenannte mmWave-Spektrum. Mit niedrigen Latenzzeiten von drei bis vier Millisekunden RTT (Round Trip Time) und einer Datenrate von über 4 GBit/s im Download und 2 GBit/s im Upload sind diese Millimeterwellen besonders für datenintensive Anwendungsfälle in der Fertigungsbranche geeignet. Die 5G-mmWave-Kommunikation stammt von Telit Cinterion, einem globalen Anbieter für IoT-Ende-zu-Ende-Lösungen.

Upload statt Download im Fokus

Während Kunden bereits 5G-Campus-Netze im sogenannten Mid-Band für viele Industrieanwendungen einsetzen, können sie nun das Potenzial durch die Nutzung von 5G-mmWave für zusätzliche Anwendungen nutzen. Maschinen sammeln unzählig viele Terabyte an Daten, deren Upload in die Cloud und Analyse eine Vielzahl neuer Anwendungsfälle – besonders im Bereich der künstlichen Intelligenz – ermöglichen. Millimeterwellen spielen dabei eine zunehmend wichtige Rolle u.a. in der drahtlosen Kommunikationstechnologie oder Bildgebung. Sie zeichnen sich durch kurze Wellenlänge und hohe Bandbreiten aus. Besonders groß ist ihr Potenzial für die Entwicklung innerhalb von 5G-Campus-Netzen sowie für Anwendungen im Bereich der autonomen Fahrzeuge und Fertigungsindustrie. Die besondere Fähigkeit der mmWaves liegt darin, große Datenmengen in Echtzeit zu übertragen. Das Frequenzspektrum rund um 26 GHz wird in Deutschland von der Bundesnetzagentur exklusiv an Interessenten zugeteilt. Die Nutzung ist derzeit nur für lokale Anwendungen möglich.

„Für unsere Industriekunden ist es sehr wichtig, Daten aus den Maschinen upzuloaden, um sie in Echtzeit analysieren zu können“, erläutert Klaus Werner, Geschäftsführer Geschäftskunden Telekom Deutschland GmbH. „Nur so können die Unternehmen KI-Anwendungen sinnvoll sowie effizient einsetzen und daraus einen großen Nutzen für ihr Geschäft ziehen.“

„Wir ermöglichen unseren Kunden ein bisher unerreichtes Maß an Effizienz, Produktivität und Innovation. Durch die nahtlose Integration von 5G mmWave in ihre Abläufe kann jedes Gerät und jeder Prozess Konnektivität in einem noch nie dagewesenen Ausmaß erreichen“, sagte Marco Contento, VP of Product Management, Mobile Broadband bei Telit Cinterion. „Gemeinsam tragen wir dazu bei, den Weg für die Industrie zu ebnen, um Abläufe zu rationalisieren, Wartungsanforderungen zu antizipieren und eine Vielzahl zukünftiger Möglichkeiten zu schaffen.“

Autonom arbeitende Roboter im Werner-von-Siemens Centre

Das 5G-Standalone-Campus-Netz des Werner-von-Siemens Centre funktioniert getrennt vom öffentlichen Mobilfunknetz der Telekom. Die gesamte Infrastruktur, von den Antennen über aktive Systemtechnik bis zum Kernnetz, kommt von Ericsson. Auf Basis dieses Netzes arbeitet eine Flotte autonom fahrender und agierender Roboter in dem Center an verschiedenen Anwendungsfällen. Oft reicht dabei das 5G-Standalone-Netz aus, um die Roboter zu steuern. Bei erhöhten Anforderungen an die Kommunikation und die Datenübertragung und damit auch beim Lösen von komplexeren Aufgaben, kommen die 5G-Millimeterwellen zum Tragen. So beispielsweise bei einem Anwendungsfall aus der Computer Vision: Der Roboter holt eine Bestellung ab und überprüft auf dem Weg zum nächsten Zielpunkt, ob die georderte Ware vollständig ist. Bei einer Abweichung ordert er die Ware direkt nach.

Neben diesen sind im Werner-von-Siemens Centre noch viele weitere Szenarien abgebildet. Hier arbeiten Industrie, Forschungseinrichtungen (u.a. TU Berlin und Fraunhofer) sowie kleine und mittelständische Unternehmen und Start-ups an praxisorientierten Lösungen für Unternehmen – u.a. für die autonome Produktionslogistik und andere Herausforderungen der industriellen Fertigung.

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