Mit der Initiative „5G Bavaria“ unterstützt der Freistaat Bayern Unternehmen durch ein einzigartiges Angebot aus einem Testzentrum und zwei Testbeds für Industrie-4.0- und Automotive-Anwendungen am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen und Nürnberg.
Staatsminister Aiwanger bei der Eröffnung des 5G-Bavaria-Testzentrums am Fraunhofer IIS.
(Bild: Fraunhofer IIS/Peter Roggenthin)
Die Entwicklung von 5G-basierten Lösungen wird ein entscheidender Baustein bei der Umsetzung neuer IoT-Anwendungen sein. Mit dem Angebot von 5G Bavaria könnten Unternehmen die vorhandene Lücke zwischen der rasant fortschreitenden Standardisierung von 5G und der praktischen Umsetzung für den industriellen Einsatz schließen. Firmen könnten Anwendungen unter realistischen Testbedingungen erproben und dabei von der neutralen Expertise des Fraunhofer IIS als Partner für Forschung, Technologieentwicklung und -evaluierung sowie technischer Beratung profitieren.
Wie wichtig eine flächendeckende Vernetzung und eine präzise Lokalisierung bei der Umsetzung digitalisierter Prozesse sei, offenbare die derzeitige Krise. Ein Schlüssel für neue Anwendungen und Lösungen sei dabei der 5G-Mobilfunkstandard. Er mache echtzeitfähige Vernetzung und hochgenaue Lokalisierung für den Einsatz in Produktions- und Logistikszenarien sowie in Mobilitätsanwendungen möglich.
„Mit seiner anerkannten Expertise und seinem wissenschaftlichen Know-how kann eine unabhängige Forschungs- und Entwicklungseinrichtung wie das Fraunhofer IIS eine frühzeitige und effektive Umsetzung von neuen 5G-Technologien in marktreife Produkte für Unternehmen mitgestalten“, erläutert Staatsminister Hubert Aiwanger. „Das ist für das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie der Antrieb, das Testzentrum mit einer Fördersumme von rund 18 Millionen Euro und die Testbeds mit 7,9 Millionen Euro zu unterstützen.“
Testzentrum schließt die Lücke zwischen Theorie und Praxis
„Die Kombination aus Forschung und Unternehmen, die gemeinsam von der Standardisierung bis zu den Anwendungsszenarien 5G-Technologien vorantreiben und in konkreten Lösungen in den Unternehmen zum Einsatz bringen, sucht seinesgleichen“, ergänzt Prof. Dr. Albert Heuberger, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IIS. Diese Verbindung schaffe für die Erweiterbarkeit und Nachhaltigkeit von Technologien den sicheren Boden für Unternehmen, die in neue Anwendungen für 5G investieren und neue Dienste und Angebote entwickeln.
Die Initiative 5G Bavaria am Fraunhofer IIS begleite den Übergang von der Forschung und Standardisierung in die Anwendung und biete Unternehmen die Möglichkeit zur Evaluierung von neuen Funktionalitäten im Kontext eines 5G-Gesamtsystems. „Es stehen sowohl laborbasierte Simulations- und Emulationsverfahren wie auch Tests in realer Mobilfunkumgebung zur Verfügung“, umreißt Dr. Bernhard Niemann, Projektleiter des 5G-Bavaria-Testzentrums, die Ausrichtung und das Angebot.
5G-Bavaria-Testzentrum, Testbed-Industrie 4.0 und Testbed-Automotive
„Mit der Eröffnung des 5G-Bavaria-Testzentrums und des Testbeds-Industrie 4.0 am Fraunhofer IIS wird Unternehmen ein einzigartiges Angebot bereitgestellt, das die zeitgleiche Entwicklung von Technologien, deren Einbindung in Prozessabläufe sowie den Test in praxisnahen Umgebungen erlaubt. Damit eröffnen sich für die Industrieunternehmen in Nürnberg und Bayern neue Perspektiven und es wird Wertschöpfung am Wirtschaftsstandort Nürnberg geschaffen“, begrüßt Marcus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, die Initiative des Bayerischen Wirtschaftsministeriums.
Bereits heute schon biete das 5G Bavaria-Testzentrum anhand verschiedener Simulationsverfahren und Demonstratoren ein attraktives Angebot für Unternehmen: von der zuverlässigen Sensorvernetzung über Simulationsplattformen und verschiedensten Lokalisierungstechnologien bis hin zu Machine-Learning-unterstützten Verfahren.
Das angegliederte 5G-Testbed-Industrie 4.0 am Fraunhofer IIS in Nürnberg sei eine offene Testumgebung, in der kundenspezifische Anwendungen aus den Bereichen Industrie und Logistik unter realistischen Bedingungen mit neuester Mobilfunktechnik in einem eigenständigen 5G-Campusnetz getestet werden können. Mit 5G sei es möglich, komplexe und sicherheitskritische Anwendungen in der Produktion wie z.B. für die Mensch-Maschine-Interaktion drahtlos zu realisieren. „So können im Testbed-Industrie 4.0 vernetzte, flexible und individualisierte Produktionsprozesse frühzeitig in einem Campusnetz erprobt werden“, erklärt Thomas von der Grün, Projektleiter 5G-Bavaria-Testbed-Industrie 4.0 im Nürnberger Nordostpark.
Stand: 08.12.2025
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Das derzeit im Aufbau befindliche 5G-Bavaria-Testbed-Automotive sei eine Testinfrastruktur zur Erprobung von 5G-Funktionalitäten in realer Verkehrsumgebung.
Aufbau und Betrieb der beiden Testbeds erfolgen in Kooperation mit dem Leistungszentrum Elektroniksysteme LZE e.V.