Die Schleich GmbH transformierte ihre IT-Landschaft und führte die Netzwerklösung Cisco Meraki ein. Beim Betrieb des Unternehmensnetzwerks unterstützt der ICT-Dienstleister Damovo den Spielzeughersteller mit umfassenden gemanagten Services.
Der Spielwarenhersteller Schleich setzt auf eine Cloud-basierte Cisco-Meraki-Infrastruktur. Damovo übernimmt Betrieb und Support weltweit.
(Bild: Schleich)
Ob Panda, Löwe oder Pferd: Die naturgetreuen Tierfiguren bilden bis heute das Herzstück der Schleich GmbH. Der Spielzeughersteller mit Hauptsitz in München vertreibt seine authentischen Spielfiguren und -Sets in mehr als 60 Länder der Welt. Rund 40 Millionen Tierfiguren hat der Spielzeughersteller allein im letzten Jahr weltweit verkauft. Mit 15 Niederlassungen und einem großen Händlernetz ist Schleich global vertreten.
Michael Haldmaier, Team Lead IT-Infrastruktur und Services, Schleich GmbH.
(Bild: Schleich)
Heterogene IT-Landschaft
Für den Betrieb der unternehmensweiten IT-Infrastruktur arbeitet Schleich mit IT-Dienstleistern zusammen, um einen 24/7-Support abzudecken und dabei die verschiedenen Zeitzonen, Sprachen und weitere Faktoren berücksichtigen zu können.
„Unsere IT-Landschaft war anfangs sehr heterogen und sternförmig aufgebaut. Jeder Standort verfügte über sein eigenes Netzwerk, das mit dem zentralen Knoten in Schwäbisch Gmünd verbunden war. Das stellte ein Risiko dar. Denn wenn dort eine Störung auftrat, waren sämtliche Standorte betroffen. Das wollten wir ändern“, sagt Michael Haldmaier, Team Lead IT-Infrastruktur und Services bei Schleich.
Daher transformierte Schleich die On-Premises-basierte IT-Landschaft in eine Cloud-basierte Umgebung und führte die Netzwerk-Lösung Cisco Meraki ein.
Support-Leistungen für internationale Standorte
Technologisch löste die neue Architektur viele Abhängigkeiten. Doch es blieb die Herausforderung, die IT-Infrastruktur mit begrenzten personellen Ressourcen weltweit zu managen, Endgeräte auszutauschen, Software-Updates strukturiert einzuspielen und Störungen nachzuverfolgen.
Schleich holte sich deshalb externe Unterstützung: Der IT-Dienstleister Damovo übernahm Betrieb und Wartung der Meraki-Umgebung. „Wir brauchten einen Partner, der nicht nur Meraki beherrscht, sondern auch weltweit Services liefern kann“, sagt Haldmaier. Entscheidend war dabei nicht nur die technische Expertise, sondern auch ein partnerschaftlicher Umgang auf Augenhöhe.
Netzwerktechnologie mit Managed Services
Der ICT-Dienstleister unterstützt den Spielzeughersteller mit umfassenden gemanagten Services beim Betrieb der Cisco Meraki-Netzwerkperipherie. Das individuelle Komplettpaket besteht aus Software, Hardware, Endgeräten, Lizenzen und Managed Services rund um die Cisco Meraki-Produktwelt.
Stefan Ilchmann, Leiter Enterprise Networking bei Damovo.
(Bild: Damovo)
Bei der Lösung „Damovo Meraki as a Service“ (DMaaS) handelt es sich um umfangreiche 24/7-Dienste und definierte Service-Module, die der Anwender nutzen kann. „Als verlängerte Werkbank unterstützen wir Schleich mit eindeutig definierten Servicemodulen sowie zugesicherten Service Level Agreements dabei, sämtliche Bearbeitungsprozesse rund um die Meraki-Netzwerkperipherie zu verschlanken, zu automatisieren und zu dokumentieren. Das schafft Transparenz und rückt den Fokus des Spielzeugherstellers auf das Kerngeschäft“, sagt Stefan Ilchmann, Global Practice Lead Enterprise Networks bei Damovo.
Verwaltung und Betrieb von über 400 Assets
Der Düsseldorfer IT-Dienstleister übernimmt das gesamte Management der mehr als 400 Assets im Cisco Meraki-Netzwerk von Schleich, verwaltet und überwacht die Meraki-Router, Switches sowie weitere Geräte und Ports.
Über die Cloud-basierte, Damovo-eigene Plattform Service Plaza wickelt das Unternehmen sämtliche IT-Servicemanagement-Prozesse rund um das Meraki-Netzwerk ab. Dazu gehören das Aufsetzen, Verwalten, Aktualisieren und Ersetzen von Hard- und Software, Konfigurationsänderungen und ein proaktives Event und Incident Management.
Über APIs behält Damovo den Überblick und kann kurzfristig reagieren, wenn zum Beispiel ein Access Point ausfällt.
Kontrolliertes Patch-Management
Schleich selbst kann heute kleinere Änderungen über das Betriebsportal selbst umsetzen und beispielsweise einen Drucker ins Netzwerk einbinden. Das gibt dem Unternehmen die erforderliche Flexibilität, um auf kurzfristige Anforderungen schnell reagieren zu können.
Größere Projekte übergibt Schleich vollständig an Damovo. Ein Beispiel: Eröffnet der Spielzeughersteller eine neue Niederlassung, übernimmt der IT-Dienstleister sowohl die technische Ausstattung als auch die Anbindung ans Unternehmensnetzwerk. Dabei verantwortet das Unternehmen die Hardware-Beschaffung, Verkabelung und Installation, das Einrichten und Konfigurieren des Netzwerks, die kurzfristige Lieferung von Ersatzteilen und den Austausch vor Ort.
Automatische Updates, die standardmäßig von Meraki vorgesehen sind, werden nach klar definierten Regeln schrittweise und kontrolliert eingespielt.
Stand: 08.12.2025
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Transparente Dokumentation
Alle vorgenommenen Änderungen und Vorfälle im produktiven Umfeld werden im Betriebsportal dokumentiert. Auf diese Weise konnte Schleich bereits zahlreiche Prozesse automatisieren und standortübergreifend standardisieren.
Friederike Wagner.
(Bild: Friederike Wagner)
„Die Zusammenarbeit mit Damovo ist sehr lösungsorientiert. Wir können die Asset-Services flexibel anpassen und bei Bedarf kurzfristig neue Leistungen hinzufügen“, sagt Haldmaier. Aktuell baut das Unternehmen die Port-Security weiter aus.
Über die Autorin
Friederike Wagner ist freie Fachjournalisten in Köln. Seit rund 20 Jahren schreibt sie über IT- und Technologie-Themen.