Zum 14.07.2015 läuft der Support für Windows Server 2003/2003 R2 aus. Schon jetzt gibt es einige Sicherheitslücken, die nicht mehr geschlossen werden. Administratoren sollten also reagieren. Die einfachste Möglichkeit ist eine direkte Aktualisierung zu Windows Server 2008 R2 SP1. Wir zeigen wie dabei vorgegangen wird.
Für den Einsatz von Windows Server 2008 R2 SP1 leistet Microsoft noch weitere fünf Jahre Support.
(Bild: Joos)
Der Vorteil beim Einsatz von Windows Server 2008 R2 SP1 ist, dass Sie noch weitere fünf Jahre Support-Unterstützung erhalten. Die Aktualisierung ist direkt im laufenden Betriebssystem möglich, das heißt, im Grunde genommen erhalten Unternehmen in wenigen Minuten ein sicheres, relativ modernes und vor allem von Microsoft noch unterstütztes Betriebssystem. Allerdings können nur die x64-Editionen von Windows Server 2003/2003 R2 auf Windows Server 2008 R2 aktualisiert werden.
Bei der Aktualisierung können Administratoren auch die Edition wechseln, also bspw. von Windows Server 2003 Standard zu Windows Server 2008 R2 Enterprise switchen. Welche Pfade unterstützt werden, ist in der Tabelle in der Bildergalerie zu sehen.
Das müssen Administratoren vor dem Wechsel zu Windows Server 2008 R2 SP1 beachten
Natürlich bergen direkte Aktualisierungen immer gewissen Gefahren. Bevor ein Unternehmen aber weiterhin auf Windows Server 2003/2003 R2 setzt, ist die direkte Aktualisierung zu Windows Server 2008 R2 der bessere Weg. Verantwortliche müssen aber sorgfältig vorgehen und die Migration gut planen.
Bei direkten Aktualisierungen sollte aber keinesfalls einfach die DVD des neuen Betriebssystems eingelegt und mit der Aktualisierung begonnen werden. Vor der eigentlichen Aktualisierung stehen einige Vorbereitungen.
Windows Server 2003/2003 R2 kann direkt auf Windows Server 2008 R2 aktualisiert werden, wenn das Service Pack 2 für Windows Server 2003 installiert ist. Dieses Service Pack muss also vor dem Upgrade auf dem Server installiert werden.
Vor der Aktualisierung sollte überprüft werden, ob die Hardware im Server von Windows Server 2008/2008 R2 unterstützt wird. Zudem sollten für alle Geräte aktuelle Treiber vorliegen, vor allem für die Netzwerkkarte und den Datenspeicher. Auch Systemanwendungen wie die Datensicherung und der Virenschutz müssen die neue Version unterstützen.
Arbeiten Unternehmen mit Netzwerküberwachungsprogrammen sollten Administratoren beachten, dass Sie den Computer in den Wartungsmodus versetzen. Alle installierten Anwendungen, Management Packs für Netzwerküberwachungsprogramme, und installierte Tools müssen kompatibel zu Windows Server 2008 R2 sein.
Die Windows-Firewalleinstellungen von Windows Server 2008 R2 dürfen Verbindungen zu anderen Servern nicht blockieren. Auch eventuell vorhandene IPSec-Regeln müssen unter Umständen aktualisiert oder entfernt werden.
Domänencontroller aktualisieren
Aktualisieren Administratoren einen Domänencontroller von Windows Server 2003/2003 R2 zu Windows Server 2008/2008 R2, muss zuvor das Active Directory für Windows Server 2008 R2 vorbereitet werden. Dazu wird das Tool Adprep aus dem Verzeichnis "\Support\Adprep" von der Windows Server 2008 R2-DVD verwendet. Das Tool muss in der Domäne "adprep /domainprep" und in der Gesamtstruktur "adprep /forestprep" ausgeführt werden. Die genaue Vorgehensweise ist folgende:
Melden Sie sich mit einem Benutzerkonto an, dass Mitglied der Gruppen Organisations-Administratoren, Schema-Admins und Domänen-Admins der Stammdomäne ist.
Kopieren Sie den Inhalt des Verzeichnisses "\support\adprep" von der Windows Server 2008 R2-DVD auf den Domänencontroller, der die Rolle des Schemamasters verwaltet.
Öffnen Sie auf dem Server eine Befehlszeile und navigieren Sie in das Verzeichnis, in das Sie adprep kopiert haben.
Geben Sie den Befehl "adprep /forestprep" ein. Führen Sie adprep unter Windows Server 2003 32-Bit aus, müssen Sie statt adprep.exe die Datei adprep32.exe verwenden; die Optionen bleiben gleich. Solche Server können Sie aber nicht direkt zu Windows Server 2008 R2 aktualisieren, da dieses Betriebssystem nur als 64-Bit-Version zur Verfügung steht.
Wollen Sie auch schreibgeschützte Domänencontroller (Read-Only Domain Controller, RODC) installieren, geben Sie noch den Befehl "adprep /rodcprep" ein.
Im Anschluss müssen Sie auch die Domänen vorbereiten, in denen Sie Domänencontroller unter Windows Server 2008 R2 installieren wollen. Kopieren Sie dazu wieder den Inhalt des Verzeichnisses "support\adprep", aber dieses Mal auf den Domänencontroller mit der Infrastrukturmaster-Rolle.
Öffnen Sie auf dem Server eine Befehlszeile, navigieren Sie zum Verzeichnis in das Sie adprep kopiert haben und geben Sie den Befehl "adprep /domainprep /gpprep" ein. Domäne und Gesamtstruktur sollten sich dazu im einheitlichen Modus befinden.
Stellen Sie sicher, dass sich die Domänencontroller replizieren.
Aktualisierung durchführen.
Sind alle Vorbereitungen getroffen, können Administratoren die Server auf Windows Server 2008 R2 aktualisieren. Zur Aktualisierung wird folgendermaßen vorgehangen:
Starten Sie Windows Server 2003/2003 R2 und melden Sie sich am Server an.
Legen Sie die Installationsdateien von Windows Server 2008 R2 in das Laufwerk.
Entweder öffnet sich nach dem Einlegen der Windows Server 2008 R2-DVD das Autostartmenü, oder Sie klicken doppelt auf die Datei setup.exe, um die Installation zu starten.
Es öffnet sich das Menü zur Installation. Starten Sie diese und warten Sie, bis die Dateien kopiert wurden, und der Assistent mit seiner Arbeit beginnt.
Nachdem Sie die Installation gestartet haben, erscheinen ähnliche Fenster, wie bei der Neuinstallation von Windows Server 2008 R2.
Als Erstes wird jedoch ein Fenster angezeigt, in dem Sie entscheiden müssen, ob zunächst aus dem Internet die aktuellsten Installationsdateien heruntergeladen werden sollen, oder ob Sie die Installation mit der bestehenden Installationsroutine installieren möchten (siehe Abbildung 1).
Wenn Sie die Installationsroutine aktualisieren lassen, werden verfügbare Sicherheitsupdates direkt in die Installation eingebunden sowie aktuellere Treiber heruntergeladen. Sie sollten die Option wählen, damit zunächst nach aktuellen Dateien im Internet gesucht wird.
Auf dem nächsten Fenster wählen Sie die Edition und Version aus, zu der Sie den Server aktualisieren wollen (siehe Abbildung 2).
Nachdem die Lizenzbedingungen bestätigt sind, können Sie entscheiden, ob Sie die bestehende Windows-Installation aktualisieren oder ob Sie lieber eine parallele Neuinstallation von Windows durchführen wollen (siehe Abbildung 3). Die parallele Installation tastet Ihre bestehende Installation nicht an, dafür müssen Sie alle Serveranwendungen auf der parallelen Installation jedoch neu installieren und einrichten. Über ein Boot-Menü werden Sie bei dieser Option künftig gefragt, welche Version Sie starten möchten Bei der direkten Aktualisierung wird das bestehende System überschrieben und aktualisiert. Installierten Serveranwendungen werden übernommen und funktionieren danach im aktualisierten System weiter. Dieses Vorgehen ist der empfohlene Weg.
Wählen Sie die entsprechende Option, damit die Installation fortgesetzt werden kann. Wenn Sie als Installationsmethode Upgrade ausgewählt haben, überprüft ein Assistent, ob alle Applikationen auf dem Server auch kompatibel zu Windows Server 2008 R2 sind. Serveranwendungen sollten aber selbst überprüft werden (siehe Abbildung 4).
Nachdem auch dieses Fenster bestätigt wurde, startet die Aktualisierung (siehe Abbildung 5).
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Stand: 08.12.2025
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