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Simulationsübungen sind ein Muss Richtig reagieren im Ransomware-Fall

Von Ira Zahorsky 2 min Lesedauer

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Man kann es schon nicht mehr hören: Ransomware-Angriffe nehmen stetig zu. Doch es hilft nichts, den Kopf in den Sand zu stecken. Unternehmen brauchen eine Strategie, um mit diesen Angriffen umgehen zu können und den Schaden möglichst gering zu halten. Check Point rät zu gezielten Simulationen.

Brandschutzübungen für den Ransomware-Ernstfall: Check Point gibt fünf Empfehlungen.(Bild:  Canva / iz)
Brandschutzübungen für den Ransomware-Ernstfall: Check Point gibt fünf Empfehlungen.
(Bild: Canva / iz)

„Üben, üben, üben“, empfiehlt Jens Krickhahn, Practice Leader Cyber & Fidelity – Financial Lines bei Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS), Unternehmen in puncto Ransomware. Denn schließlich stellt sich nicht mehr die Frage, ob ein entsprechender Angriff erfolgreich ist, sondern wann. Auch der Security-Anbieter Check Point ist überzeugt, dass „Simulationsübungen ein wichtiger Bestandteil jeder Strategie zur Stärkung der Abwehrbereitschaft“ sind. Dazu gibt Check Point den Unternehmen fünf Empfehlungen für so genannte Ransomware-Tabletop-Übungen an die Hand.

Empfehlungen für Ransomware-Simulationen

  • 1. Schulung und Vorbereitung: Zunächst müssen die Teilnehmenden wissen, warum und wie ein Unternehmen mit einem Ransomware-Vorfall konfrontiert werden könnte. Auch weitere Informationen wie Begriffserklärungen, Zweck der Aktivitäten sowie Verfahrensdokumente tragen dazu bei, dass die Mitarbeitenden im Krisenfall besser reagieren und unterstützen können. Essenziell sind standardisierte Dokumentationsprozesse.
  • 2. Kollaborative Umgebung: Wichtig für die Tabletop-Übungen ist eine stressfreie Lernumgebung. Das gemeinsame Ziel, nämlich die Cybersicherheit des Unternehmens zu verbessern, sollte hervorgehoben werden.
  • 3. Realistische Szenarien: Das Szenario sollte Check Point zufolge folgende Komponenten beinhalten: Entdeckung der Sicherheitsverletzung, Benachrichtigung der Strafverfolgungsbehörden, Lösegeldforderung, Wiederherstellung der Systeme unter Verwendung von Backups und den Entscheidungsprozess, ob das Lösegeld gezahlt werden soll oder nicht.
  • 4. Variationen des Szenarios: Alternative Simulationen, beispielsweise ein zweiter Ransomware-Angriff innerhalb von 24 Stunden, soll das Team auf unerwartete Umstände vorbereiten. Außerdem kann der Reaktionsplan so auf verschiedene Aspekte getestet werden.
  • 5. Bewertung nach der Übung: Die Auswertung nach der Übung durch die Koordinatoren ist unumgänglich, um Verbesserungen in den Krisenplan einzuarbeiten.

Vorteile einer Ransomware-Übung

Wenn man bedenkt, dass einer Bitkom-Umfrage zufolge 11 Prozent der durch Ransomware betroffenen Unternehmen auch bezahlt haben. Wobei das Lösegeld bei weitem nicht der einzige Kostenpunkt eines solchen Angriffs ist. Ransomware-Übungen sind als gute Vorbereitung zur Schadensbegrenzung unumgänglich. Führungskräfte und Teams können durch die Simulation einen Krisenplan erstellen, bei dem jeder seine Aufgabe versteht und entsprechend reagieren kann.

Leiter der Übung sollte die Person sein, die sich auch im Ernstfall um die Einhaltung und die Koordination der zuvor erprobten Abläufe kümmert. Dieser so genannten Krisenkoordinator hat folgende Aufgaben:

  • Moderation aller Diskussionen
  • Updates zum Szenario liefern
  • geeignete Folgefragen stellen
  • dafür sorgen, dass emotionale Aspekte weitestgehend ausgeblendet werden und die sachliche Durchführung im Vordergrund steht und bleibt

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