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Funk-Chips bringen Wertschöpfung auf Vordermann aber nicht immer Erfolg

RFID heißt: Innovationen voraus!

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Funkfrequenz bedingt Störanfälligkeit

Auch wenn viele RFID-Tags im hochfrequenten (HF) oder ultrahochfrequenten (UHF) Bereich arbeiten, gibt es letztlich kein optimales Frequenzspektrum für alle angestrebten Anwendungen. Das jeweils beste Frequenzband hängt unmittelbar von den jeweiligen Anforderungen und den Umweltbedingungen ab.

So sind Anwendungen, die im Bereich hoher Frequenzen arbeiten, besonders für das parallele Auslesen im Pulk (auch: Bulk) geeignet, da sie höhere Datenraten, kürzere Lesezeiten und größere Übertragungsreichweiten erreichen. Dieser Vorteil der Frequenzen wird allerdings durch die größere Störanfälligkeit bei der Übertragung von Daten im Umfeld von Flüssigkeiten oder Metallen erkauft.

Einigung im komplexen Interessengeflecht ist gefragt

Die Bedeutung der politischen Aspekte ist in verschiedenem Kontext von RFID verschieden gewichtet. So sind die beiden Aspekte Datenschutz und Datensicherheit sowie Gesundheitsschutz und Umweltschutz dann besonders wichtig, wenn der Konsument in direkten Kontakt mit der Technologie kommt. Demgegenüber spielen die beiden Aspekte Frequenzharmonisierung sowie Standardisierung beim internationalen Warenverkehr eine besondere Rolle.

Abseits dieser Unterschiede in der Gewichtung haben all diese Aufgabenfelder gemein, dass auf nationaler und internationaler Ebene zahlreiche, teilweise sogar gegensätzliche wirtschaftliche, technologieorientierte und gesellschaftspolitische Interessen aufeinander stoßen.

Dieser komplexen Gemengelage entsprechend kommt der Einigungsprozess nur langsam voran – trotz zahlreicher Bemühungen verschiedener politischer Institutionen. Dies wirkt auf die Entwicklung des vom Wesen her hochdynamischen RFID-Marktes retardierend.

Wie schwer es fällt, einen tragfähigen politischen Ausgleich zwischen durchaus begründeten, aber gegensätzlichen Interessen zu finden, zeigt beispielsweise der Disput über Opt-out-Option oder der Opt-in-Option im Einzelhandel. Bei diesem Disput zwischen Opt-out-Option und Opt-in-Option findet sich die Politik im Spannungsfeld der Forderungen von Unternehmen und Verbraucherschützern.

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