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Dimensionen der technischen Vielfalt
RFID-Systeme können offen oder geschlossen sein. Geschlossene Systeme werden in einem abgeschlossenen Prozess eingesetzt. Dieser abgeschlossene Prozess zeichnet sich dadurch aus, dass RFID-Tags unkontrolliert weder zu- noch abfließen. Da der Prozess abgeschlossen ist, kann der Anwender die Parameter der Einzelkomponenten (wie Software, Frequenzbereich, Bauform des RFID-Tags) ohne Abstimmung mit einem anderen Unternehmen frei wählen und somit optimal auf die eigenen unternehmensinternen Erfordernisse abstimmen.
Demgegenüber haben offene Systeme immer Schnittstellen zu anderen Unternehmen innerhalb der Wertschöpfungskette. Der Komplexitätsgrad offener Systeme steigt ohne einen allgemein anerkannten technischen Standard mit der Anzahl der zu integrierenden Partner schnell an. Es gilt, die Interoperabilität zwischen den bestehenden Prozessen, insbesondere in den Bereichen Enterprise Resource Planning (ERP) oder Warehouse Management System (WMS), entlang der Wertschöpfungskette reibungslos zu gestalten.
Einfach verfügbare Information als zweischneidiges Schwert
RFID-Systeme können Daten zentral oder dezentral vorhalten. Bei der derzeit weit verbreiteten zentralen Datenhaltung speichert der RFID-Tag lediglich einen Nummerncode, nicht aber die objektbezogene Information selbst. Die objektbezogene Information ist diesem Nummerncode eindeutig zugeordnet und wird von der zentralen Datenbank vorgehalten.
Demgegenüber speichert der RFID-Tag im Fall der dezentralen Datenhaltung nicht nur einen Nummerncode, sondern auch objektbezogene Informationen (Data-on-Tag). Der Vorteil der dezentralen Datenhaltung liegt darin, dass die Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette die relevante Information unmittelbar vom RFID-Tag erfahren. Dieser Vorteil wiegt im Fall zeitsensitiver Prozesse, wie sie beispielsweise in der Produktion vorkommen, besonders schwer. Aber diese einfache Verfügbarkeit objektbezogener Informationen ist auch unmittelbar mit zwei großen Nachteilen verbunden. So müssen zum einen die dezentralen Systeme vor unberechtigten Zugriffen Dritter geschützt werden. Zum anderen sind sie tendenziell störanfälliger, da mehr Daten pro Zeiteinheit ausgelesen werden.
Kosten, Lebensdauer und Reichweite durch Energieversorgung bedingt
Nach dem Kriterium der Energieversorgung werden aktive und passive RFID-Tags unterschieden. Während sich aktive RFID-Tags über eine eigene Energiequelle versorgen, beziehen passive RFID-Tags ihre Energie über die Potenzialdifferenz im elektromagnetischen Feld. Die Energieversorgung hat einen erheblichen Einfluss auf Einsatzgebiet, Kosten, Lebensdauer und Funkreichweite des RFID-Tags.
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