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5G-Technologie für die Forschung Privates 5G-Campusnetz für die Technische Hochschule Brandenburg

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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5G soll den digitalen Wandel in Brandenburg beschleunigen. Die Technologie wird daher im Verbundprojekt „5G-Testbed-BB“ erforscht, entwickelt und getestet. An der TH Brandenburg hat der Forschungsverbund nun ein 5G-Standalone-Netz der Telekom in Betrieb genommen.

Acht neue Antennen im Hauptgebäude und drei im Außenbereich sorgen für 5G auf dem Gelände der THB in Brandenburg an der Havel.(Bild:  THB / Oliver Karaschewski)
Acht neue Antennen im Hauptgebäude und drei im Außenbereich sorgen für 5G auf dem Gelände der THB in Brandenburg an der Havel.
(Bild: THB / Oliver Karaschewski)

Das private 5G-Campusnetz an der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) ist das erste, welches im Verbundprojekt „5G-Testbed-BB“ realisiert wurde. Unter der Konsortialführung von Brandenburgs Wirtschaftsministerium sollen in Schönhagen, Cottbus und Welzow weitere Campusnetze errichtet bzw. ausgebaut werden.

5G-Infrastruktur innerhalb weniger Wochen realisiert

Bei der THB kommt die Telekom-Geschäftskundenlösung „Campus-Netz Private“ mit 5G-Standalone-Technologie (5G SA) zum Einsatz. Hierfür hat der Netzbetreiber acht Indoor-Antennen auf zwei Etagen im Hauptgebäude und im Wirtschaftswissenschaftlichen Zentrum der THB installiert. Drei weitere Microsendestationen wurden im Außenbereich des Hochschulgeländes aufgebaut. Eine Besonderheit bei dem Projekt: Zusätzlich zum 5G-Campusnetz hat die Telekom erstmals eine Wi-Fi-6E-Infrastruktur aufgebaut, die parallel zum 5G-SA-Netz betrieben wird. Die Hochschule wird so neben spezifischen Anwendungsfällen auch das Zusammenspiel der beiden Technologien untersuchen. Der gesamte Aufbau des Campusnetzes und die Integration in die vorhandene Hochschulinfrastruktur erfolgten innerhalb von rund zehn Wochen.

Lokales 5G-Standalone-Netz

Das 5G-SA-Campusnetz funktioniert getrennt vom öffentlichen Mobilfunknetz. Die gesamte Infrastruktur, von den Antennen über aktive Systemtechnik, Gateways bis hin zum Netzwerkserver, befindet sich auf dem Gelände der THB. Dadurch bleibt der gesamte Datenverkehr im lokalen Campusnetz. Diese lokale Anbindung ermöglicht eine besonders sichere und schnelle Verarbeitung der Daten. Die kurzen Wege der eigenständigen 5G-Architektur unterstützen datenintensive Anwendungen mit Reaktionszeiten im Millisekunden-Bereich. Das 5G-SA-Netz funkt dabei auf eigens für die Hochschule reservierten Frequenzen im Bereich von 3,7 bis 3,8 GHz. So stehen den Forschenden bis zu 100 MHz Bandbreite exklusiv zur Verfügung.

Verbundprojekt „5G-Testbed-BB“

Ziel des 2023 ins Leben gerufenen Verbundvorhabens „5G-Testbed-BB“ ist es, die Wirtschaft und Verwaltung im Land Brandenburg – insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen sowie die öffentliche Verwaltung – innovativer, effizienter und resilienter zu machen. Die Inbetriebnahme des 5G-Campusnetzes vollzog der Leitende des 5G-Forschungsteams, Prof. Dr. Jochen Scheeg von der THB, im Schulterschluss mit Mathias Poeten, Mobilfunknetz-Chef der Telekom Deutschland, vor rund 40 Gästen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Anschließend unterzeichneten das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie (MWAE) des Landes Brandenburg, die Telekom Deutschland und die THB ein Memorandum of Understanding (MoU).

Organisiert wurde die Eröffnung des 5G-Campusnetzes an der THB u.a. vom Institut für Innovations- und Informationsmanagement (ifii) im Auftrag des MWAE. Das Institut betreut das 5G-Konsortium und unterstützt das Wirtschaftsministerium bei der Fortschreibung der 5G-Strategie des Landes.

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