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Spam-Anrufe mit der Fritzbox und anderen Routern zuverlässig blockieren PhoneBlock: Kostenloses Tool macht Schluss mit nervigen Anrufen

Von Thomas Joos 3 min Lesedauer

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Mit aktuellen Fritzboxen ist es jetzt möglich, Spam-Anrufe über ein kostenloses Tool zu blockieren. Neben Privathaushalten profitieren davon auch kleine Unternehmen und Freiberufler. Der Beitrag zeigt, was dahintersteckt.

Unerwünschte Spam-Anrufe nerven! Das Tool PhoneBlock hält solche Anrufe von Fritzboxen und anderen CardDAV-fähigen Routern fern!(Bild:  Joos - PhoneBlock by Bernhard Haumacher)
Unerwünschte Spam-Anrufe nerven! Das Tool PhoneBlock hält solche Anrufe von Fritzboxen und anderen CardDAV-fähigen Routern fern!
(Bild: Joos - PhoneBlock by Bernhard Haumacher)

Auf vielen Telefonanschlüssen laufen ständig Spam-Anrufe auf, die professionelle Anwender beim Arbeiten stören und Privatpersonen schlichtweg nerven. Wer eine Fritzbox nutzt, kann jetzt mit kostenlosen Diensten Spam-Anrufe zuverlässig filtern. PhoneBlock ist ein solcher Dienst, der auch Android-Smartphones und iPhones vor Spam schützen kann. PhoneBlock ist kostenlos, der Entwickler freut sich aber über Spenden. Neben Fritzboxen unterstützt das Tool auch andere VOIP-Router, wenn diese das CardDAV-Protokoll unterstützen.

PhoneBlock blockiert Spam-Anrufer

Um mit PhoneBlock auf der Fritzbox Spam-Anrufe zu blockieren, ist zunächst ein kostenloses Konto beim Anbieter notwendig. Nach der Anmeldung auf der PhoneBlock-Seite, zeigt diese alle notwendigen Daten an, die in der Fritzbox eingetragen werden müssen. Der Schutz erfolgt über ein Telefonbuch des Anbieters, das zahlreiche Spam-Nummern kennt. Auf Basis des externen Telefonbuches erkennt auch die Fritzbox die Anrufe und kann diese zuverlässig blockieren. Die Liste ist dynamisch, wird durch den Anbieter also regelmäßig aktualisiert. Die Fritzbox kann so immer zuverlässig auf die neusten Daten zugreifen.

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PhoneBlock-Telefonbuch auf der Fritzbox importieren

Um das Spam-Telefonbuch von PhoneBlock zu nutzen, erfolgt in der Weboberfläche der Fritzbox ein Klick auf "Telefonie -> Telefonbuch -> Neues Telefonbuch". Das funktioniert in älteren FritzOS-Versionen ebenso wie in der neuen Version 8.0. Als Name für das Telefonbuch kann zum Beispiel "PhoneBlock" verwendet werden. Zusätzlich erfolgt ein Klick auf "Telefonbuch eines Online-Anbieters nutzen" und dann "CardDAV-Anbieter".

Danach erfolgt die Eingabe der Daten zum Telefonbuch und der Annmeldeinformationen. Diese Daten sind auf der PhoneBlock-Webseite zu sehen, nachdem man sich an der Oberfläche angemeldet hat. Nach der Speicherung des Telefonbuchs erfolgt noch die Zuweisung an die Telefone im Haushalt oder Büro, die durch die Liste geschützt sein sollen. Nach der erfolgreichen Synchronisierung ist das Telefonbuch bei "Telefonie -> Telefonbuch" zu sehen. Durch einen Klick auf das Telefonbuch, zeigt dieses die enthaltenen Nummern an.

Damit die Fritzbox die Nummern blockiert, ist es notwendig bei "Telefonie -> Rufbehandlung" das Telefonbuch bei "Rufnummernbereiche sperren" über "Bereich hinzufügen" zu hinterlegen. Wichtig ist dabei die Option "Gesamtes Telefonbuch" auszuwählen und dann "an alle Telefonnummern". Bei "Telefonbuch" wird das PhoneBlock-Telefonbuch ausgewählt. Nach einem Klick auf "Übernehmen" ist die Sperrliste aktiv. Die Daten für das Anbinden des Telefonbuchs lassen sich jederzeit nach dem Anmelden mit der eigenen E-Mail-Adresse auf der Webseite des Anbieters über den Menüpunkt "Einstellungen" ändern. Teilweise kann es bei der Einrichtung von PhoneBlock zu Problemen kommen. Lässt sich das Telefonbuch nicht korrekt einrichten, hilft oft das Löschen des Telefonbuchs und ein Neustart der Fritzbox.

Noch mehr Spam-Anrufer blockieren

Standardmäßig liest die Fritzbox 2.000 Nummern aus der Liste ein. Experimentierfreudige Nutzer können bei "Maximale Blockierlist-Größe" die Standardeinstellung auf bis zu 6.000 ändern. Hier sollte aber darauf geachtet werden, dass eine größere Liste eine Fritzbox schnell in Bedrängnis bringen kann. Der Download und die Synchronisierung belasten Arbeitsspeicher und CPU der Fritzbox, sodass diese schnell überlastet sein kann. Zusätzlich kann man bei "Mindest-Konfidenz" festlegen, wie empfindlich die Liste sein soll. Mit dem Wert "2" sperrt PhoneBlock sofort die Nummer, wenn ein Spam-Verdacht besteht. Um False-Positive-Meldungen zu vermeiden, kann man an dieser Stelle mit der Auswahl von "100 (nur Top-Spammer)" auf Nummer sichern gehen. Mit der Auswahl von 6.000 Einträgen und der Stufe 2 für das Blockieren, kann PhoneBlock daher maximalen Erfolg bieten, allerdings hat die Fritzbox dann viel Arbeit. Etwas Experimentierarbeit gehört daher dazu.

Wer das Telefonbuch nicht mehr nutzen will, kann es einfach aus der Weboberfläche entfernen, weitere Maßnahmen sind nicht notwendig.

PhoneBlock mit anderen Lösungen wie SpamBlockUp kombinieren

Es ist auch möglich, Die Sperrliste von PhoneBlock in andere Anti-Spam-Lösungen wie SpamBlockUp oder SpamBlocker zu integrieren. Dazu ist ein API-Key notwendig, damit die weiteren externen Anwendungen auf die Daten von PhoneBlock zugreifen können. Diesen API-Key können Anwender über die Schaltfläche "API-Key erzeugen" erstellen. Unterstützt die Anwendung das Blockieren mit PhoneBlock, kann der erzeugte API-Key hier eingetragen und dann genutzt werden. Zusätzlich ist es möglich eigene Whitelists zu erzeugen, die PhoneBlock in der eigenen Liste nicht blockiert. Auf dem gleichen Weg kann man eine eigene Blacklist erstellen. Das erfolgt über die Suche nach der Telefonnummer über das Suchfeld und dem Hinterlegen eines passenden Kommentars.

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