Mobile-Menu

Mit PowerShell und Hybridkonfigurator

Office 365 und Exchange 2010 gemeinsam im Netzwerk betreiben

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Voraussetzungen für den Hybridbetrieb

Damit der Assistent für die Hybridkonfiguration verwendet werden kann, müssen einige Voraussetzungen getroffen sein. Zunächst benötigen Unternehmen die Enterprise-Edition von Office 365. Nur diese ermöglicht den Datenaustausch zwischen lokalen Servern und der Cloud.

Auf mindestens einem Server der Organisation muss das SP2 für Exchange Server 2010 installiert sein. Der Server muss über die Rollen Clientzugriff und Hub-Transport verfügen. Für die Hybridkonfiguration benötigen Unternehmen zusätzlich eine benutzerdefinierte Domäne, über die Exchange den Nachrichtenfluss zwischen lokalen Servern und Office 365 steuert. Administratoren können dazu auch die Office 365-Infrastruktur in der Exchange-Verwaltungskonsole hinzufügen. Anleitungen zu dieser Konfiguration finden sich im TechNet.

Office 365 in der Exchange-Verwaltungskonsole verwalten

Um Postfächer und Benutzer der Enterprise-Edition von Office 365 in der Exchange-Verwaltungskonsole zu verwalten, können Administratoren die Office 365-Infrastruktur an die lokalen Server anbinden. Im ersten Schritt führen Administratoren dazu über die Organisationskonfiguration in der Exchange-Verwaltungskonsole den Assistenten zum Erstellen einer neuen Hybridkonfiguration aus (siehe Abbildung 3).

Als Nächstes ist die Verbindung der Exchange-Verwaltungskonsole und der Office 365-Organisation über das Kontextmenü von Microsoft Exchange und der Auswahl von „Exchange-Gesamtstruktur hinzufügen“ dran. Als Option wählen Administratoren Exchange Online im unteren Feld aus und geben die Authentifizierungsdaten inklusive der E-Mail-Adresse eines Office 365-Administrators ein. Anschließend ist die Office 365-Struktur in der Exchange-Verwaltungskonsole verfügbar und Benutzer lassen sich verwalten (siehe Abbildung 4).

Anschließend lassen sich Einstellungen für die Hybridkonfiguration vornehmen. Diese stehen mit der rechten Maustaste auf Organisationskonfiguration\Hybrid Configuration zur Verfügung (siehe Abbildung 5).

Über die Verwaltung der Hybridkonfiguration im Kontextmenü verbinden Administratoren die beiden Organisationen und richten die entsprechenden Einstellungen ein. Hier muss der Clientzugriffserver für die Verbindung sowie der Hub-Transportserver ausgewählt werden. Auf beiden muss das SP2 für Exchange Server 2010 installiert sein. Auch die E-Mail-Domäne für den gemeinsamen Nachrichtenfluss und die Konfiguration des Virenschutzes erledigen Administratoren über den Assistenten, zum Beispiel um den eingehenden Connector für Forefront Protection für Exchange zu konfigurieren. Der ausgehende Connector wiederum benötigt den vollqualifizierten Domänennamen, zum Beispiel mail.contoso.com.

Office 365 mit der PowerShell verwalten

Administratoren können auch ohne Hybridkonfiguration und lokale Exchange-Server viele Einstellungen von Office 365 in der PowerShell auf lokalen Servern verwalten. Dazu stellt Microsoft CMDlets kostenlos zum Download zur Verfügung Damit die Verwaltung funktioniert ist zudem noch der Anmeldeassistent auf dem entsprechenden Computer notwendig. Auf der Hilfe-Seite von Office 365 bietet Microsoft weiterführende Informationen und Hilfestellungen zum Thema.

Zur Verwaltung von Office 365 in der PowerShell starten Administratoren nach der Installation die Verknüpfung Microsoft Online Services-Modul für Windows PowerShell in der Programmgruppe Microsoft Online Services. In einer normalen PowerShell-Sitzung lassen sich die CMDlets mit dem Befehl import-module MSOnline importieren.

Das CMDlet Connect-MsolService verbindet die Konsole mit Office 365 (siehe Abbildung 6). Mit dem Befehl get-command *mso* erhalten Administratoren einen Überblick der verfügbaren Befehle. Mit Get-MsolUser lassen sich die Benutzer und Einstellungen anzeigen. Mit den Optionen True oder False setzen Administratoren Optionen, zusammen mit dem CMDlet Set-MsolUser.

(ID:31760440)