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Mit SMB 3.0 sind Daten im Netzwerk schneller greifbar

Live-Migration in Windows Server 2012

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Operation am offenen Herzen

Die Live-Migration bietet aber nicht nur die Möglichkeit ganze virtuelle Server im laufenden Betrieb auf einen anderen Hyper-V-Host zu verschieben, sondern Administratoren können auch nur den Speicherort der virtuellen Festplatten und andere Daten von virtuellen Servern im laufenden Betrieb in andere Verzeichnisse, Freigaben oder Datenträger verschieben. (siehe: Abbildung 3)

Virtuelle Server und virtuelle Festplatten lassen sich jetzt also über Cluster-Grenzen hinweg im Netzwerk verschieben. Ebenfalls neu ist Hyper-V-Replika. Bei dieser Technik synchronisieren Administratoren virtuelle Server zwischen Hyper-V-Hosts und können bei Bedarf einen Failover zum Replikat durchführen (siehe: Abbildung 4).

Wichtige Neuerungen - Livemigration ohne Cluster und SMB 3

Damit auch kleinere Unternehmen Livemigration nutzen können, muss für den Einsatz kein Cluster mehr im Einsatz sein. Windows Server 2012 kann virtuelle Server im laufenden Betrieb zwischen Hyper-V-Hosts einer Domäne übertragen, ohne dass diese Server Bestandteil eines Clusters sind (siehe: Abbildung 5).

Möglich wird das durch die Speicherung von virtuellen Servern und den Festplatten auf Freigaben auf Servern mit Windows Server 2012. Diese Freigaben stehen mit dem neuen Server Message Protokoll (SMB) 3 in Windows Server 2012 wesentlich stabiler und schneller zur Verfügung als in Windows Server 2008 R2.

Zunächst erlaubt SMB 3 mehrere parallele Zugriffe auf Freigaben, was die Geschwindigkeit erhöht. Zusätzlich ermöglicht SMB 3 beim Einsatz auf geclusterten Datei-Servern einen besseren Failover zwischen Clusterknoten. Dabei berücksichtigt Windows Server 2012 die SMB-Sitzungen der Benutzer und Server und behält diese auch bei, wenn Administratoren virtuelle Dateiserver zwischen Clusterknoten verschieben.

Der hauptsächliche Sinn dieser Neuerungen besteht darin, dass Unternehmen nicht auf teuren Speicher von Drittherstellern setzen müssen, sondern Datei-Server mit Windows Server 2012 für die Speicherung von Dateien, virtuellen Servern und virtuellen Festplatten nutzen können.

Multichannel und Hyper-V Direct

Sind im Unternehmen mehrere Server mit Windows Server 2012 im Einsatz, tauschen diese Daten über das Netzwerk mit der neuen Multichannel-Funktion aus. Mit der Funktion lassen sich von einem Server auf eine Freigabe über SMB 3 mehrere parallele Zugriffe durchführen.

Dies beschleunigt den Datenverkehr und sichert ihn auch gegen den Ausfall eines einzelnen SMB-Kanals ab. Der Vorteil liegt darin, dass Serverdienste Daten auch auf Servern speichern können, nicht nur auf der eigenen Festplatte.

Ein sinnvoller Einsatz dazu ist in Umgebungen mit Hyper-V-Hosts, die auf Windows Server 2012 aufbauen. Dazu ist weder die Installation eines Rollendienstes noch eine Konfiguration notwendig. Diesen beschleunigten Zugriff bietet Windows Server 2012 automatisch.

Team-Spieler

Damit die Funktion genutzt werden kann, müssen die Netzwerkadapter eine entsprechende Geschwindigkeit liefern. Microsoft empfiehlt dazu entweder die Installation eines 10-Gigabit-Adapters oder mindestens den Einsatz von zwei 1 Gigabit-Adaptern.

Für diese Funktion können Administratoren auch die neue Teamfunktion von Netzwerkkarten in Windows Server 2012 nutzen. Über den Server-Manager lassen sich Netzwerkadapter zu Teams zusammenfassen, auch ohne dass die Treiber dies direkt unterstützen.

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SMB Direct ist ebenfalls zwischen Servern mit Windows Server 2012 aktiv. Administratoren müssen weder Einstellungen vornehmen noch etwas installieren.

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