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Komplettes Netz-Redesign für den Versandhändler Engelbert Strauss

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Redesign mit Redundanz

Das 35.000 Quadratmeter große Betriebsgelände von Engelbert Strauss. (Archiv: Vogel Business Media)

Das neue Netzwerk-Design sieht zwei zentrale Layer-3-Switches im Core vor. Diese sorgen für vollständige Redundanz bei der Anbindung der rund 20 Etagenverteiler.

Dazu wird jeder Edge-Switch per Uplink mit beiden Core-Switches verbunden. Fällt in diesem Szenario einmal ein Core-Switch aus, berechnet das Spanning-Tree-Protokoll (STP) einen Ausweichweg. Der zweite Core-Switch kann allein den kompletten Netzwerkbetrieb aufrechterhalten.

Das Konzept beinhaltet zudem, dass die zahlreichen Server des Unternehmens über ausreichend Bandbreite mit dem Core verbunden werden. Für das Backbone kommt daher nur 10-Gigabit-Ethernet in Frage.

Alle Gebäudeteile sind per Glasfaser erreichbar. Deshalb verzichtet das das Design auf eine Distribution-Ebene. Alle Edge-Switches finden über Gigabit-Ethernet-Glasfaserstrecken direkt Anschluss an die Core-Switches.

Auswahl der Komponenten

Anfang 2008 beauftragte der IT-Leiter von Engelbert Strauss seinen Systempartner mit der Auswahl geeigneter Netzwerkkomponenten. Auf der Liste potentieller Kandidaten standen einerseits die Produkte von Hewlett-Packard als bestehender Lieferant sowie andererseits von Cisco als weltweit größter Hersteller von Switches. Als dritten Kandidat nominierte Blue Networks das kalifornische Unternehmen Extreme Networks. Denn der Dienstleister hatte schon Erfahrungen mit den Switches des Ethernet-Spezialisten.

Auswahlkriterien für die Core- und Edge-Switches waren unter anderem Layer-3-Switching, die Unterstützung von Multiple-Spanning-Tree und mindestens 100 VLANs sowie eine leistungsfähige Stacking-Technologie am Netzwerk-Edge. Peer Kohlstetter erinnert sich: „Alle drei Hersteller konnten beim Switching, den VLANs und bei Spanning-Tree gut mithalten. Beim Stacking sind jedoch die Switches von HP ausgeschieden, da sie nur über eine normale Gigabit-Ethernet-Verbindung stapelbar waren, während Cisco seine Geräte mit 32 Gigabit pro Sekunde und Extreme Network sogar mit 40 Gigabit pro Sekunde stapeln kann.“

Die Entscheidung sei letztlich zu Gunsten von Extreme Networks gefallen, da deren Geräte in mehreren Bereichen hätten deutlich punkten können. Ausschlaggebend sei sowohl „die wirklich gelungene Stacking-Technologie der Edge-Switches“ als auch die Management-Software „Epicenter“ gewesen. Zudem seien die Produkte von Extreme Networks auch noch rund 20 Prozent günstiger als die Produkte von Cisco.

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