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Gemeinsame KI-Engine und virtueller Netzwerkassistent Juniper Networks präsentiert KI-native Netzwerkplattform

Von Bernhard Lück 3 min Lesedauer

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Juniper Networks vereint seine Netzwerklösungen für Campus, Zweigstellen und Rechenzentren. Eine gemeinsame KI-Engine und ein virtueller Netzwerkassistent sollen einen KI-optimierten IT-Betrieb mit End-to-End-Transparenz und -Sicherheit in allen Unternehmensbereichen ermöglichen.

Die Marvis Minis, verfügbar über den Marvis VNA, simulieren den Endbenutzer-, Client-, Geräte- und App-Verkehr und zeigen proaktiv Netzwerkprobleme auf.(Bild:  Juniper Networks)
Die Marvis Minis, verfügbar über den Marvis VNA, simulieren den Endbenutzer-, Client-, Geräte- und App-Verkehr und zeigen proaktiv Netzwerkprobleme auf.
(Bild: Juniper Networks)

Juniper Networks möchte dazu beitragen, dass IT-Teams ihren Fokus von der Verwaltung des Netzwerkbetriebs hin zu der Bereitstellung zuverlässiger, messbarer und sicherer End-to-End-Netzwerkerfahrung für Nutzer verlagern können. Die KI-native Netzwerkplattform ermögliche einen einfachen und sicheren Day-0/1/2+-Betrieb und dadurch eine Senkung der Betriebskosten um bis zu 85 Prozent, so Juniper. Auch die Helpdesk-Tickets würden sich um bis zu 90 Prozent, die IT-Besuche vor Ort um bis zu 85 Prozent und die Problemlösungszeiten um bis zu 50 Prozent verringern.

Der Marvis Virtual Network Assistant (VNA) biete eine Konversationsschnittstelle und könne mithilfe von Mist AI proaktiv Empfehlungen aussprechen und einen autonomen Netzwerkbetrieb ermöglichen. Mit der KI-nativen Netzwerkplattform präsentiert Juniper zwei neue Erweiterungen für Marvis VNA: Marvis Minis und Marvis VNA für das Rechenzentrum.

Marvis Minis

Marvis Minis richten einen digitalen Zwilling der Netzwerkumgebung eines Kunden ein, um den Datenverkehr von Endbenutzern, Clients, Geräten und Anwendungen proaktiv zu simulieren, Netzwerkkonfigurationen zu validieren und Probleme zu finden bzw. zu erkennen, ohne dass Anwender anwesend sind. Die Daten von Minis werden kontinuierlich in die Mist-AI-Engine eingespeist und bieten eine zusätzliche Erkenntnisquelle für bestmögliche AIOps-Reaktionen.

Hierfür sei keine manuelle Konfiguration erforderlich. Das Tool sei stets aktiv und werde automatisch über Trigger-Ereignisse (z.B. nach einer Änderung der Netzwerkkonfiguration) oder nach Bedarf in Zeiten mit geringer Netzwerknutzung eingesetzt. Im Gegensatz zu herkömmlichen digitalen Twinning-Lösungen und synthetischen Tests sei Marvis Minis direkt in das Netz integriert. Die manuelle Überwachung und Analyse über externe Sensoren, Clients und Anwendungen könne somit entfallen.

Marvis Minis sollen noch im 1. Quartal 2024 verfügbar sein.

Marvis VNA für das Rechenzentrum

Der neue KI-native VNA für das Rechenzentrum biete Juniper zufolge bestmögliche Einblicke in den gesamten Lebenszyklus des Rechenzentrums, unabhängig von der Hardware des Herstellers. So würden beispielsweise Probleme mit der Rechenzentrumsverkabelung, der Konfiguration und der Konnektivität von Hardware eines beliebigen Anbieters in der Marvis Actions UI (von Juniper Apstra) angezeigt und proaktive Maßnahmen vorgeschlagen. Darüber hinaus könnten IT-Teams über die Konversationsschnittstelle direkte Anfragen stellen und mithilfe von generativer KI einen einfachen, nahtlosen Einblick in die Produktdokumentation und Wissensdatenbank des Rechenzentrums erhalten.

Aktionen für das Rechenzentrum würden in einer einzigen Benutzeroberfläche zusammen mit vergleichbaren Marvis-Aktionen für kabelgebundenen Zugang, drahtlosen Zugang und sicheres SD-WAN angezeigt. Darüber hinaus werde dieselbe Marvis-KI für generative Wissensbasisabfragen in allen Juniper-Produkten verwendet. Juniper-Kunden stünde somit erstmals ein einziger VNA für End-to-End-Transparenz und -Sicherheit in allen Unternehmensbereichen zur Verfügung.

Marvis VNA für das Rechenzentrum soll im 2. Quartal 2024 verfügbar sein.

Leistungsstarke und skalierbare Netzwerke für KI-Training und Inferenz

Juniper erweitert seine KI-Rechenzentrumslösung und schafft damit eigenen Angaben zufolge eine besonders schnelle und flexible Methode zur Bereitstellung von hochleistungsfähigen KI-Trainings- und Inferenz-Clustern, die auch mit begrenzten IT-Ressourcen einfach zu betreiben sei. Die Juniper-Lösung bestehe aus einer Spine-Leaf-Rechenzentrumsarchitektur mit einer Basis aus QFX-Switches und PTX-Routern, die von Juniper Apstra betrieben werden, einer herstellerübergreifenden Lösung für die Verwaltung, Automatisierung und Sicherung einer Datacenter-Fabric.

Aufbauend auf der KI-Rechenzentrumslösung kündigt Juniper neue Produkte und Funktionen für mehr Geschwindigkeit, Effizienz und Skalierbarkeit an:

  • Juniper Apstra wurde erweitert, um eine schnellere und effizientere Verarbeitung von KI/ML-Verkehr über Ethernet zu ermöglichen, einschließlich Congestion Management, Load Balancing und Flow Control.
  • Neue Express 5 Silicon-based PTX-Router und Linecards sollen mit maximaler Leistung und energieffizienter Nachhaltigkeit die erforderliche Skalierung mit 800GE-Kapazität ermöglichen.
  • Ein neuer QFX-Switch biete die doppelte Kapazität der vorherigen Generation und sei der erste OEM-Rechenzentrums-Switch auf Basis des Broadcom-Chips Tomahawk 5 Silicon für 800GE.

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