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KI-gestützte Netzwerkdiagnose von Juniper Juniper automatisiert den Einblick von Client bis Cloud

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Juniper Networks erweitert seine Mist-Plattform um neue Funktionen zur automatisierten Netzwerkanalyse und Fehlerbehebung. Mit „Marvis Minis“, einem neuen Dashboard und einem erweiterten Client will der Anbieter die Sicht auf das Netzwerk von Endgerät bis Cloud schärfen.

Marvis Minis soll das Monitoring digitaler Netzwerkerfahrungen über das WAN hinaus bis in Cloud-Umgebungen erweitern.(Bild:  Juniper)
Marvis Minis soll das Monitoring digitaler Netzwerkerfahrungen über das WAN hinaus bis in Cloud-Umgebungen erweitern.
(Bild: Juniper)

Juniper Networks hat seine KI-gestützte Netzwerkplattform Mist um mehrere Funktionen erweitert, die tiefere Einblicke in komplexe IT-Infrastrukturen bieten sollen. Im Zentrum der Neuerungen stehe „Marvis Minis“, eine Funktion zur Simulation von Nutzererlebnissen übers WAN hinweg. Sie erweitere das Konzept des digitalen Experience Twinning auf private und öffentliche Cloud-Umgebungen.

Die Technologie analysiere die Performance entlang der gesamten Strecke zwischen Client und Cloud. Dabei soll sich nachvollziehen laasen, welche Komponenten der Kette zu Latenzen oder Fehlern beitragen. Nach Angaben des Anbieters können Betreiber mit Hilfe der „Service Level Expectations“ (SLEs) erstmals Erwartungen an die Nutzererfahrung konkret definieren und prüfen.

Dashboard greift automatisiert ein

Parallel hat Juniper ein neues Dashboard eingeführt, das autonom Netzwerkprobleme erkennen und beheben soll. „Marvis Actions“ kann demnach unter anderem VLAN-Konflikte oder Netzwerkschleifen identifizieren und selbstständig korrigieren. Auch das Funkressourcenmanagement (RRM) soll sich auf diesem Weg automatisieren lassen.

Neben der Diagnose umfasst die Funktion auch die Ausführung von Netzwerkbefehlen. Richtlinien lassen sich automatisch aktualisieren, Firmwareversionen auf Konformität prüfen. Der Grad der Automatisierung ist anpassbar. Nutzer können laut Juniper nachvollziehen, welche Schritte wann durchgeführt wurden.

Endgerät wird zur Datenquelle

Mit einem erweiterten Marvis-Client will Juniper nun auch direkt auf dem Endgerät ansetzen. Die neue Version der Software soll auf Android-, Windows- und macOS-Systemen laufen und Telemetriedaten in Echtzeit an die Mist-Cloud übertragen können. Auf diese Weise soll sich das Nutzererlebnis besser überwachen lassen, ohne dass zusätzliche Sensoren erforderlich sind.

Die Endgerätetelemetrie liefere dabei nicht nur Informationen über die Netzwerkverbindung, sondern auch über systemseitige Faktoren wie CPU-Last oder Applikationsverhalten. Die Auswertung soll laut Hersteller rückwirkungsfrei und datenschutzkonform erfolgen.

Automatisierung trifft auf Echtzeitdaten

Mit dem Zusammenspiel aus Marvis Minis, Marvis Actions und dem erweiterten Marvis-Client könnte Juniper ein System geschaffen haben, das sowohl proaktive Fehlererkennung als auch automatisierte Reaktion in einem einzigen Framework vereint. Damit richtet sich das Unternehmen vor allem an Betreiber großer, verteilter Netzwerke, in denen herkömmliche Tools schnell an Grenzen stoßen.

Das System soll kontinuierlich lernen und aus vergangenen Incidents neue Regeln ableiten können. Ein selbstheilendes Netzwerk, das sich auf Grundlage historischer und aktueller Daten selbst optimiert, scheint damit technisch greifbar zu werden.

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