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IPv6-Kongress – Das Internet-Protokoll Version 6 findet Fans

IPv6 – viel Spaß, viel Leid, viel Enthusiasmus

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NAT muss weg!

Dazu gehört nach seiner Ansicht etwa das Ausmustern von Network Address Translation (NAT): „Es gibt kein NAT, sondern genügend Adressen.“ Auch Anwendern, die in NAT einen Sicherheitsgaranten sehen, sagt er: „NAT-Lösungen weiter zu betreiben ist großer Kappes. Die meisten werden fürchterliche Bottlenecks produzieren.“

Trotzdem sträuben sich Anwender offenbar, sich von NAT-Implementierungen zu verabschieden. Das aber zeige eines der größten Probleme bei einer Umstellung, so alle Referenten unter unterschiedlichen Aspekten: Die IPv4-Denke behindere eine saubere Implementierung beziehungsweise Konfiguration.

Die einen verlaufen sich in IP-Tunneln, 4to6 und 6to4, die nächsten bauen zu unterschiedliche Netze, so dass zweifaches Know-how aufgebaut und gepflegt werden muss, die nächsten haben übersteigerte Erwartungen an die Performance, andere wiederum übersehen, dass die bestehende Layer-2-Probleme nicht durch eine neues Layer-3-Protokoll lösbar seien.

Dass IPv6 kein Hexenwerk ist, sondern durchaus machbar, zeigte der Vortrag von Günther Hölzl und Peter Lippitsch, beide Lehrer an der Höheren Technischen Bundeslehranstalt in Österreich. Sie hatten genug von der Theorie und stellten ihr gesamte Schulnetz auf IPv6 um. Das sind 300 Schul-PCs und 200 WLAN-Laptops, DNS, E-Mail- und Web-Server, Firewall, Layer-3-Switches, WALN mit 802.1x-Athentisierung sowie redundante Internet-Anbindungen.

Selbst Schüler ziehen IPv6 vor

Jetzt halten sie nicht nur lehrreiche Vorträge in der Schule und auf Kongressen, sondern setzten auch Schülerprojekte mit IPv6 auf. „Die meisten unserer Schüler bevorzugen IPv6 gegenüber IPv4“, sagen Hölzl und Lippitsch.

Auch Lutz Donnerhacke vom IT-Dienstleister IKS GmbH sagt, dass seine Kunden schon längst IPv6 nutzten, als Standard-Infrastruktur, allerdings zumeist ohne es zu merken. So wüssten viele nicht, dass Vista bevorzugt IPv6 unterstütze, falls irgend möglich. Erst wenn jemand besorgt anriefe, der von der drohenden IPv4-Adressknappheit gehört oder gelesen habe, werde er aufgeklärt.

weiter mit: Die IPv6-Killer-Applikationen

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