Neue IP-Adressen und neue Dienste ohne Aufpreis Interoute führt IPv6 ein, um genügend IP-Adressen zu garantieren
Interoute, Besitzer und Betreiber eines Next Generation Sprach- und Datennetzwerks, hat die Kapazität seines Netzwerkes vergrößert, um das kommende IPv6 Internet-Protokoll zu unterstützen. IPv6 wird Milliarden neuer Internet-Adressen erschaffen, um das derzeit noch aktuelle öffentliche Protokoll IPv4 zu ergänzen und so das weitere Wachstum des Internet sicherzustellen.
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Die meisten Computer steuern das Internet über öffentliche IP-Adressen an, die von der Internet Assigned Numbers Authority (IANA) verwaltet und ausgegeben werden. Sie bestehen aus einer Kombination von 32 Zeichen, die 4.294 Millionen Zugangsadressen liefern.
Mit dem Wachstum des Internet nähert sich dieses Modell seinen Grenzen, denn zwei Drittel der Adressen sind derzeit bereits vergeben. Vorausschauende Telekommunikationsbetreiber und Internet Service Provider (ISP) unterstützen IPv6, während gleichzeitig über die langfristigen Zukunftsaussichten von IPv4 diskutiert wird.
In jüngster Zeit zeichne sich jedoch eine positivere Einstellung gegenüber dem neuen Protokoll ab, beobachtet Interoute. So haben Organisationen mit politischem Gewicht wie die Europäische Union und das US-Verteidigungsministerium ISPs und Anbieter von Telekommunikationsausrüstung aufgefordert, IPv6- Dienste und Technologien zu integrieren und zu entwickeln. IPv6 war auch ein vorherrschendes Thema bei den zuletzt stattfindenden Konferenzen, wie die des RIPE und der nordamerikanischen Netzbetreiber-Gruppe NANOG.
Was bringt es, was kostet es?
Jens Leuchters, Country Manager von Interoute für Österreich und Deutschland, sieht sein Unternehmen gewappnet: „Durch das Integrieren des IPv6-Leistungsumfangs in unser Netzwerk sind wir den Vorhersagen der Analysten einen Schritt voraus.“ Diese erwarteten, dass in Europa der Adressraum möglicher neuer Adressen für IPv4 erst im Jahr 2011 ausgeschöpft sein wird.
Dank der IPv6-Services des Netzanbieters könne jeder Interoute-Kunde das Next Generation-Protokoll schon jetzt einführen. Interoute werde dafür keine zusätzlichen Gebühren verlangen.
IPv6 bietet zusätzliche integrierte Sicherheits- und Mobilitäts-Funktionen. Damit erlaubt IPv6 den Unternehmen, neue Dienste mit öffentlichen IP-Adressen aufzusetzen, die die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Geräten wie Computern, PDAs und Internet-fähigen Mobiltelefonen genauso wie die Navigation mit mobilen Systemen ermöglichen.
Doch die Einführung des 1994 von der Internet Engineering Task Force (IETF) verabschiedeten Protokolls, zögert sich heraus, weil sie Investitionen in die Netzinfrastruktur sowie eine Erneuerung der vorhandenen Systeme und Geräte erforderlich macht.
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