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6G-Forschung Industrielle 6G-Netze – Ericsson startet Forschungsprojekt

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Ein Konsortium aus neun Partnern entwickelt echtzeitfähige Virtualisierungslösungen für 6G-Anwendungen in der Industrie und das mit Fokus auf digitale Zwillinge, drahtloses TSN und neue Frequenzbänder.

Das Forschungsprojekt soll die Automatisierung von Industrierobotern vorantreiben.(Bild:  Rolando Ramirez/Ericsson)
Das Forschungsprojekt soll die Automatisierung von Industrierobotern vorantreiben.
(Bild: Rolando Ramirez/Ericsson)

Das Forschungsprojekt VICTOR6G läuft seit Januar 2026. In dem dreijährigen Vorhaben mit einem Gesamtbudget von 5,4 Millionen Euro, davon 4,3 Millionen Euro Fördermittel des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), arbeiten neun Partner an echtzeitfähigen Virtualisierungslösungen für industrielle 6G-Anwendungen. Projektleiter ist Ericsson.

Ziel ist eine integrierte Lösung aus drahtgebundenen und drahtlosen Netzen, die industrielle Anwendungen mit niedrigen Latenzen und hoher Zuverlässigkeit betreiben kann. Als konkrete Anwendungsszenarien nennt das Konsortium aus der Cloud gesteuerte Roboter sowie Drohnen, die Rechenaufgaben in die Edge oder Cloud auslagern.

Das Projekt VICTOR6G in der Übersicht

Die Forschungsarbeit gliedert sich in drei Schwerpunkte:

  • 1. Digitale Zwillinge: Anwendung und Kommunikationsnetz werden so verzahnt, dass präzise Echtzeit-Abbilder industrieller Prozesse entstehen;
  • 2. Flexible Frequenznutzung: Das Projekt untersucht erstmals auch das Zentimeterband zwischen 7 und 15 GHz, das voraussichtlich ab 2030 teilweise für Mobilfunkanwendungen freigegeben wird;
  • 3. Die drahtlose Erweiterung von Time Sensitive Networking (TSN), das bislang ausschließlich in kabelgebundenen Netzen zum Einsatz kommt.

Neben technischen Kennzahlen wie Latenz und Durchsatz untersucht das Konsortium auch den wirtschaftlichen Nutzen anhand so genannter Key Value Indicators (KVIs), etwa Kostensenkungspotenziale durch Digitalisierung oder neue Einnahmequellen.

Alle Lösungen durchlaufen Simulationen, Laborversuche und Tests in realen Industrieumgebungen der Partner sowie am 5G Industry Campus Europe, der vom Fraunhofer IPT betrieben wird. Dem Konsortium gehören neben Ericsson die Unternehmen SEW-EURODRIVE, Adaept Engineering und IKADO sowie die Forschungseinrichtungen Fraunhofer IPT, RWTH Aachen, TU Dortmund und TU Dresden an. Airbus ist assoziierter Partner.

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