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Einrasten der Module aus allen Richtungen Hochmodulares Trägersystem für die Verkabelung in Rechenzentren

Von Bernhard Lück 3 min Lesedauer

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VersaTray von Rosenberger OSI sei ein hochmodulares, servicefreundliches 19-Zoll-Trägersystem für die hochdichte Datenverkabelung in Rechenzentren – laut Hersteller für bis dato unbekannte Möglichkeiten der Zugänglichkeit des Rack-Innenraums und der Anwendung des Pay-as-you-grow-Prinzips.

Die VersaTray-Schubladen besitzen zwei Auszugspositionen, um die Zugänglichkeit zu den von ihnen getragenen faseroptischen Modulen zu steigern.(Bild:  Rosenberger OSI)
Die VersaTray-Schubladen besitzen zwei Auszugspositionen, um die Zugänglichkeit zu den von ihnen getragenen faseroptischen Modulen zu steigern.
(Bild: Rosenberger OSI)

Rosenberger Optical Solutions & Infrastructure (Rosenberger OSI) hat VersaTray Ende März auf der OFC Conference and Exhibition in San Diego vorgestellt. Basierend auf erweiterbaren Trägerelementen und 1/3-HE-Schubladen könne die Gesamthöhe des Trägersystems individuell an Kundenbedarfe angepasst werden. Mit einer Granularität des Gesamtsystems von 1/3 HE werde auch minimaler Bauraum innerhalb des Racks nutzbar. Herausragendes Merkmal, so der Hersteller, sei die innovative Blattfederführung, die ein Einrasten der Module aus allen Richtungen ermöglicht.

Optimierte Bedienbarkeit und Handhabung

Die Schubladen besitzen zwei Auszugspositionen, um die Zugänglichkeit zu den von ihnen getragenen faseroptischen Modulen zu steigern. Ebenso sei eine vollständige Entnahme der Schubladen möglich, wobei ein neuartiger halterloser Entriegelungsmechanismus für eine einfache Bedienung sorge. Die einzelnen Tray-Schienen besitzen ein Federelement, welches die Trays bei der Entriegelung etwas nach vorne schiebt. So könne das Tray besser gegriffen und in die gewünschte Position gezogen werden. Durch das Blattfedersystem werde eine werkzeuglose Montage der Module ermöglicht, die sowohl von vorne, von hinten, aber auch von oben erfolgen könne. Auf eine präzise Ausrichtung der Module gegenüber ihren Aufnahmen könne verzichtet werden, wodurch die Handhabung deutlich einfacher werde. Die Verteilköpfe der I-F-Trunks ließen sich direkt in die Adaptermodule integrieren – die Adaptermodule besäßen entsprechende Aufnahmen. Die Führung der Patchkabel erfolge durch höheneinheitenneutrale Kabelführungen an der Vorderseite einer jeden Schublade.

Möglichkeiten der elektrischen Signalübertragung

Neben den angeführten Varianten zur faseroptischen Verbindungstechnik beinhalte VersaTray auch die Möglichkeit zur elektrischen Signalübertragung. Die hierfür entwickelte 2/3 HE umfassende Schublade besitze Aufnahmen für RJ45-Keystone-Module sowie für Keystone-Module für die faseroptische Signalübertragung.

Hohe Flexibilität und Modularität

VersaTray lasse sich mit allen gängigen Kupplungen (LC, SC, MDC, SN, MTP, MDC, E-2000) bestücken und mit RJ45-Keystone-Modulen kombinieren. Die Einschübe könnten als 6x-1/6-Module oder 4x-1/4-Module konfiguriert werden. Darüber hinaus biete das System hohe Modularität für den Aufbau individueller Verkabelungsstrukturen, sei es für Direktverkabelung, Modulkassetten oder Spleißungen. Es sei auch für Trunks mit unterschiedlichen Verteilerkopfdurchmessern geeignet und bis zu 4 HE erweiterbar.

Im Detail könne VersaTray folgende Portdichten erreichen:

  • 72 LC-Duplex- oder MTP-OCTO-Ports pro HE, 24 Ports pro 1/3-HE-Trägersystem,
  • 144 SN-Ports pro HE, 48 Ports pro 1/3-HE-Trägersystem,
  • 216 MDC-Ports pro HE, 72 Ports pro 1/3-HE-Trägersystem.

Baukastensystem für die Nachrüstung

VersaTray sei ein flexibles Baukastensystem, das bereits ab einer zur Verfügung stehenden Höhe von 1/3 HE eingesetzt werden könne. Das Pay-as-you-grow-Prinzip erlaube eine Erweiterung um zusätzliche 1/3-HE-, 2/3-HE- und 1-HE-Patch-Ebenen-Kits, neben den Möglichkeiten für 1/4- und 1/6-Kupplungsträger in einem Tray. Darüber hinaus seien einfache Adaption und Nachrüstung von Patch-Ebenen unter Verwendung des gleichen 1 HE-Trunk-Trägers möglich. Auch bei der Modernisierung der vorhandenen Verkabelung in Rechenzentren im Rahmen von Retrofit-Projekten sei das System einsetzbar.

Vielseitiges Einsatzspektrum

Rosenberger OSI zufolge eigne sich das System für Server- und Whitespace-Räume mit 19-Zoll-Schranksystemen in Rechenzentren, ebenso für Meet-Me-Rooms, die Verteilung in Co-Location-Rechenzentren und Telekommunikationsanwendungen mit Spleißmöglichkeit für Single- und Ribbon-Fasern. Weitere Einsatzgebiete seien Serverräume mit unterschiedlichen Packungsdichten, Spine-Leaf-Architekturen sowie Ethernet- und Fiber-Channel-Projekte.

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